Mit einfachen Mitteln Höfe und Gärten naturnah gestalten und neuen Lebensraum schaffen

So kann jeder Bauernhof oder Gärtner etwas für den Artenschutz tun. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen empfiehlt zum Bespiel Lesesteinhaufen und Lehmhaufen, um Tieren und Insekten neue Zufluchtsorte zu geben. Insbesondere in Regionen mit hohen Steinanteilen im Boden gibt es Lesesteinhaufen. Oft sind es über viele Jahrhunderte hinweg gesammelte Steine, die sich am Feldesrand auftürmen. In diesen Sammlungen finden wärmeliebende Tiere, wie Zauneidechsen, Blindschleichen, Wiesel, Spinnen, Käfer oder Wildbienen ein Zuhause. Im Winter sind diese Haufen zudem ein frostfreies und trockenes Versteck. Auf Bauernhöfen sammeln sich häufig Natursteine an, die als Lesesteinhaufen am Hof eine neue Aufgabe bekommen. Besonders Bruchsteine mit einem Durchmesser von 20 bis 40 cm eignen sich dafür.

Lesesteinhaufen - Bild: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Lesesteinhaufen – Bild: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Unbefestigte Feldwege sind wertvolle Lebensräume. Auch auf viel befahrenen Wegen ohne Bewuchs können Wildbienen Kolonien bilden und in unterirdischen Gängen brüten. Die Stabilität der Wege leidet darunter nicht. Die Wildbienen graben ihre Gänge ins Erdreich. An einem sonnigen, geschützten Standort nutzen sie auch gerne einen aufgeschütteten Lehmhaufen, am besten aus lehmigem Sand. Wichtig ist, dass der Haufen nicht zuwächst. Alternativ kann man auch an einem sonnigen Standort die Grasnarbe abschieben, sodass eine kleine Fläche mit offenem Boden entsteht. Danach braucht die Fläche keine Pflege mehr. Dort leben dann spezielle Arten, die solch karge, vegetationsfreie Standorte benötigen.

Viele weitere Tipps und Empfehlungen zur Stärkung der Artenvielfalt in der Landwirtschaft und im eigenen Garten gibt es im Internet unter http://www.biodiversitaet-nrw.de.