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Slow Food Projekt „PeerFarm“: Digitaler Wissenstransfer für eine nachhaltigere Landwirtschaft

Der Verein Slow Food Deutschland hat gemeinsam mit Forschungspartnern das Projekt „PeerFarm“ gestartet. Ziel ist es, den praxisnahen Austausch zwischen LandwirtInnen systematisch zu erweitern. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich bewährtes Erfahrungswissen aus der Landwirtschaft besser verbreiten lässt. Dafür werden digitale und hybride Lernformate mit Peer-to-Peer-Ansätzen kombiniert. Das Vorhaben soll dazu beitragen, agrarökologische Methoden schneller und breiter in die landwirtschaftliche Praxis zu bringen.

Feld bei Korschenbroich – Foto: Denise Cézanne-Güttich,Tutti i sensi

Wissen aus der Praxis skalieren

Viele nachhaltige Anbaumethoden – etwa Kompostierung, Humusaufbau, Agroforstsysteme oder ganzheitliches Weidemanagement – sind bereits in einzelnen Betrieben erprobt. Bislang bleibt dieses Wissen jedoch häufig lokal begrenzt. Klassische Demonstrations- und Schulungsformate erreichen nur einen kleinen Kreis von Interessierten. „PeerFarm“ setzt genau hier an und untersucht, wie sich dieser Wissenstransfer digital unterstützen und skalieren lässt. So sollen mehr Betriebe von erfolgreichen Praxisansätzen profitieren können.

Digitale Formate und Co-Produktion mit Betrieben

Kern des Projekts ist die Entwicklung digitaler Lern- und Austauschformate. Geplant sind unter anderem Videos, Podcasts und interaktive Module in Form von Microlearning-Einheiten, die sich flexibel in den Arbeitsalltag integrieren lassen. Die Inhalte werden nicht ausschließlich wissenschaftlich erstellt, sondern gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben entwickelt. Dieser sogenannte Co-Produktionsansatz soll sicherstellen, dass die Formate praxisnah und anwendungsorientiert bleiben. Erprobt werden die Ansätze in einem Reallabor.

Verbindung von Forschung und Praxis

Koordiniert wird das Projekt vom inter 3 Institut für Ressourcenmanagement als wissenschaftlichem Partner. Ergänzt wird dies durch die enge Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben und Bildungsakteuren. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse und praktisches Erfahrungswissen systematisch zusammenzuführen. Dadurch soll ein transdisziplinärer Ansatz entstehen, der über klassische Forschungs- und Bildungsformate hinausgeht.

Förderung und langfristige Perspektive

„PeerFarm“ wird im Rahmen des Programms „Nachhaltig im Beruf – zukunftsorientiert ausbilden“ gefördert. Verantwortlich sind das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus). Langfristig sollen die entwickelten Materialien frei zugänglich sein und auch in der beruflichen Aus- und Weiterbildung genutzt werden. Damit versteht sich das Projekt als Impulsgeber für eine stärker vernetzte und nachhaltige Landwirtschaft.

Das Projekt „PeerFarm“ wird im Rahmen des Programms „Nachhaltig im Beruf – zukunftsorientiert ausbilden“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. 

Wissenschaftliche Ansprechpartnerin:

Lena Horlemann 

inter 3 Institut für Ressourcenmanagement 

horlemann@inter3.de | +49(0)30 3434 7446 

Ansprechpartnerin bei Slow Food Deutschland: 

Anika Meister

a.meister@slowfood.de | +49(0)30 20004 75 -18

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier: https://www.inter3.de/forschungsfelder/projekte/details/peerfarm 

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