Raclette-Käse: Warum die Rinde entscheidend ist
Raclette gehört für viele zu den klassischen Weihnachts- und Silvestergerichten. Die individuell bestückten Pfännchen und der geschmolzene Käse stehen dabei im Mittelpunkt. Wer besonderen Wert auf das Original legt, erkennt echten Schweizer Raclette an den Bezeichnungen „Raclette Suisse“ oder „Walliser Raclette“. Diese Sorten werden aus Rohmilch hergestellt, ihre Rinde ist essbar.

Anders verhält es sich bei deutschem und französischem Raclette-Käse. „Nur originaler Schweizer Raclette besitzt eine Rotschmierrinde. Andere Raclette-Käse werden häufig außen mit einem Antibiotikum behandelt“, erklärt Angela Clausen, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale NRW. Dabei handelt es sich um Natamycin, das bei verpacktem Käse als Konservierungsstoff E235 gekennzeichnet ist. Bio-Käse bildet eine Ausnahme, da der Einsatz von Natamycin hier nicht erlaubt ist. Bei losem Käse empfiehlt es sich, direkt an der Verkaufstheke nachzufragen.
Um mögliche Rückstände des Antibiotikums zu vermeiden, rät die Verbraucherzentrale, vor dem Erhitzen etwa einen halben Zentimeter der Rinde abzuschneiden. Wissenswert ist zudem ein Blick auf die Tradition: In der Schweiz wird Raclette klassisch nicht im Pfännchen zubereitet, sondern im Raclette-Ofen, einer Art Tischgrill, bei dem ein großes Käsestück eingespannt und an der Schnittkante geschmolzen wird.
Weiterführende Informationen:
Weitere Tipps rund um Festessen und Raclette gibt es hier:
www.verbraucherzentrale.nrw/node/11231
