Grill- und Picknickprodukte im Ampel-Vergleichstest – Fotostrecke: Nutri-Score-Ampel erleichtert gesündere Wahl beim Einkaufen

Grillfleisch oder Veggie-Alternative? Eistee oder Saftschorle? Frucht- oder Milcheis? Beliebte Sommerprodukte zum Grillen und Picknicken weisen teilweise große Unterschiede bei Nährwerten wie Zucker, Salz oder Proteinen auf. Das zeigt ein foodwatch-Vergleichstest mit der Nutri-Score-Ampel. Das Modell verrechnet gesunde und weniger gesunde Nährwertbestandteile miteinander und stellt die Gesamtbewertung auf einer Farbskala dar. So würden zum Beispiel die marinierten Hähnchenmedaillon-Spieße im Test mit dem Nutri-Score ein grünes A bekommen, die Schweinefleisch-Grillfackeln müssten hingegen ein rotes E auf der Packung haben. Die veganen Burger-Frikadellen des Herstellers Beyond Meat würden mit einem gelben C gekennzeichnet.
„Grünes A bis rotes E – der Nutri-Score entlarvt auf einen Blick, wie groß die Unterschiede bei Zucker, Fett, Salz & Co. in verarbeiteten Lebensmitteln teilweise sind“, sagte Luise Molling von foodwatch. Die Verbraucherorganisation forderte Bundesernährungsministerin Julia Klöckner auf, endlich dafür zu sorgen, dass die Ampel auch in Deutschland im Supermarkt zu finden ist. „Mit der Nutri-Score-Ampel liegt längst ein umfangreich getestetes Modell zur Nährwertkennzeichnung vor, das nicht nur besonders leicht verständlich ist, sondern nachweislich auch dazu führt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher gesünder einkaufen. Während Länder wie Frankreich, Spanien und Belgien längst voran gehen und den Nutri-Score einführen, hinkt Deutschland beim Verbraucher- und Gesundheitsschutz mal wieder hinterher.“ Mehr lesen: Titel klicken.

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Bioland – Klöckners Label bringt kein Tierwohl

„Gut“, „Sehr gut“, „Premium“ – so will Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner die drei Stufen ihres Tierwohllabels zukünftig ausloben. „Gut ist am Tierwohllabel nichts“, findet Jan Plagge, Präsident Bioland e. V. „Das haben jetzt auch SPD und Teile der CSU erkannt und die Notbremse gezogen. Denn Klöckners Labelkonzept ist ein kompliziertes System mit vielen Kriterien, bietet aber wenig Tierwohl. Zudem grenzt es Ökobetriebe aus und soll freiwillig sein. Eine Verbesserung für das Leben der Nutztiere ist durch das Tierwohllabel in der jetzigen Form nicht gegeben.“
„Den Verbrauchern werden bessere Haltungsbedingungen vorgegaukelt, als sie tatsächlich in den Ställen vorherrschen“, sagt Gerald Wehde, Leiter der Agrarpolitik bei Bioland. Sogar das Schwänzekupieren der Schweine ist in der Einstiegsstufe des Labels weiterhin erlaubt – obwohl es nach den Vorgaben der EU seit über 10 Jahren verboten ist. Auch der vielfach kritisierte Kastenstand für säugende Sauen ist weiterhin erlaubt. „Betrieben dann noch eine Prämie für die Einstiegsstufe zu zahlen, in der gegen geltendes EU-Recht verstoßen wird, ist eine Farce“, findet Wehde. Zusätzlich fließen 70 Millionen Euro in eine Marketing-Kampagne. „Statt Unmengen Steuergelder zu verschleudern, sollten Betriebe gezielt unterstützt werden, die deutlich etwas für das Tierwohl tun und ihren Tieren genug Platz und Auslauf bieten – so wie Bio-Betriebe.“

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Julia Klöckner blockiert Lebensmittelampel: Nestlé darf Nutri-Score nicht in Deutschland einführen

„Frau Klöckner betreibt Verbraucherschutz-Verhinderungspolitik. Nestlé will freiwillig die Nutri-Score-Ampel auf seine Produkte drucken – darf das in Deutschland aber nicht, solange Julia Klöckner nicht die rechtliche Grundlage dafür schafft. Es ist einfach unfassbar, dass Frau Klöckner Unternehmen Steine in den Weg legt, wenn diese verbraucherfreundlich handeln wollen“, erklärte Luise Molling von foodwatch. „Der Nutri-Score ist nachweislich ein verbraucherfreundliches und von unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entwickeltes Modell. Während etwa in Frankreich Verbraucherinnen und Verbraucher im Supermarkt längst die Lebensmittelampel auf vielen Produkten finden, müssen in Deutschland selbst Unternehmen, die freiwillig vorangehen wollen, rechtliche Schwierigkeiten fürchten.“ Mehr Lesen: Auf Titel klicken

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NRW stoppt als letztes Bundesland die Kakao-Subvention

Die Förderung gezuckerter Schulmilchprodukte gehört bundesweit der Geschichte an. Mit Nordrhein-Westfalen hat am Freitag das letzte Land angekündigt, die Subvention für gesüßten Kakao zum Ende des Schuljahres auslaufen zu lassen.
Damit setzen alle Bundesländern, die am Schulmilchprogramm teilnehmen, Steuermittel ausschließlich noch für die Lieferung reiner Trinkmilch und anderer ungesüßter Milchprodukte ein. Im Einklang mit Kinder- und Zahnärzten, Diabetologen und Ernährungswissenschaftlern hatte die Verbraucherorganisation foodwatch genau dies gefordert. Im laufenden Schuljahr erklärten bereits Hessen, Berlin und Brandenburg den Ausstieg aus der Subventionierung gezuckerter Milchprodukte – nun folgte NRW als letztes noch verbliebenes Land.

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Gruß von Frau Holle: Fünf interessante Fakten über Holunder

Frühling ist Holunderzeit: Nicht nur die Magnolien und die Kirschblüten stehen in voller Pracht, bald blüht auch der schwarze Holunder. Ob als Heilpflanze, Back- oder Kochzutat, Holunder – auch Holler – genannt, ist vielfältig einsetzbar. Dass ihm auch magische Wirkung nachgesagt wird, weiß Elisabeth Zintl, Holunderexpertin und Inhaberin der Hollerhöfe, einem nach der Pflanze benanntem Familienbetrieb in der Oberpfalz. Die Gastronomin stellt fünf interessante Fakten über Holunder vor, die nicht jeder kennt.
1. Hut ab: Der Volksmund besagt, dass Holunder die Menschen und deren Häuser vor bösen Ereignissen – unter anderem Feuer, Blitzeinschlag und Krankheit – schützt und Wohlstand bringt. Deshalb hat man in früheren Zeiten vor jedem Holunderbusch den Hut gezogen.
2. Holunder in der Hausapotheke: Holunder wurde schon immer als Heilpflanze angesehen. Seine Blätter, Blüten und Beeren werden zu Pulver, Tee, Saft oder Gelee verarbeitet. Denn die reifen dunkelvioletten Beeren enthalten viel Vitamin B1 und B2 sowie Vitamin C und wichtige Mineralstoffe. Holunderbeeren stärken somit das Immunsystem und fördern gleichzeitig den Stoffwechsel. So hilft Holundertee zum Beispiel bei Erkältungen und Fieber. (Für weitere Informationen klicken)

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Weniger Lebensmittel wegwerfen – Die Verbraucher Initiative über Maßnahmen gegen Verschwendung

Die Verbraucher Initiative regt an, sich das eigene Wegwerfverhalten mit einem Food-Waste-Tagebuch bewusst zu machen. Hier werden eingekaufte und entsorgte Lebensmittel und Speisen nach Art und Menge erfasst. Um einen besseren Einblick zu bekommen und Ursachenforschung betreiben zu können, werden zusätzlich der Grund und der Ort der Entsorgung angegeben. Idealerweise wird das Food-Waste-Tagebuch über etwa vier Wochen geführt. Anhand der Ergebnisse lässt sich erkennen, wo es Ansatzpunkte für Veränderungen gibt. Sie können die eingekauften Mengen, die Lagerung der Lebensmittel oder die Planung von Einkauf und Mahlzeiten betreffen.

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Natürlich bunt gemalt – Verbraucher Initiative e.V. gibt Tipps zum Färben von Ostereiern

Wenn die ersten grünen Blättchen Wäldern, Gärten und Parks Farbe verleihen, steigt die Laune: Endlich, der Frühling kommt! Die Osterbräuche spiegeln die Freude daran wieder, seit Jahrhunderten gehören auch bunte und verzierte Eier dazu. Von natürlich selbstgefärbt bis bunt gekauft ist heute alles möglich. Die Verbraucher Initiative e.V. gibt Tipps rund ums Ei.
Als „Party-Eier“ finden sich hartgekochte Hühnereier in Knallfarben heute fast das ganze Jahr im Sortiment der Supermärkte. Welche Lebensmittelfarbstoffe für ihre intensive Farbe verantwortlich sind, steht auf dem Etikett. Auch der Schutzlack, der ihnen lange Haltbarkeit und Glanz verleiht, gehört zu den Lebensmittelzusatzstoffen und ist dort angegeben. Auf dem Etikett steht zudem, wie lange die Eier gekühlt haltbar sind.

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foodwatch – Neue Nährwertkennzeichnung der Industrie ist irreführend

Die Verbraucherorganisation foodwatch hat den Vorschlag der Lebensmittelbranche für eine neue Nährwertkennzeichnung scharf kritisiert. Das am Donnerstag vom Lobbyverband der Lebensmittelwirtschaft vorgestellte Modell sei irreführend und für die Verbraucherinnen und Verbraucher erwiesenermaßen deutlich weniger verständlich als eine Kennzeichnung in Ampelfarben. Die Lösung für eine verbraucherfreundliche Nähwertkennzeichnung liege mit der Nutri-Score-Ampel längst auf dem Tisch. foodwatch forderte Ernährungsministerin Julia Klöckner auf, sich wie ihre Kollegen in Frankreich, Belgien und Spanien endlich für die Kennzeichnung mit dem Nutri-Score stark zu machen.

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Verbraucherzentrale Hamburg nimmt Nutri-Score unter die Lupe – Nutella, Fischstäbchen und Cola mit Farbskala

Viele Menschen möchten Zuckerbomben und Fettfallen sowie den Gesundheitswert von Lebensmitteln auf den ersten Blick erkennen können. Mit einer aus Frankreich stammenden Farbskala namens Nutri-Score wollen einige Unternehmen ihre Kunden nun dabei unterstützen. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat das Bewertungssystem für Lebensmittel unter die Lupe genommen und auf ihrer Internetseite Hintergrundinformationen zur Berechnungsmethode veröffentlicht sowie 25 Produkte exemplarisch mit dem Nutri-Score gelabelt.

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Hygiene-Misstände im Serways-Autobahn-Restaurant

Schimmel, schwarzer Belag an Arbeitsgeräten, Schabenbefall in der Küche: In einem Autobahn-Restaurant einer „Serways“-Raststätte haben amtliche Lebensmittelkontrolleure schwere Hygienemängel festgestellt. Das zeigen bisher unveröffentlichte Kontrollberichte, die die Verbraucherorganisation foodwatch und die Transparenzinitiative FragDenStaat am Donnerstag auf dem Mitmach-Portal „Topf Secret“ online gestellt haben. Bei Überprüfungen von vier weiteren Serways-Raststätten, die foodwatch und FragDenStaat ebenfalls veröffentlichten, dokumentierten die Kontrolleure hingegen keine oder nur geringe Mängel.

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