Schutzmaßnahmen gegen den Wolf werden gefördert

Ab dem kommenden Montag, 15. Juli, können Wanderschäfer, die mit ihren Herden durch Wolf- und Wolfspräventionsgebiete ziehen, eine Förderung für Maßnahmen zum Schutz gegen den Wolf beantragen. Dann tritt eine entsprechende Förderrichtlinie des Ministeriums der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, in Kraft. Für das so genannte ‚Bundesprogramm Wolf‘ stehen 1,05 Millionen Euro zur Verfügung.
Julia Klöckner: „Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland ist ein Erfolg des Artenschutzes. Gleichzeitig stellt sie insbesondere die heimischen Wanderschäfer vor große Herausforderungen. Denn die Errichtung, Überwachung und Absicherung wolfsabweisender Zäune und anderer Schutzmaßnahmen kostet nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld. Den finanziellen Mehraufwand der Wanderschäfer wollen wir mit unserem ‚Bundesprogramm Wolf‘ ausgleichen. Vorgesehen ist eine Prämie von 36 Euro pro Wanderschaf. Mir ist es ein wichtiges Anliegen, so zum bestmöglichen Schutz der Schafe und Herden beizutragen.“ Weiterlesen: Titel klicken.

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Die Rettung der deutschen Stachelbeere

Um ein Haar wäre der Anbau von Stachelbeeren vor 10 Jahren eingebrochen. Wäre da nicht Konrad Linkenheil, Mitinhaber des Spreewaldhofs, gewesen: Mit Leidenschaft und Begeisterung widmete sich der passionierte Hersteller von Obstkonserven der Rettung der süß-sauren Stachelbeeren. Aktuell ist Deutschland der weltweit größte Produzent von Stachelbeeren*. Vor 10 Jahren sah dies ganz anders aus: „Als 2009 die Preise für die Stachelbeeren extrem sanken, hat niemand mehr Stachelbeeren angeboten“, erinnert sich Konrad Linkenheil. „Wir haben uns gefragt, wie schaffen wir es diese hundert Jahre alte Beerensorte in Deutschland zu erhalten?“ Die Antwort: eine eigene Stachelbeerplantage bewirtschaften zusammen mit Vertragsbauer Frehn in Schöneiche (Stadtteil von Golßen im Spreewald). Damals waren es 24 Hektar, heute gedeihen die Beeren der Sorte Invicta auf 50 Hektar. Der Mut hat sich ausgezahlt. Jährlich werden auf dieser Fläche 300-400 Tonnen Stachelbeeren geerntet, die dann im Spreewaldhof verarbeitet werden. Vom Anbau bis hin zum Einmachen der Beeren passiert alles im Spreewald. Gesamter Text: Auf Überschrift klicken.

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Helden vom Feld – RLV startet Imagekampagne mit Junglandwirten

„Helden vom Feld“ – das ist der Titel einer neuen Imagekampagne, die der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) heute startet. Kernstück sind Aufnahmen von rheinischen Junglandwirtinnen und Junglandwirten bei ihrer täglichen Arbeit. „Wir wollen zeigen, wie vielfältig Landwirtschaft ist“, so RLV-Präsident Bernhard Conzen. „Landwirtschaft ist nicht nur ein Beruf, es sind viele Berufungen zugleich.“ Welche Jobs man als Landwirt so erfüllt, das sei laut RLV Inhalt der neuen Kampagne.
„Ein Landwirt ist eben nicht ‚nur‘ Milchviehhalter oder Ackerbauer. Es gehören viel Know-how, Wissen und auch Visionen für die Zukunft dazu“, so Conzen weiter. Ein Landwirt muss nicht nur seine Tiere versorgen, er muss auch das Futter produzieren, seine Flächen pflegen und auf veränderte Bedingungen und Witterungen reagieren. Ein Kuhflüsterer sei genauso ein Feldverbesserer und Wetterfrosch. „Wir freuen uns sehr, dass unsere acht Junglandwirtinnen und Junglandwirte bei diesem Projekt direkt dabei waren. Wir haben eine starke Basis und tolle junge Menschen, die diesen Job mit viel Herzblut und Mut zu Innovation ausführen. Darauf können wir Rheinländer wirklich stolz sein“, so Conzen abschließend.

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Etappensieg: Europäische Bürgerinitiative „End the Cage Age“ erreicht über eine Million Unterschriften

Millionen Nutztiere in Europa fristen ein qualvolles Dasein in engen Käfigen. Jetzt gibt es Hoffnung: Gerade erreichte die Europäische Bürgerinitiative „End the Cage Age“ eine Million Unterschriften gegen die Käfighaltung von Nutztieren in Europa. Mehr als ein Drittel aller Stimmen kam dabei aus Deutschland. Zu dem von Compassion in World Farming ins Leben gerufenen Netzwerk aus über 170 europäischen Tier- und Umweltschutzorganisationen, gehören in Deutschland die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Animal Equality Germany e.V., foodwatch e.V., PROVIEH e.V., Deutsches Tierschutzbüro e.V., VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz.
Eine Million Unterschriften für die „End the Cage Age“ Bürgerinitiative stellen bereits einen bedeutenden Meilenstein dar. Besonders erfreulich: ein Drittel der Unterschriften stammt dabei aus Deutschland. „Dass sich schon jetzt so viele Menschen der Forderung nach einem Ende der Käfighaltung angeschlossen haben, ist ein gutes Signal für die Tiere und ihre Rechte. Wir freuen uns, dass wir unseren Beitrag zu diesem Erfolg leisten konnten und hoffen, dass es am Ende zu einem besseren Leben für alle Tiere führen kann“, so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros.

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Vier neue Biobauern erhalten Förderpreis – Auszeichnung durch Bundesumweltministerin Svenja Schulze

NABU und Alnatura fördern Umstellung auf ökologische Landwirtschaft – Neue Bewerbungen bis Ende Juli möglich
Vier künftige Bio-Bauern erhalten am heutigen Sonntag finanzielle Unterstützung für die Umstellung ihres Betriebes von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft. Sie alle wurden von Bundesumweltministerin Svenja Schulze im Rahmen des NABU-Projekts „Gemeinsam Boden gut machen“ ausgezeichnet.
Mit dem Projekt möchte der Umweltverband, unterstützt durch die „Alnatura Bio-Bauern-Initiative“ (ABBI) und weitere Hersteller der Bio-Branche, den Ausbau der Bio-Landwirtschaft in Deutschland voranbringen. Die Landwirte erhielten ihre Auszeichnung im Rahmen des Umweltfestivals der Grünen Liga am Brandenburger Tor. Ihre Betriebe liegen in Bayern und Schleswig-Holstein.

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Sprechererklärung zum Vorwurf von foodwatch, das Bundesministerium habe eine Studie zur Nährwertkennzeichnung zurück gehalten

Zu dem von unserer Redaktion veröffentlichten Beitrag von foodwatch zur Nährwertkennzeichnung äußerst sich nun das BMEL:
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft arbeitet an einer für die Verbraucher verständlichen, erweiterten Nährwertkennzeichnung, denn die gesunde Wahl soll zur leichten Wahl werden. Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, das bestehende Nährwertkennzeichnungsmodell weiterzuentwickeln. Vor diesem Hintergrund befindet sich unser Ministerium schon seit Längerem im Austausch mit unserer nachgeordneten Behörde, dem Max-Rubner-Institut (MRI), damit die wissenschaftlichen Grundlagen hierzu erarbeitet werden.

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NABU – Studie legt Lobby-Netz des Deutschen Bauernverbands offen

Der NABU stellte gestern eine neue Studie vor, die das Netz der Agrarlobby in Deutschland offenlegt. „Unser Ziel ist es, Transparenz in das enge Beziehungsgeflecht zwischen Agrarpolitik, Agrarwirtschaft und Bauernverband zu bringen. Denn seit Jahren werden Entscheidungen gegen das Gemeinwohl getroffen, bei der Düngeverordnung genauso wie bei der Verteilung der milliardenschweren Agrarsubventionen. Daher muss transparent sein, wo in Parlamenten und Wirtschaft Agrarfunktionäre mitreden und welchen Einfluss sie nehmen können“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Beauftragt hat der NABU die Studie beim Institut Arbeit und Wirtschaft (iaw) der Universität Bremen. Mehr als 150 Personen und Institutionen haben die Wissenschaftler beleuchtet, aus Finanzwirtschaft, Agrochemie, Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Verbänden. Besonderes Augenmerk richteten sie auf den Deutschen Bauernverband (DBV), die einflussreichste Lobby-Organisation der deutschen Landwirtschaft. Sichtbar wurden insgesamt 560 Verbindungen sowie mehrere Netzwerk-Knotenpunkte in Berlin und Brüssel.

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Neue NABU-Studie: So kann die Artenvielfalt auf Äckern und Wiesen gerettet werden

Auf Deutschlands Äckern und Wiesen wird es immer stiller. Doch das Artensterben kann gestoppt werden, sofern die EU-Agrarpolitik deutlich mehr Geld für den Naturschutz bereitstellt. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die der NABU beim Institut für Agrarökologe und Biodiversität (ifab Mannheim) in Auftrag gegeben hat.
Die Agrarökologen kommen zu dem Schluss, dass 50 Prozent der Gelder, die Landwirte aktuell als Direktzahlungen pro Hektar von der EU erhalten, künftig in die konkrete naturverträgliche Bewirtschaftung von Lebensräumen fließen müssen. Nur so werden Feldlerchen und Wildbienen ausreichend Platz finden. Für Deutschland bedeutet dies einen Finanzbedarf von etwa 2,4 Milliarden Euro jährlich.

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Studie der Klima-Allianz Deutschland – Klimaziele in der Landwirtschaft nur mit Abstockung der Tierbestände zu erreichen

Die Klima-Allianz Deutschland kritisiert die geplanten Maßnahmen von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zur Erreichung der Klimaziele im Bereich Landwirtschaft als zu unkonkret und unzureichend. Eine Studie des Öko-Instituts zur Bewertung von Maßnahmenvorschlägen der deutschen Zivilgesellschaft zeigt, wie das 2030-Ziel sicher erreicht werden kann.
„Das Maßnahmenpaket, das Ministerin Klöckner vorsieht, basiert offenbar auf unrealistischen Annahmen und reicht nicht aus, das Klimaziel zu erreichen. Die Emissionen aus der Tierhaltung machen einschließlich der Futterproduktion rund 70 Prozent aller Agraremissionen aus. Nur mit einer Abstockung der Tierbestände können die Klimaziele in der Landwirtschaft erreicht werden. Das ist das zentrale Ergebnis der Studie. Ministerin Klöckner schließt diese Option jedoch kategorisch aus“, so Gerald Wehde, Geschäftsleiter Agrarpolitik bei Bioland. „Weniger ist mehr,” ergänzt Felix Domke, Leiter Politik von ProVeg Deutschland. „Eine Reduktion des Konsums von Milch- und Fleischprodukten um ein Viertel brächte eine jährliche Einsparung von 7,8 Mio. Tonnen CO2.“

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Bioland stellt erstmals Bildungsmaterialien zu den Themen Getreide und Kartoffel vor

Der Verband für ökologischen Landbau, Bioland, hat erstmals Bildungsmaterialien veröffentlicht. Die ersten beiden Ausgaben der kompakt gestalteten Materialien der Reihe „Lerne mit Bioland“ beschäftigen sich mit den Themen Getreide und Kartoffel. Die Unterlagen richten sich an alle, die mit Schülern der Altersstufen sechs bis zwölf Jahren einfach und verständlich landwirtschaftliche Themen des Biolandbaus entdecken möchten.
Lehrer können damit auf Informationen zur Frucht und zum Anbau sowie auf ergänzende Arbeitsblätter und Spiele zurückgreifen. Die Schüler können in kleinen Versuchen im wörtlichen Sinne lernen, über den Tellerrand hinauszuschauen. Auch Landwirte erhalten Ideen, wie sie die Themen im Rahmen bauernhofpädagogischer Angebote vermitteln können.

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