Wenn man die Luft aus dem Industrie-Eis rauslässt…

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat industriell produziertes Eis unter die Lupe genommen. Hier ist oft viel Luft im Spiel, mit welcher das Eis aufgeschlagen wird, um einen cremigen Effekt zu generieren aber natürlich auch, um Kosten bei der Produktion zu sparen. Denn der Kunde erfährt beim Einkauf nicht, wieviel Luft das Speiseeis enthält. Denn die Angabe auf der Verpackung wird immer als Volumen dargestellt. Vom Gesetz her ist es nicht verpflichtend das Gewicht anzugeben. In eindrücklichen Bildern dokumentiert die Verbraucherzentrale Hamburg, wieviel von einem so aufgeschlagenen Eis wirklich „Eis“ ist.

Auch beim Edeka-Bio-Eis wird Luft untergeschlagen - Foto: Verbraucherzentrale Hamburg
Auch beim Edeka-Bio-Eis wird Luft untergeschlagen – Foto: Verbraucherzentrale Hamburg

“Die Schaumschläger unter den Eisherstellern profitieren von der aktuellen Rechtslage. Dass sich daran wohl auch in Zukunft nichts ändern wird, ist ärgerlich und nicht nachvollziehbar”, sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Der Gesetzgeber hatte ursprünglich vorgesehen, die Kennzeichnung von Speiseeis mit einer Masseeinheit wie Gramm verbraucherfreundlicher zu gestalten. “Doch die Lobbyisten der Lebensmittelindustrie haben sich mal wieder durchgesetzt und die Verbraucher stehen hinten an”, so Valet.

Weitere ausführliche Informationen zum Thema und eine Bilderstrecke mit ausgewählten Fertigeisprodukten ist zu finden auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg: http://www.vzhh.de/lufteis