Bundesverband der Regionalbewegung fordert Versorgungssicherheit durch Regionalisierung in der Ernährungswirtschaft

Die Weltwirtschaft des 21. Jahrhundert ist verletzlich. Der Corona-Virus unterbricht die globalen Warenströme und stört das System der arbeitsteiligen Weltwirtschaft empfindlich. Die direkten wirtschaftlichen Auswirkungen beschränken sich derzeit noch auf den Handel mit technischen Produkten, Tourismus und Messen.

Die Regionalbewegung - Screenshot Tutti i sensi
Die Regionalbewegung – Screenshot Tutti i sensi

Ungleich dramatischer würden sich solch gravierende Störungen des globalen Handels in der Ernährungswirtschaft auswirken. Die Erzeugung von Nahrungsmitteln verläuft in längeren Zeiträumen zwischen Saat und Ernte. Ausfälle von Lebensmitteln im globalen Angebot könnten nicht – wie technische Einrichtungen – per Knopfdruck wieder optimiert werden. Globale Verwerfungen könnten durch die in vielen Ländern gegebene Abhängigkeit von global gehandelten Lebensmitteln zu längerfristigen Versorgungsengpässen führen.

Aus Gründen der Daseinsvorsorge fordert der Bundesverband der Regionalbewegung, der als Interessensvertretung für Regionalvermarktungsinitiativen fungiert, deshalb eine verstärkte Regionalisierung in der Ernährungswirtschaft.

Die Verarbeitungsstrukturen landwirtschaftlicher Produkte, wie Schlachthöfe, Mühlen, Brauereien oder Gemüseverarbeitung sollten, weltweit verdichtet, den örtlichen Gegebenheiten entsprechend im Sinne des Regionalen Wirtschaftskreislaufs in Nahversorgerzentren ausgebaut werden.

Urbane Räume brauchen in Krisenzeiten Versorgungssicherheit durch ein stabiles Angebot regionaler Produkte – weltweit. Starke Regionen sind die Wurzeln einer globalisierten Welt.

Direkter Link zum Bundesverband der Regionalbewegung e.V.