Studierende der FH Münster als Imker tätig

Die Studierende der Uni Steinfurt haben Konkurrenz bekommen: Auch Studierende am Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management in Münster haben Ihre erste Honigernte eingebracht und verarbeiten diese jetzt weiter. Für alle Beteiligte ein spannendes Erlebnis.

Bevor der Honig fließen konnte, mussten die Studierenden noch einige Vorarbeiten leisten. (Foto: FH Münster/Dzemila Muratovic)

13 Kilogramm Honig hat ein Bienenvolk vom Campus Steinfurt der FH Münster vorgelegt. Das regionale Lebensmittel soll vor allem als Geschenk für Gäste dienen. „Mal sehen, ob ihr das überbieten könnt“, sagte Prof. Dr. Isabelle Franzen-Reuter, FH-Vizepräsidentin für Lehre, Nachhaltigkeit und Hochschulplanung, lachend zu „Imkerkollege“ Prof. Dr. Guido Ritter. Franzen-Reuter, die auch Hochschullehrerin am Steinfurter Fachbereich Energie – Gebäude – Umwelt ist, hatte für die Biomonitoring-Lehrveranstaltung Honigbienen auf dem Campus angesiedelt. Zur Honigernte war Franzen-Reuter mit Studierenden und Mitarbeitern ins food lab muenster gekommen, weil das Labor für Lebensmitteltechnologie über die notwendige Ausstattung mitsamt Honigschleuder verfügt. Dessen wissenschaftlicher Leiter Ritter begleitete die Ernte. Vor drei Jahren hatte der Ernährungswissenschaftler das Imkerei-Seminar „Schwarmintelligenz“ für Oecotrophologie-Studierende in Münster initiiert.

Ein paar Tage nach den Kommiliton*innen aus Steinfurt waren sie mit der Ernte dran. Doch bevor es losgehen konnte, trugen sie zunächst die Waben in das food lab muenster. Die Bienen leben auf einer Wiese in der Nähe des Fachhochschulzentrums, dort ist der Standort des Fachbereichs Oecotrophologie – Facility Management. Danach erklärte Ritter die Schritte: zunächst das Wachs entdeckeln, dann Waben schleudern und den Honig sieben.

Als eine Studentin die Klappe an der Schleuder öffnete und der erste Honig durch ein Sieb in einen Eimer strömte, tönte ein Raunen durch den Raum, einige filmten den besonderen Moment. „Die Qualität stimmt“, stellte Ritter fest, nachdem er den Honig probiert und einen Blick durch das Refraktometer geworfen hatte. Mit 17,5 Prozent Wassergehalt entspricht der Honig den lebensmittelrechtlichen Vorgaben. Er schmecke würzig, im Abgang etwas bitter. Zu erkennen seien mediterrane Noten wie die von Thymian, analysierte der Sensorikexperte. „Und wir haben die Steinfurter geschlagen“, sagte Ritter mit einem Augenzwinkern. 17 Kilogramm zeigte die Waage an.

Wenn sich die Honigbienen in der kalten Jahreszeit zu einer Wintertraube zusammenschließen, arbeiten die Studierenden am Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management mit dem Honig weiter. In den Laboren produzieren sie Produkte wie etwa Met, untersuchen den Honig sensorisch und analysieren die chemische Zusammensetzung sowie die Sorte anhand der Pollen.


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