Prosecco DOC geht großen Schritt in Sachen Nachhaltigkeit

Als erstes Weinanbaugebiet der Welt geht Prosecco DOC neue Wege in Sachen Nachhaltigkeit. Konsortiumspräsident Stefano Zanette hatte bereits im Februar erste konkrete Schritte in Richtung der Systemzertifizierung angekündigt, die viele Diskussionen auslösten. Am fünften April wurden nun in der Mitgliederversammlung des Konsortiums offiziell die Weichen für einen nachhaltigen Anbau von Prosecco DOC gestellt. „Wir haben den Stein ins Rollen gebracht, von hier aus gibt es kein Zurück. Aber das Ziel ist ambitioniert und der Weg zur allumfassenden Nachhaltigkeit ist lang – wir müssen Schritt für Schritt vorgehen“, so Zanette direkt nach der Hauptversammlung, in der die komplette Beseitigung von Glyphosat, Mancozeb und Folpet ab dem Weinjahr 2018 beschlossen wurde. Diese in der Weinwelt bahnbrechende Maßnahme wird für alle Produzenten obligatorisch, die die kontrollierte Ursprungsbezeichnung Prosecco DOC führen wollen.

Prosecco DOC – President-Stefano-Zanette-General-Manager-Luca-Giavi – Foto: Prosecco DOC

Das überarbeitete Anbauregularium Vademecum Viticolo 2017, das bei der gerade zu Ende gegangenen Vinitaly präsentiert wurde, empfiehlt einen Verzicht auf Pflanzenschutzmittel bereits im laufenden Jahr. Die Richtlinie können Produzenten zurzeit noch freiwillig befolgen, um sich mit den neuen Statuten vertraut zu machen. Die Entschlossenheit, mit der das Konsortium sich dem Thema Nachhaltigkeit widmet, beschränkt sich jedoch nicht nur auf landwirtschaftliche Praktiken, die Wasser, Luft und Boden schützen. Auch ökonomische und soziale Aspekte werden Schritt für Schritt in die Strategie des Anbaugebiets einfließen: „Das vor uns liegende Jahr bis zur verpflichtenden Eliminierung der Pflanzenschutzmittel gibt uns die Zeit, die wir benötigen, um ein noch ehrgeizigeres Ziel zu erreichen: unter Einbezug der gesamten Lieferkette passende Lösungen zu schaffen und ein Nachhaltigkeitszertifikat für die gesamte Ursprungsbezeichnung einzuführen“ erklärt Zanette.