Warum Gurken im Winter rar und teuer sind
Salatgurken haben in den Wintermonaten keine Saison, was sich deutlich im Preis bemerkbar macht. Im Dezember lagen die Kosten laut Verbraucherzentrale NRW rund 43 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Ursache sind vor allem ungünstige Wetterbedingungen in wichtigen Anbauländern wie Spanien und den Niederlanden. Gleichzeitig führt das ganzjährige Angebot dazu, dass viele Verbraucher die natürliche Saisonalität von Gemüse aus dem Blick verlieren. Die Verbraucherzentrale NRW rät daher, im Winter gezielt auf saisonale Alternativen zurückzugreifen.

Saisonales Gemüse als Alternative
In der kalten Jahreszeit haben unter anderem Grünkohl und Rosenkohl Saison. Diese lassen sich gut mit sogenannter Lagerware wie Kartoffeln, Möhren, Rot-, Weiß- oder Spitzkohl sowie Porree kombinieren. Lagerware bezeichnet Gemüse- und Obstsorten, die im Herbst geerntet und über den Winter hinweg gelagert werden können. Daraus entstehen preiswerte Gerichte wie Rosenkohl-Kartoffel-Quiche, Wirsing-Eintopf oder Kürbis mit Kartoffeln vom Blech. So können importierte oder energieintensiv angebaute Sorten wie Auberginen, Paprika oder Brokkoli problemlos ersetzt werden.
Vielfalt auch im Winter
Die Auswahl muss sich jedoch nicht auf klassische Kohlsorten beschränken. Feldsalat und Rucola sind zu Jahresbeginn ebenfalls frisch aus der Region erhältlich, häufig aus geschütztem, ungeheiztem Anbau. Auch Rote Bete, Radicchio, Steckrüben oder Pastinaken stammen im Winter aus regionaler Erzeugung. In Kombination mit Hülsenfrüchten wie Linsen oder Bohnen entstehen nahrhafte und eiweißreiche Mahlzeiten. Damit lassen sich abwechslungsreiche und ausgewogene Gerichte zubereiten.
Preiswerte Winterküche
Besonders geeignet für die Wintersaison sind verschiedene Quiche-Varianten, etwa mit Rosenkohl und Kartoffeln oder mit Wirsing. Ebenfalls beliebt sind Wurzelgemüse-Lasagnen, mit Grünkohl gefüllte Cannelloni oder eine Pastinaken-Pizza. Auch einfache Ofengerichte wie Kürbis und Kartoffeln vom Blech mit Knoblauchdip sind saisonal und kostengünstig. Solche Rezepte nutzen regionale Zutaten optimal aus. Gleichzeitig sorgen sie für Abwechslung in der kalten Jahreszeit.
Regional und saisonal einkaufen
Der Einkauf regionaler Produkte bietet mehrere Vorteile. Obst und Gemüse aus der Region sind meist frischer und aromatischer als Ware mit langen Transportwegen. Produkte, die im Winter aus beheizten Gewächshäusern stammen oder importiert werden, verursachen einen hohen Energieverbrauch und belasten das Klima. Ein ökologischer Vorteil entsteht nur, wenn die Erzeugnisse saisonal und ohne Beheizung angebaut werden. Zudem sind heimische Produkte häufig geringer mit Pflanzenschutzmitteln belastet und unterstützen regionale landwirtschaftliche Betriebe.
Weiterführende Informationen:
- Hier geht es zum Saisonkalender: www.verbraucherzentral…node/17229
- Mehr zu Linsen, Bohnen, Erbsen: www.verbraucherzentrale.nrw/node/12759
- Vegetarische Rezepte: www.verbraucherzentrale.nrw/node/68378
- Klimaschutz beim Essen und Einkaufen: www.verbraucherzentrale.nrw/node/10442
- Ratgeber „So gut schmeckt Klimaschutz“: https://shop.verbrauch…limaschutz
