Grill- und Picknickprodukte im Ampel-Vergleichstest – Fotostrecke: Nutri-Score-Ampel erleichtert gesündere Wahl beim Einkaufen

Grillfleisch oder Veggie-Alternative? Eistee oder Saftschorle? Frucht- oder Milcheis? Beliebte Sommerprodukte zum Grillen und Picknicken weisen teilweise große Unterschiede bei Nährwerten wie Zucker, Salz oder Proteinen auf. Das zeigt ein foodwatch-Vergleichstest mit der Nutri-Score-Ampel. Das Modell verrechnet gesunde und weniger gesunde Nährwertbestandteile miteinander und stellt die Gesamtbewertung auf einer Farbskala dar. So würden zum Beispiel die marinierten Hähnchenmedaillon-Spieße im Test mit dem Nutri-Score ein grünes A bekommen, die Schweinefleisch-Grillfackeln müssten hingegen ein rotes E auf der Packung haben. Die veganen Burger-Frikadellen des Herstellers Beyond Meat würden mit einem gelben C gekennzeichnet.
„Grünes A bis rotes E – der Nutri-Score entlarvt auf einen Blick, wie groß die Unterschiede bei Zucker, Fett, Salz & Co. in verarbeiteten Lebensmitteln teilweise sind“, sagte Luise Molling von foodwatch. Die Verbraucherorganisation forderte Bundesernährungsministerin Julia Klöckner auf, endlich dafür zu sorgen, dass die Ampel auch in Deutschland im Supermarkt zu finden ist. „Mit der Nutri-Score-Ampel liegt längst ein umfangreich getestetes Modell zur Nährwertkennzeichnung vor, das nicht nur besonders leicht verständlich ist, sondern nachweislich auch dazu führt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher gesünder einkaufen. Während Länder wie Frankreich, Spanien und Belgien längst voran gehen und den Nutri-Score einführen, hinkt Deutschland beim Verbraucher- und Gesundheitsschutz mal wieder hinterher.“ Mehr lesen: Titel klicken.

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Schutzmaßnahmen gegen den Wolf werden gefördert

Ab dem kommenden Montag, 15. Juli, können Wanderschäfer, die mit ihren Herden durch Wolf- und Wolfspräventionsgebiete ziehen, eine Förderung für Maßnahmen zum Schutz gegen den Wolf beantragen. Dann tritt eine entsprechende Förderrichtlinie des Ministeriums der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, in Kraft. Für das so genannte ‚Bundesprogramm Wolf‘ stehen 1,05 Millionen Euro zur Verfügung.
Julia Klöckner: „Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland ist ein Erfolg des Artenschutzes. Gleichzeitig stellt sie insbesondere die heimischen Wanderschäfer vor große Herausforderungen. Denn die Errichtung, Überwachung und Absicherung wolfsabweisender Zäune und anderer Schutzmaßnahmen kostet nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld. Den finanziellen Mehraufwand der Wanderschäfer wollen wir mit unserem ‚Bundesprogramm Wolf‘ ausgleichen. Vorgesehen ist eine Prämie von 36 Euro pro Wanderschaf. Mir ist es ein wichtiges Anliegen, so zum bestmöglichen Schutz der Schafe und Herden beizutragen.“ Weiterlesen: Titel klicken.

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Bioland – Klöckners Label bringt kein Tierwohl

„Gut“, „Sehr gut“, „Premium“ – so will Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner die drei Stufen ihres Tierwohllabels zukünftig ausloben. „Gut ist am Tierwohllabel nichts“, findet Jan Plagge, Präsident Bioland e. V. „Das haben jetzt auch SPD und Teile der CSU erkannt und die Notbremse gezogen. Denn Klöckners Labelkonzept ist ein kompliziertes System mit vielen Kriterien, bietet aber wenig Tierwohl. Zudem grenzt es Ökobetriebe aus und soll freiwillig sein. Eine Verbesserung für das Leben der Nutztiere ist durch das Tierwohllabel in der jetzigen Form nicht gegeben.“
„Den Verbrauchern werden bessere Haltungsbedingungen vorgegaukelt, als sie tatsächlich in den Ställen vorherrschen“, sagt Gerald Wehde, Leiter der Agrarpolitik bei Bioland. Sogar das Schwänzekupieren der Schweine ist in der Einstiegsstufe des Labels weiterhin erlaubt – obwohl es nach den Vorgaben der EU seit über 10 Jahren verboten ist. Auch der vielfach kritisierte Kastenstand für säugende Sauen ist weiterhin erlaubt. „Betrieben dann noch eine Prämie für die Einstiegsstufe zu zahlen, in der gegen geltendes EU-Recht verstoßen wird, ist eine Farce“, findet Wehde. Zusätzlich fließen 70 Millionen Euro in eine Marketing-Kampagne. „Statt Unmengen Steuergelder zu verschleudern, sollten Betriebe gezielt unterstützt werden, die deutlich etwas für das Tierwohl tun und ihren Tieren genug Platz und Auslauf bieten – so wie Bio-Betriebe.“

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Julia Klöckner blockiert Lebensmittelampel: Nestlé darf Nutri-Score nicht in Deutschland einführen

„Frau Klöckner betreibt Verbraucherschutz-Verhinderungspolitik. Nestlé will freiwillig die Nutri-Score-Ampel auf seine Produkte drucken – darf das in Deutschland aber nicht, solange Julia Klöckner nicht die rechtliche Grundlage dafür schafft. Es ist einfach unfassbar, dass Frau Klöckner Unternehmen Steine in den Weg legt, wenn diese verbraucherfreundlich handeln wollen“, erklärte Luise Molling von foodwatch. „Der Nutri-Score ist nachweislich ein verbraucherfreundliches und von unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entwickeltes Modell. Während etwa in Frankreich Verbraucherinnen und Verbraucher im Supermarkt längst die Lebensmittelampel auf vielen Produkten finden, müssen in Deutschland selbst Unternehmen, die freiwillig vorangehen wollen, rechtliche Schwierigkeiten fürchten.“ Mehr Lesen: Auf Titel klicken

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Die Rettung der deutschen Stachelbeere

Um ein Haar wäre der Anbau von Stachelbeeren vor 10 Jahren eingebrochen. Wäre da nicht Konrad Linkenheil, Mitinhaber des Spreewaldhofs, gewesen: Mit Leidenschaft und Begeisterung widmete sich der passionierte Hersteller von Obstkonserven der Rettung der süß-sauren Stachelbeeren. Aktuell ist Deutschland der weltweit größte Produzent von Stachelbeeren*. Vor 10 Jahren sah dies ganz anders aus: „Als 2009 die Preise für die Stachelbeeren extrem sanken, hat niemand mehr Stachelbeeren angeboten“, erinnert sich Konrad Linkenheil. „Wir haben uns gefragt, wie schaffen wir es diese hundert Jahre alte Beerensorte in Deutschland zu erhalten?“ Die Antwort: eine eigene Stachelbeerplantage bewirtschaften zusammen mit Vertragsbauer Frehn in Schöneiche (Stadtteil von Golßen im Spreewald). Damals waren es 24 Hektar, heute gedeihen die Beeren der Sorte Invicta auf 50 Hektar. Der Mut hat sich ausgezahlt. Jährlich werden auf dieser Fläche 300-400 Tonnen Stachelbeeren geerntet, die dann im Spreewaldhof verarbeitet werden. Vom Anbau bis hin zum Einmachen der Beeren passiert alles im Spreewald. Gesamter Text: Auf Überschrift klicken.

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Helden vom Feld – RLV startet Imagekampagne mit Junglandwirten

„Helden vom Feld“ – das ist der Titel einer neuen Imagekampagne, die der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) heute startet. Kernstück sind Aufnahmen von rheinischen Junglandwirtinnen und Junglandwirten bei ihrer täglichen Arbeit. „Wir wollen zeigen, wie vielfältig Landwirtschaft ist“, so RLV-Präsident Bernhard Conzen. „Landwirtschaft ist nicht nur ein Beruf, es sind viele Berufungen zugleich.“ Welche Jobs man als Landwirt so erfüllt, das sei laut RLV Inhalt der neuen Kampagne.
„Ein Landwirt ist eben nicht ‚nur‘ Milchviehhalter oder Ackerbauer. Es gehören viel Know-how, Wissen und auch Visionen für die Zukunft dazu“, so Conzen weiter. Ein Landwirt muss nicht nur seine Tiere versorgen, er muss auch das Futter produzieren, seine Flächen pflegen und auf veränderte Bedingungen und Witterungen reagieren. Ein Kuhflüsterer sei genauso ein Feldverbesserer und Wetterfrosch. „Wir freuen uns sehr, dass unsere acht Junglandwirtinnen und Junglandwirte bei diesem Projekt direkt dabei waren. Wir haben eine starke Basis und tolle junge Menschen, die diesen Job mit viel Herzblut und Mut zu Innovation ausführen. Darauf können wir Rheinländer wirklich stolz sein“, so Conzen abschließend.

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NABU-Kommentar zur Verschärfung der Düngeverordnung

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller kommentiert die am gestrigen Abend verkündete Einigung der Bundesregierung zur Verschärfung der Düngeregeln: „Die Bundesregierung springt wieder einmal nicht höher als sie muss. Sie hat die Chance verpasst, mit der Novelle die überfällige Bindung der Zahl gehaltener Tiere an die Fläche zu regeln. Mit der Fülle an Ausnahmen, die Bund und Länder eingebaut haben, wird die EU-Kommission den Vorschlag nur schwer akzeptieren können. Vor allem die Ausnahmen für das Grünland sind katastrophal: Dass Wiesen und Weiden pauschal aus der 20-prozentigen Abschlagsregelung ausgeklammert werden, ist mit Blick auf das Insektensterben nicht zu verantworten. Denn artenreiche Wiesen und Weiden sind geschützte Lebensräume und notwendig für das Überleben vieler Arten. Nun drohen Wiesen und Weiden zum Endlager für Gülle zu werden – und einer Graswüste ohne Insekten. Der NABU hat bereits in Brüssel Beschwerde gegen das Verschwinden des Grünlands eingelegt. Die Bundesregierung riskiert mit ihren Vorschlägen nun also nicht nur eine neuerliche Klage zum Düngerecht, sondern auch ein Verfahren zum Naturschutz.“

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Etappensieg: Europäische Bürgerinitiative „End the Cage Age“ erreicht über eine Million Unterschriften

Millionen Nutztiere in Europa fristen ein qualvolles Dasein in engen Käfigen. Jetzt gibt es Hoffnung: Gerade erreichte die Europäische Bürgerinitiative „End the Cage Age“ eine Million Unterschriften gegen die Käfighaltung von Nutztieren in Europa. Mehr als ein Drittel aller Stimmen kam dabei aus Deutschland. Zu dem von Compassion in World Farming ins Leben gerufenen Netzwerk aus über 170 europäischen Tier- und Umweltschutzorganisationen, gehören in Deutschland die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Animal Equality Germany e.V., foodwatch e.V., PROVIEH e.V., Deutsches Tierschutzbüro e.V., VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz.
Eine Million Unterschriften für die „End the Cage Age“ Bürgerinitiative stellen bereits einen bedeutenden Meilenstein dar. Besonders erfreulich: ein Drittel der Unterschriften stammt dabei aus Deutschland. „Dass sich schon jetzt so viele Menschen der Forderung nach einem Ende der Käfighaltung angeschlossen haben, ist ein gutes Signal für die Tiere und ihre Rechte. Wir freuen uns, dass wir unseren Beitrag zu diesem Erfolg leisten konnten und hoffen, dass es am Ende zu einem besseren Leben für alle Tiere führen kann“, so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros.

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Heute ist Welttag der Meere: Verantwortungsvolles Fischereimanagement für den Schutz der Meere

Slow Food Deutschland e.V. informiert: Meere und Ozeane stehen aufgrund von Klimakrise, Verschmutzung und Überfischung unter massivem Druck. Auf europäischer Ebene läuft aktuell der Countdown für ein nachhaltiges Fischereimanagement: Die EU hat sich verpflichtet, die Überfischung bis 2020 zu beenden, um den Raubbau an den marinen Ökosystemen maßgeblich einzudämmen. Zum Welttag der Meere am 8. Juni ruft Slow Food Deutschland alle verantwortlichen Entscheidungsträgerinnen und -träger dazu auf, die Ziele der Fischereireform endlich entschlossen umzusetzen.
Meere und Ozeane stabilisieren unser Klima und sichern unsere Ernährung. Der EU bleiben noch sieben Monate, um einen wichtigen Beitrag zu ihrem Schutz zu leisten und die Nachhaltigkeitswende in der europäischen Fischerei herbeizuführen. Diese hat sie mit der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik im Jahr 2013 selber angestoßen. Damals verpflichteten sich die Mitgliedstaaten rechtlich dazu, die Überfischung in Europa bis zum Jahr 2020 zu beenden. Mithilfe wissenschaftlich empfohlener Fanggrenzen sollten sich Fischbestände wieder auffüllen und auf lange Sicht ergiebig sein. Weiterlesen: Auf den Titel klicken.

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NRW stoppt als letztes Bundesland die Kakao-Subvention

Die Förderung gezuckerter Schulmilchprodukte gehört bundesweit der Geschichte an. Mit Nordrhein-Westfalen hat am Freitag das letzte Land angekündigt, die Subvention für gesüßten Kakao zum Ende des Schuljahres auslaufen zu lassen.
Damit setzen alle Bundesländern, die am Schulmilchprogramm teilnehmen, Steuermittel ausschließlich noch für die Lieferung reiner Trinkmilch und anderer ungesüßter Milchprodukte ein. Im Einklang mit Kinder- und Zahnärzten, Diabetologen und Ernährungswissenschaftlern hatte die Verbraucherorganisation foodwatch genau dies gefordert. Im laufenden Schuljahr erklärten bereits Hessen, Berlin und Brandenburg den Ausstieg aus der Subventionierung gezuckerter Milchprodukte – nun folgte NRW als letztes noch verbliebenes Land.

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