Trip Advisor kürt das Restaurant The Black Swan in Oldstead zum besten Gourmetrestaurant der Welt.

Am elften Oktober kürte der Trip Advisor das britische Restaurant The Black Swan zum besten Gourmetrestaurant der Welt. Ein Weißwein vom Spitzerberg (Carnuntum) wird dort zum Degustationsmenü serviert.

Ein Michelin Stern für die jungen Banks Brüder. Und nun die Auszeichnung von TripAdvisor.

The Black Swan at Oldstead, North Yorkshire © Black Swan

Vor knapp zehn Jahren übernahmen Tommy und James Banks das Lokal. Damals war es ein heruntergekommenes Pub, und die Brüder waren 17 und 19 Jahre alt. Gemeinsam mit ihren Eltern und einem kleinen Team von Mitarbeitern machte sich das Brüderpaar an die Arbeit, renovierte, investierte und baute eine neue Küchenlinie auf. „Farm-to-fork“ wird hier in schönster Weise gelebt. Alle gemeinsam bestellen den Garten, und alle gemeinsam ernten das Gemüse, bevor es in die Küche kommt. Selbst die Inneneinrichtung wurde gemeinsam gestaltet und hergestellt, Innovation und Selbstverantwortlichkeit sind die Säulen des jungen Unternehmens.

Schon sieben Jahre später, im Alter von 24, wurde Küchenchef Tommy Banks mit einem Michelin Stern ausgezeichnet. Von TripAdvisor wurde der Black Swan vor zwei Tagen zum besten Fine Dining Restaurant der Welt ausgezeichnet, gefolgt von einem weiteren britischen Lokal, Le Manoir aux Quat’Saisons, in New Milton.

In der Weinbegleitung des Degustationsmenüs im Black Swan fällt ein österreichischer Wein auf: Prellenkirchen heißt er, und er stammt vom Weingut Muhr an der Niepoort. „Der Wein wächst am Spitzerberg in Prellenkirchen (Carnuntum)“, sagt Dorli Muhr. „Insgesamt fünfmal reichte ich ihn zur Prüfnummer ein und fünfmal fiel er als ‚qualitativ nicht entsprechend‘ durch. Schließlich füllte ich ihn als Landwein – wodurch er keine nähere Herkunft auf dem Etikett tragen darf. Somit musste ich den Namen verschlüsselt angeben.“

Für diesen Wein wurden Trauben vom Grünen Veltliner mit den Füssen gestampft und auf der Maische vergoren, anschließend reifte der Wein ein Jahr im großen Holz bevor er – gemeinsam mit etwa 10% Riesling abgefüllt wurde. „Wir haben einen ‚orange wine’ vinifiziert, bevor diese Bezeichnung existierte“ erklärt Dorli Muhr. „Solche Weine brauchen Zeit, um sich zu entwickeln. Nun, nach fünf Jahren in der Flasche, zeigt sich der Wein großartig. In Österreich stießen und stoßen wir – nicht nur bei den Verkostern der Prüfnummer – auf Unverständnis und Ablehnung. Sommeliers auf der ganzen Welt sind davon begeistert.“

James Banks vom Black Swan ist einer davon. Er serviert den Prellenkirchen 2011 zur Jakobsmuschel. Sellerie aus dem eigenen Gemüsegarten wird mit fermentiertem Selleriesaft und Dill als feine Creme dazu gereicht. „Die unglaublich attraktiven erdig-säuerlichen Töne und dazu die Süsse der Jakobsmuscheln ergeben gemeinsam mit der Weissweincuvee vom Spitzerberg ein umwerfendes Geschmackserlebnis.“, erklärt er. Die Weinkarte im Black Swan ist übrigens unterhaltsam und gleichzeitig informativ aufgebaut.

Hier geht es zur Webseite vom Black Swan.

und hier zum Weingut Muhr an der Niepoort in Österreich.