Masterarbeit von Caroline Barth – Praxishandbuch zur nachhaltigen Take Away Gastronomie

Immer öfter erkundigen sich Gäste nach der Klimabilanz und Herkunft der Lebensmittel. Gastronomiebetriebe müssen sich mehr und mehr auf diesen Trend einstellen, so der der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA). Das gilt nicht nur für den wachsenden Außer-Haus-Markt. Betriebe sind daher auf Tipps und Informationen zum Thema angewiesen.

Um nachhaltige Gastronomie dreht sich die Masterarbeit von Caroline Barth. (Foto: FH Münster/Dzemila Muratovic)
Um nachhaltige Gastronomie dreht sich die Masterarbeit von Caroline Barth. (Foto: FH Münster/Dzemila Muratovic)

Das Handbuch, welches aus dem Forschungsprojekt „Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren in der Außer-Haus-Gastronomie“ (NAHGAST) entstanden, klärt auf. In diesem Projekt, welches ihre Masterarbeit war, übersetzt Caroline Barth wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt in praktische Handlungsempfehlungen zu Kernprozessen, die in Großküchen ablaufen.

Caroline Barth wurde dafür als Absolventin des Fachbereichs Oecotrophologie – Facility Management der FH Münster mit dem Hochschulpreis ausgezeichnet.

Die 28-Jährige hat die Rohfassung des Handbuchs auf seine Akzeptanz und Praxistauglichkeit untersucht. „Dabei stand im Mittelpunkt, wie gut die Webseiten als Transferinstrument funktionieren“, erklärt sie. Was lag da näher, als die Beschäftigten der Praxisbetriebe selbst zu fragen? Barth organisierte mehrere Fokusgruppendiskussionen, in denen die Benutzerfreundlichkeit, auch Usability genannt, Thema war. „Es gab auch Aussagen, dass die Webseiten zum Handbuch nicht intuitiv bedienbar seien“, erklärt die Absolventin des Masterstudiengangs Nachhaltige Dienstleistungs- und Ernährungswirtschaft, die inzwischen in Berlin lebt und als Biokontrolleurin arbeitet.

Das andere wichtige Feld ihrer Untersuchung war die Praxistauglichkeit. „Beispielsweise wünschten sich einige Teilnehmer*innen mehr Tipps und Erfahrungsberichte.“ Auf Grundlage ihrer Erkenntnisse identifizierte Barth Kriterien, die ein Praxishandbuch charakterisieren. Außerdem leitete sie Empfehlungen für seine Weiterentwicklung ab. Diese betrafen insbesondere die Aspekte Funktion, Texte, Struktur, Design und Praxisbezug.

Erst kürzlich ist das vom Bundesforschungsministerium geförderte Projekt Nahgast in seiner zweiten Phase offiziell abgeschlossen worden. In die Überarbeitung des Praxishandbuchs sind die Empfehlungen aus der ausgezeichneten Masterarbeit eingeflossen. „Caroline Barth hat wichtige Erkenntnisse für den Transfer von Forschungsergebnissen geliefert“, sagt Prof. Dr. Petra Teitscheid, die Erstbetreuerin der Arbeit. Die Wirtschaftswissenschaftlerin hat auch das Nahgast-Projekt geleitet.

Weitere Informationen findet man unter HOME – NAHGAST

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