Drei-Tage-Faustregel – So wird der Feiertags-Einkauf 2020 stressfrei

Volle Parkplätze, lange Schlangen an der Kasse, und dann ist ausgerechnet der Lieblingswein ausverkauft. Vor langen Wochenenden platzen Supermärkte und Einkaufsläden aus allen Nähten. „Hamsterkäufe“ kurz vor Feiertagen sorgen für einen hohen Stressfaktor und schlechte Laune. Aus diesem Grund gibt Tim Seithe, Einzelhandel-Experte und CEO von Tillhub, eine Übersicht über alle verlängerten Wochenenden sowie Feiertage und erklärt die Shopping-Faustregel für leere Einkaufsgassen.

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Lange Supermarktschlangen vor verlängerten Wochenenden

Lange Wochenenden bedeuten Entspannung – und Stress. Bevor Verbraucher ausgiebig das Ende der Arbeitswoche genießen können, steht ein großer Einkauf an. Schließlich haben an gesetzlichen Feiertagen alle Arbeitnehmer frei, auch Verkäufer und Händler. Um lange Schlangen an der Kasse zu vermeiden, sollten größere Einkäufe nicht erst in letzter Minute vor dem Feiertag stattfinden, sondern vorausschauend geplant sein. Damit alle Besorgungen stressfrei über die Bühne gehen, müssen Verbraucher Shopping-Touren genug Vorlauf geben, damit sie dem großen Ansturm auf die Supermarktregale entgehen.

Faustregel: Drei Tage im Voraus einkaufen gehen

Ob Empfang des Heiligen Geistes oder Ehrung der Arbeiterbewegung – die Anlässe für verlängerte Wochenenden sind verschieden. Die Faustregel lautet, drei Werktage vor gesetzlichen Schließtagen einkaufen zu gehen. Fällt also der Feiertag, wie der Pfingstmontag Anfang Juni, auf einen Montag, empfiehlt es sich, im besten Falle bereits am Donnerstag der Vorwoche alles Notwendige zu erledigen. Anlässe wie der Tag der Arbeit oder der Tag der deutschen Einheit werden 2020 an Freitagen gefeiert. Hier lohnt es sich bereits am Dienstag vor den Supermarktregalen zu stehen, um dem großen Andrang vor dem langen Wochenende zu entfliehen. Besondere Vorbereitungen erfordern bundesweite Feierlichkeiten und Ereignisse. Während an Ostern der Karfreitag und der Ostermontag für eine extra lange arbeitsfreie Zeit sorgen, bescheren auch die Weihnachtstage und Neujahr traditionell überfüllte Geschäfte.

Feiertag an einem … Bester Shopping-Termin Betrifft 2020…
Montag Donnerstag Heilige Drei Könige (Bayern, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg)
Mittwoch Samstag Neujahr, Buß- und Bettag (Sachsen)
Donnerstag Montag Christi Himmelfahrt, Heiligabend*, Fronleichnam (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland), Silvester*
Freitag Dienstag Karfreitag, Tag der Arbeit, Tag der Befreiung (Berlin)
Samstag Mittwoch Tag der Deutschen Einheit, Reformationstag (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein), Augsburger Friedensfest (Augsburg), Mariä Himmelfahrt (Bayern, Saarland)
Sonntag Donnerstag Weltkindertag (Thüringen), Frauentag (Berlin), Allerheiligen (Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland)

* Heiligabend und Silvester sind laut Gesetzgeber keine offiziellen Feiertage

Bayern und Sachsen-Anhalt mit den meisten langen Wochenenden

Malochen im Pott, Ausschlafen im Land der Frühaufsteher – Es gibt regionale Unterschiede in der Anzahl der verlängerten Wochenenden. So profitieren Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt und Bayern von den meisten Feiertagen, die auf Mon- oder Freitage fallen. Der evangelische Reformationstag beschert vor allem dem Norden und dem Osten Deutschlands einen stressigen Wochenendeinkauf. Dieser Feiertag fällt auf einen Samstag, in diesen Regionen ist der Mittwoch der ideale Shopping-Zeitpunkt. Arbeitnehmer in Bayern, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg freuen sich außerdem über ein weiteres langes Wochenende kurz nach der Weihnachtszeit. Hier werden die Heiligen drei Könige 2020 an einem Montag gefeiert. Zwei Bundesländer haben sogar exklusive Feiertage, die zu verlängerten Wochenenden führen: Anfang August wird in Bayern das Augsburger Friedensfest gefeiert, während Berliner sich im Mai über den Tag der Befreiung freuen. Einwohner der Hauptstadt profitieren übrigens nicht nur von mehr verlängerten Wochenenden, sondern auch von den bundesweit meisten verkaufsoffenen Sonntagen.