Craft Beer Tasting – Hütt Craft Edition

Hüttbiere

 

Die Brauerei Hütt im nordhessischen Baunatal bei Kassel braut nun schon in der neunten Familiengeneration Bier. Im Jahre 1752 erhielt Johann Friedrich Pierson die Braurechte verliehen.

Seite dem 21. September 2015 braut man mit der Hütte Craft Edition auch eine eigene Craft Beer Linie. Wir dürften die drei Biere der Hütt Craft Edition verkosten.

Das Etikett der 0,33 Liter Flaschen verdeutlicht gut die “Craft Edition”. Symbole informieren den Kunden über “Körper” und “Herbe”, also Hopfenstärke.

Lenchens Ale

Das Lenchens Ale hat der Braumeister dem Bier, das sein Großvater für die Großmutter Lenchen braute nachempfunden. Sie liebte ihren Garten, ihre Früchte und ihr allabendliches Bier.

Der Schaum ist sehr feinporig und haftet gut am Glas. Das gleichmäßig trübe Bier ist ist goldgelb. Die Tester erschnüffeln eine große Vielfalt an Fruchtaromen tropischer Früchte, aber auch Assoziationen an Traube, Quitte und Apfelsaft.

Das Bier zeigt sich am Gaumen recht schlank und frisch. Der Nachtrunk ist dann auch nicht langanhaltend.

Verwendet wurde Tettnanger Aromahopfen, veredelt durch Kalthopfung mit Citra Aromahopfen. Die Farbe erhält das Bier durch speziale Malzsorten. Es wir untergärig gebraut.

5,5 Volumen % Alkohol, 13,2 % Stammwürze

Weizenbock 1838

Schon 1883 bestand das Bier in einer kurfürstlichen Polizei-Kommission neben bayerischen Weissbieren. Diesem Anspruch will man auch heute noch gerecht werden.

Das Bier ist goldbraun und gleichmäßig trüb und zeigt recht wenig Schaum im Glas. Auch beim Weizenbock steigen uns starke Fruchtaromen in die Nase – vor allem Banane.

Zuerst erschmecken wir die malzaromatische Süsse, die sich dann gefällig im Mund breit macht. Letztendlich klingt das Bier rund und harmonisch am Gaumen aus.

Drei verschiedene Malz-Sorten sind hier im Einsatz. Das Bier wurde obergärig gebraut.

7,1 Volumen % Alkohol, 16,5 % Stammwürze

Äquator Bier

Hütts Interpretation eines India Pale Ales.

Um 1900 sind drei Söhne des Brauereibesitzers Heinrich Keim nach Chile ausgewandert. Das brachte den Vater auf die Idee, ein besonders haltbares Bier zu brauen, um die Reise über den Äquator und um das Kp Horn unbeschadet zu überstehen.

Der sahnige, feinporige Schaum haftet am Glas. Die Farbe ist rötlich und bernsteinfarben. Zuerst kommt das Bier recht leicht im Mund an, um dann aber recht kräftig und rezent auszudauern. Der ausgewogene Nachtrunk ist dann aber recht leicht.

Cascade und Mandarina Bavaria Hopfen sollten Herbe und Fruchtnoten geben. Ale-Hefe und die Naturtrübe führen gemäß Herstellerangabe zu guter Einbindung des Hopfens.

5,6% Volumen % Alkohol, 13,5 % Stammwürze

Direkt zum Brauhaus.