Fünfzig Jahre Hofpfisterei

Siegfried Stocker stand am Anfang ziemlich alleine mit seiner Idee da, nur mit ökologischem Getreide zu backen, um so die Böden vor Pestiziden zu schützen. Das erste ökologische Brot im Sortiment der Hofpfisterei war dann 1982 das Pfister Öko-Roggen-Vollkorn, bestehend aus 100 Prozent Roggen. Noch heute befindet sich diese Variante im Sortiment. Und 1994 war die Umstellung auf reine Öko-Produkte schließlich vollbracht.

Pfister Öko-Wilde-Kruste – Foto: Hofpfisterei

40 Jahre Öko – und genauso engagiert wie am Anfang! Bereits Ende der siebziger Jahre legte Öko-Pionier Siegfried Stocker zusammen mit seiner Frau Margaretha Stocker die ökologische Ausrichtung der Hofpfisterei fest. Er erstellte einen Maßnahmenkatalog und ging auf die Suche nach Landwirten, die bereit waren, ökologisches Getreide anzubauen. Trotz der anfangs geringen Resonanz ließ er sich nicht entmutigen. Siegfried Stocker war seiner Zeit deutlich voraus und verstand schon damals die Notwendigkeit, die Äcker und das Grundwasser vor Pestiziden zu schützen, so dass diese über das Getreide nicht ins Mehl und im letzten Schritt nicht ins Brot kommen können. Diesen Kerngedanken verfolgt die Hofpfisterei bis heute und noch immer ist er aktuell. 1996 bekam Siegfried Stocker den Europäischen Umweltpreis für Nachhaltiges Wirtschaften verliehen.

Heute führt Nicole Stocker das Unternehmen in dritter Generation in die Zukunft und setzt den ökologischen Weg ihrer Eltern fort. Die Hofpfisterei engagiert sich unaufhörlich für die Erhaltung der Natur und für ökologische Landwirtschaft. So unterstützt sie die 17 Ziele der Vereinten Nationen für eine Nachhaltige Entwicklung unserer Welt und Projekte wie BioRegio 2030 vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. „Ökologische Landwirtschaft ist nachhaltig und steht für eine lebenswerte Umwelt. Wir verfolgen daher bereits seit vier Jahrzehnten eine konsequent ökologische Wertschöpfungskette vom Acker über die Mühle bis zur Ladentheke“, erklärt Stocker. Das Brotgetreide bekommt die Hofpfisterei von den rund 600 Landwirten des Verbands Naturland geliefert, die über 3.000 ha Ackerland ohne chemisch-synthetischen Pflanzenschutz oder Dünger bewirtschaften. Die Verarbeitung erfolgt in der eigenen Bio-Mühle. „Brot ist eines der wichtigsten und wertvollsten Lebensmittel in Bayern. Wir legen auch in Zukunft größtes Augenmerk auf eine hervorragende Qualität unseres reinen Natursauerteigs und verzichten auf künstliche und chemische Zusatzstoffe. Darüber hinaus durchleuchten wir laufend unsere Prozesse nach Optimierungen im Sinne der Umwelt“, so die Geschäftsführerin weiter.

Der ökologische Weg – jeder Schritt zählt

Aktuell dreht sich bei der Hofpfisterei viel um die Themen Müllvermeidung, Materialeffizienz und Energieeinsparung.In den Filialen sind bereits einige Maßnahmen dazu fest etabliert. Die speziell angefertigte Pfister-Brotseide besteht aus biobasierter Folie aus mindestens 85 Prozent Zuckerrohr und aus sehr dünnem, PECF zertifizierten Recyclingpapier. Beides kommt aus nachhaltigem Anbau. Für einen ganz verpackungsfreien Einkauf finden sich die Mehrweg-Beutel des norddeutschen Start-ups “umtüten” in verschiedenen Größen im Sortiment. Der Kaffeeausschrank wurde alternativlos auf die Mehrweg-Becher von RECUP umgestellt. Weitere Konzepte, wie sich der Mehrweg-Gedanke auch auf andere Verpackungen in den Filialen ausweiten lässt, befinden sich derzeit in Prüfung. Aber auch die Prozesse hinter den Kulissen lässt die Hofpfisterei nicht außer Acht. So bezieht das Unternehmen schon seit 2008 ausschließlich Ökostrom und stellte den Fuhrpark 2009 auf die höchste geltende Euronorm um. Neuester Erfolg: Seit diesem Jahr funktioniert der Transport der gefrosteten Brezenteiglinge dank dem Einsatz von Mehrweg-Thermoboxen einwegverpackungsfrei. Dadurch konnten auch die Tiefkühlmöbel in den Filialen abgebaut werden, was neben den knapp 50 Tonnen Verpackungsmaterial rund 117.500 Kilowattstunden Energie pro Jahr einspart.

Der ökologische Weg – konsequent und transparent

Die Hofpfisterei steuert immer weiter ihrem Ziel entgegen, ein intaktes Ökosystem zu erhalten – für unsere und für nachfolgende Generationen. Der eigene CO2e -Fußabdruck wird im gesamten Unternehmensverbund so niedrig wie möglich gehalten. Nicht vermeidbare Ausstöße werden durch ein langfristiges Engagement für den Erhalt und den Ausbau des Naturschutzgebiets und Forschungsprojekts Panguana im amazonischen Regenwald ausgeglichen. Seit 2016 ist die CO2e -neutrale Produktion durch Einsparung und Kompensation zertifiziert, nähere Informationen finden sich unter www.hofpfisterei.de/CO2e-neutral. Dies folgte auf die Verleihung des Bio-Siegels nach EG-Öko-Verordnung im Jahr 2002 und die Zertifizierung mit dem Fair-Siegel von Naturland im Jahr 2011. Transparenz liegt der Hofpfisterei seit jeher am Herzen und so erscheint ganz nach dem Motto „Einblick schafft Vertrauen“ bereits seit 2009 jährlich die gesamte Öko-Bilanz öffentlich im Nachhaltigkeitsbericht. Außerdem finden sich darin ein ausführliches Unternehmensprofil, eine Übersicht aller Auszeichnungen sowie weitere Informationen zu Produkten und Partnern. Die aktuelle Ausgabe ist auf der Startseite der Unternehmens-Website www.hofpfisterei.de verlinkt und für alle Interessierten einsehbar.

Über die Hofpfisterei

Verbunden mit einer fast 700-jährigen Geschichte schlägt die heutige Hofpfisterei eine Brücke zwischen Tradition und Zukunft, denn ihre traditionelle Teigführung und ihr zukunftsorientiertes Engagement stehen für einen sorgsamen Umgang mit der Natur und deren Ressourcen. Die sichtbare Gefährdung unserer Erde hat die Hofpfisterei veranlasst, seit 1982 entschlossen einen umfassenden ökologischen Weg zu gehen. Seit 2016 ist dieser auch für den Unternehmens-verbund Hofpfisterei mit Meyermühle, Stocker’s Backstube und Öko-Metzgerei Landfrau CO2e-neutral durch Einsparung und Kompensation, nähere Informationen finden sich unter www.hofpfisterei.de/CO2e-neutral.

Alle Rohstoffe landwirtschaftlichen Ursprungs stammen aus ökologischer Landwirtschaft. Der handwerklichen Kunst der Pfister-Bäcker ist es zu verdanken, dass das Kernprodukt, die großen runden Pfister Öko-Bauernbrote aus reinem Natursauerteig, ohne Lebensmittelzusatzstoffe auskommt. Über 24 Stunden wird der Natursauerteig geführt. So entstehen die traditionell guten Backeigenschaften und der für das Pfister Öko-Bauernbrot einzigartige Geschmack.

Mit über 150 Filialen in Bayern, Baden-Württemberg und Berlin, über 1000 Mitarbeitern und zirka 700 Einzelhandelspartnern ist die Hofpfisterei zu einer „Bayerischen Institution“ geworden.

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