Bioland mahnt jahrzehntelanges Politikversagen in der Agrar- und Umweltpolitik an

Im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche (IGW) formuliert Deutschlands führender Ökoanbauverband noch einmal seine agrarpolitischen Forderungen. Bioland wirft der Bundesregierung jahrzehntelanges Politikversagen in der Agrar- und Umweltpolitik vor: Unter dem Motto „Bauern frustriert – Lebensgrundlagen bedroht!“ fasst Jan Plagge, Präsident von Bioland, die derzeitige Lage zusammen. An Bundesministerin Klöckner richtet er den Appell: „Es muss Schluss sein mit wirkungslosen Strategiepapieren und Runden Tischen. Jetzt sind ein konsistentes Gesamtkonzept und vor allem konsequentes Handeln gefragt.“
„Die Bundesregierung muss endlich glaubwürdig werden und die Rahmenbedingungen so gestalten, dass eine Win-win-Situation für Bauern, Umwelt und Tierwohl entsteht,“ fordert Gerald Wehde, Geschäftsleiter Agrarpolitik bei Bioland. Die Chance dafür liege in der Anwendung des gesamten Instrumentenkastens vom Ordnungsrecht über eine Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik hin zur Einführung gezielter Lenkungsabgaben.
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Aufruf zur „Wir haben es satt!”-Großdemonstration am 18. Januar in Berlin

Wenige Tage vor der großen „Wir haben es satt!“-Demonstration am 18. Januar fordern 100 Organisationen aus Landwirtschaft und Gesellschaft von der Bundesregierung, das Höfe- und Insektensterben zu stoppen, das EU-Mercosur-Abkommen zu verhindern und endlich die Klimakrise ernsthaft zu bekämpfen. Auf einer Pressekonferenz in Berlin warfen Bündnis-VertreterInnen der Regierung vor, Bauernhöfe weiter die eigenen politischen Versäumnisse ausbaden zu lassen, statt sich den Zukunftsaufgaben zu stellen.
„Agrarwende anpacken, Klima schützen!“ lautet das Motto der Demonstration, bei der zum Auftakt der Grünen Woche wieder Zehntausende auf die Straße gehen. Im Schulterschluss mit der Gesellschaft treten BäuerInnen, ImkerInnen, BäckerInnen und KöchInnen am Samstag im Berliner Regierungsviertel für artgerechte Tierhaltung, Artenvielfalt und konsequenten Klimaschutz ein.
Während der EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte muss Deutschland mit der EU-Agrarreform die Agrarwende anschieben. Damit bekommen die Bauernhöfe eine Zukunft, die Tiere mehr Platz und der Klimaschutz eine Chance – und die gesamte Landwirtschaft würde endlich wieder von der Gesellschaft akzeptiert.
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Aktuelle Saatgutauswertung – Vier Partien mit Gentechnik verunreinigt

In den diesjährigen Kontrollen von Saatgut auf gentechnische veränderte Organismen (GVO) haben die zuständigen Bundesländerbehörden in vier von insgesamt 785 beprobten Saatgutpartien Verunreinigungen nachgewiesen. Darunter waren drei verunreinigte Maissaatgutpartien sowie eine verunreinigte Winterrapssaatgutpartie. Die Verunreinigung des Winterrapses war im vergangenen Winter entdeckt worden, als bereits auf insgesamt ca. 2.150 Hektar Fläche Samen der kontaminierten Partie ausgesät worden waren. Anlässlich der morgen beginnenden Sitzung der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Gentechnik (LAG) fordern Greenpeace, Bioland und die IG Saatgut die Bundesländer auf, die Saatgutkontrollen zu verstärken und die Nulltoleranz auch für neue gentechnische Verfahren umzusetzen.
„Eine konsequente Umsetzung der Nulltoleranz für Gentechnik im Saatgut ist für die Sicherung einer gentechnikfreien Landwirtschaft existentiell“, sagt Jan Plagge, Präsident Bioland e.V. „Wir begrüßen daher, dass die Bundesländer Kontrollen durchführen und nachweislich verunreinigte Partien aus dem Verkehr ziehen. Die zahlreichen Verunreinigungsfälle, die ans Tageslicht kommen, zeigen jedoch: Bei Kulturarten, die wie Raps oder Mais einem hohen Verunreinigungsrisiko ausgesetzt sind, genügt die derzeitige stichprobenartige Untersuchung eines Teils der Partien nicht. Um unsere Nahrung gentechnikfrei zu halten, ist es bei diesen Risikokulturen leider notwendig geworden, alle Saatgutpartien zu überprüfen. Hier sollten die Bundesländer ihr Monitoring verstärken.“
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Klima. Wandel. Landwirtschaft. – Du entscheidest! Start des Schulwettbewerbs „Echt kuh-l!“

Der bundesweite Schulwettbewerb „Echt kuh-l!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) startet in die neue Runde. Diesmal dreht sich alles um Klimawandel und Klimaschutz in der Landwirtschaft. Unter dem Motto „Klima. Wandel. Landwirtschaft. – Du entscheidest!“ sollen Kinder und Jugendliche die Zusammenhänge von Klimaveränderungen, Landwirtschaft und Ernährung verstehen.
Schirmherrin von “Echt kuh-l!” ist Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Sie ruft alle Schülerinnen und Schüler dazu auf, zu entdecken, was Landwirtinnen und Landwirte aber auch wir selbst zum Klimaschutz beitragen können: „Den Klimawandel zu bremsen, das gelingt uns nur gemeinsam – die Landwirtschaft ist dabei ein Lösungsbringer. Aber auch jede und jeder Einzelne kann Einfluss nehmen. Denn – ob Gemüse, Obst, oder Fleisch – wir entscheiden, was auf den Teller und somit auf den Acker kommt“. „Echt kuh-l!“ will Kinder und Jugendliche dazu ermutigen, die Gestaltungsräume der Landwirtschaft und des eigenen Konsums für mehr Klimaschutz zu entdecken und zu erobern.
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Linda Kelly ist „Landwirtin des Jahres 2019“

Linda Kelly aus Herdwangen in Baden-Württemberg wurde beim CeresAward als „Landwirtin des Jahres 2019“ und gleichzeitig als Siegerin der Kategorie „Unternehmerin“ ausgezeichnet. Den bedeutenden Preis verlieh am Abend des 16. Oktober agrarheute, die führende Fachmedienmarke im Agrarbereich, auf der „Nacht der Landwirtschaft“ in Berlin.
Bis auf den letzten Platz ausverkauft war die Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft“ am 16. Oktober im Kosmos in Berlin. Zum sechsten Mal verlieh agrarheute, die führende Fachmedienmarke aus dem Hause dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag, den CeresAward, bei dem der „Landwirt des Jahres“ sowie elf Kategoriensieger der gesamten Bandbreite der Landwirtschaft gekürt werden. Annähernd 400 Gäste aus der Bundes- und Landespolitik, Vertreter von Industrie und Verbänden sowie die Finalistinnen und Finalisten aus ganz Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz kamen zusammen, um die Branche zu feiern.
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Hohe Auszeichnung für Schafzüchter aus der Senne

Den Hans-von-Bemberg-Preis für die beste tierzüchterische Leistung des Jahres 2018 hat Ulf Helming aus Augustdorf im Kreis Lippe erhalten. Wie der Präsident der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Karl Werring, anlässlich der Preisverleihung am Freitag vergangener Woche in Verl erklärte, würdigt die Landwirtschaftskammer die langjährige richtungsweisende Arbeit des Preisträgers als Schafzüchter und die maßgebliche Gestaltung einer neuen Schafrasse.
Durch kontinuierliche Auslese schaffte Ulf Helming nach 17 Jahren Zuchtarbeit eine Basis von Zuchttieren, die am 1. November 2018 die Anerkennung als eigenständige Rasse mit dem Namen „Braunes Haarschaf“ erhielt. Präsident Werring zeigte sich beeindruckt: „Welcher Züchter kann schon von sich behaupten, eine neue Rasse geschaffen zu haben?“ Die Zucht einer neuen Rasse sei mit viel Arbeit verbunden, vor allem in dem vergleichsweise kurzen Zeitraum und erfordere besonderes züchterisches Geschick, sagte Werring.
Diese Rasse trage dazu bei, die Wirtschaftlichkeit für diejenigen Schafhalter zu verbessern, die keine zufriedenstellende Wollvermarktung haben. Die Züchtung dieser Rasse erfülle damit vielfältige, auch gesellschaftsdienliche, Zwecke.
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Deutsche Wildtier Stiftung – Für den Feldhamster fällt Erntedank aus

Erntedank steht vor der Tür: In Dörfern und Gemeinden laufen die Vorbereitung für das Fest. Kornähren werden zu üppigen Erntekronen geflochten, Altäre in Kirchen mit Feldfrüchten geschmückt. Doch der Feldhamster, als Wildtier auf Getreidevorräte für den bevorstehenden Winterschlaf angewiesen, geht häufig leer aus. Sind seine Vorratskammern für den Winter nicht gefüllt, droht ihm ein einsamer Hungertod in seinem Bau unter dem Acker.
„Dem Feldhamster geht es schlecht“, sagt Moritz Franz-Gerstein, Leiter des Projekts Feldhamsterland der Deutschen Wildtier Stiftung. Bei der Getreideernte bleiben auf den Feldern nicht genug Körner übrig, um sein Überleben zu sichern. In einer intensiven Landwirtschaft findet er obendrein kaum noch Deckung vor Fressfeinden wie Fuchs oder Rotmilan. „Wenn nicht bald die Trendwende kommt, wird der Feldhamster schon in 10 bis 15 Jahren ausgestorben sein“, fürchtet Franz-Gerstein.
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Agrar-Familie 2019 – Familie Hahn aus Alzey hat gewonnen

Zum dritten Mal in Folge haben dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag und vier weitere Agrarverlage bundesweit die „Agrar-Familie“ gesucht. Über 26.000 Stimmen gaben Leser und User bis Montagabend ab, um aus den zwölf Finalisten-Familien ihren Favoriten zu küren. Mit über 6.200 Stimmen gewann Familie Hahn aus Rheinland-Pfalz die mit 7.000 Euro dotierte Auszeichnung.
Mit einer Viertelmillion Seitenaufrufen und über 26.000 abgegebenen Stimmen endete am Montagabend die vierwöchige Abstimmungsphase zur bundesweiten Wahl der „Agrar-Familie 2019“. Die auf die ersten Plätze gewählten Familien lieferten sich bis zum Schluss ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, bevor feststand: Familie Hahn aus dem Rheinland-Pfälzischen Alzey-Dautenheim gewinnt mit über 6.200 gesammelten Stimmen die mit 7.000 Euro dotierte Auszeichnung. Auf den zweiten Platz, dotiert mit 3.000 Euro, folgt Familie Frenk aus dem baden-Württembergischen Schwanau. Auf Platz drei, dotiert mit 2.000 Euro, wurde Familie Augst aus Helmenzen, ebenfalls Rheinland-Pfalz, gewählt.
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Die Slow Food Arche des Geschmacks – Erfolg für die biokulturelle Vielfalt in Deutschland

Unter dem Motto „Essen, was man retten will!“ bewahrt die Arche des Geschmacks von Slow Food bundesweit Lebensmittel, Nutztierrassen, Gemüse- und Obstsorten vor dem Vergessen. Und das mit Erfolg: Einige Passagiere sind längst nicht mehr so bedroht, wie sie es zum Zeitpunkt ihrer Aufnahme in die Arche waren. Sie haben sich am Markt etabliert. Dabei unterstützen starke Netzwerke und Menschen vor Ort, die für sie Markenkern und Vertrieb aufbauen. Ebenso Verbraucherinnen und Verbraucher, die Regionalität außerhalb konventioneller Supermärkte und Gastronomie leben und erfahren möchten.
Was haben Alblinse, das Bamberger Hörnla und die Nordhessische Ahle Wurscht gemeinsam? Alle wurden in den ersten Jahren des Bestehens der Arche des Geschmacks in Deutschland, zwischen 2004 und 2007, als Passagiere aufgenommen. Als solche zeichnen sie sich durch individuelle Geschmäcker, Aromen, Farben und Formen aus, die sie Landschaft, Natur und dem Wissen der Menschen einer Region verdanken. Und sie sind Mutmacher wenn es darum geht, kaum mehr verbreitete Erzeugnisse wieder am Markt zu etablieren. Wie das gelingt? Vor allem durch Netzwerke, bestehend aus Produzentinnen und Produzenten, Slow-Food-Aktiven, Gastronomen sowie Verantwortlichen aus Tourismus- und Regionalförderung.
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Fakten rund um Sojamittel-Importe – Alternative Rheinische Ackerbohne

Aktuelle Diskussionen konstatieren, dass Deutschland immer mehr Soja für Futtermittel importiert. In einem Dossier beschäftigt sich die in Bonn erscheinende Agrarfachzeitschrift LZ Rheinland mit den Fakten rund um Sojamittel-Importe. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin. Die Daten dazu stammen aus einem Report zu Futtermitteln der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).
Gut ein Viertel des verdaulichen Eiweißes stammte laut BLE im Wirtschaftsjahr 2018/19 aus importierten Futtermitteln. Hiervon lieferte Sojaschrot einen Beitrag von gut 75 %. Bezogen auf die Eiweißkomponente bleibt Sojaschrot damit weiterhin das mit Abstand wichtigste Importfuttermittel. Schließlich sind die Ernteerträge von in Europa angebautem Soja immer noch deutlich niedriger als bei Soja aus Übersee. Im Vergleich zu den Vorjahren wird laut BLE-Bericht übrigens weniger Sojaschrot eingesetzt.
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