Kefir und Co.: Wie fermentierte Milchprodukte die Darmgesundheit unterstützen
Nach den kalorienreichen Feiertagen mit vielen Plätzchen und deftigen Speisen profitiert der Darm besonders von einer Extraportion nützlicher Mikroorganismen. Wer regelmäßig Sauermilchprodukte wie Kefir oder Buttermilch verzehrt, kann seine Darmflora gezielt unterstützen. Selbst hergestellter Kefir gilt dabei als besonders wertvoll und lässt sich mit wenig Aufwand zubereiten. Benötigt werden lediglich frische Milch und Kefirknospen, die den Fermentationsprozess in Gang setzen. Innerhalb von etwa zwölf bis 48 Stunden entsteht daraus ein cremiges, leicht prickelndes Getränk, das als bekömmlich gilt und vielseitig verwendet werden kann.

Im Unterschied zum handelsüblichen „Kefir mild“ entwickelt sich bei selbst gemachtem Kefir eine größere Bandbreite an nützlichen Mikroorganismen. Neben Milchsäurebakterien sind auch Hefen aktiv, die Milchzucker in Kohlendioxid und sehr geringe Mengen Alkohol umwandeln. Dadurch erhält der Kefir seinen charakteristisch frischen, leicht spritzigen Geschmack. Industriell hergestellter „Kefir mild“ enthält hingegen kaum aktive Hefen und wird mit standardisierten Bakterienkulturen produziert, erläutert Ernährungsexpertin Katrin Böttner von der Verbraucherzentrale NRW. Kefir eignet sich unter anderem für Smoothies mit püriertem Obst, fürs Müsli oder als Basis für Saucen. Wer nicht selbst fermentieren möchte, kann auch mit gekauftem Kefir, Joghurt, Ayran oder Buttermilch etwas für die Darmgesundheit tun – idealerweise regelmäßig und pur, ohne Zucker, Fruchtkonzentrate oder Zusatzstoffe.
