Wenn es in Kita und Schule nicht schmeckt

Die Verbraucher Initiative zum Umgang mit Mittagsangeboten

Das neue Kita und Schuljahr hat allerorten begonnen. Neben Spielen und Lernen stehen gemeinsames Frühstücken und Mittagessen auf dem Plan. Der Inhalt der Brotdosen lässt sich selbst bestimmen. Weniger Einflussmöglichkeiten gibt es beim warmen Essen. Nicht immer trifft das Angebot den Geschmack der Kinder. Die Verbraucher Initiative sagt, was Eltern tun können, wenn sich ihre Sprösslinge über die Kita- oder Schulverpflegung beschweren.

„Das will ich nicht essen, ich mag kein gekochtes Gemüse, die Soße ist nicht lecker – solche oder ähnliche Klagen ihrer Kinder über das Essen in Kita oder Schule kennen viele Eltern. Gemeinsam Lösungen und einen Umgang damit zu finden trägt dazu bei, dass die mittägliche Verpflegung nicht zum leidigen Dauerthema in der Familie wird. „Ermuntern Sie Ihre Kinder, zu Hause und auswärts neue Speisen nicht von vorneherein abzulehnen, sondern wenigstens einmal oder idealerweise mehrmals zu probieren“, rät Alexandra Borchard-Becker, Ernährungswissenschaftlerin bei der Verbraucher Initiative . Selbst wenn das Kind Lebensmittel oder Gerichte zunächst für nicht wohlschmeckend befunden hat, muss das nicht für alle Zeiten so bleiben. Geschmack und Vorlieben entwickeln und verändern sich. Kinder brauchen mehrere Versuche, bis sie zuvor Abgelehntes akzeptieren. „Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, dass es sich bei den Mahlzeiten heraussuchen kann, was es essen mag. Klären Sie dieses Vorgehen mit Erziehern oder Betreuungspersonen ab und machen Sie deutlich, dass Ihr Kind zwar kosten sollte, aber nicht zum Essen gezwungen werden darf“, so Borchard-Becker. Mittagsangebote, bei denen Kinder zwischen mehreren warmen Gerichten oder kleineren Speisen wie Salaten oder Wraps wählen können, werden meistens besser angenommen.

„Bleiben Sie gelassen, wenn Ihr Kind mittags nur Kartoffeln gegessen oder sich statt des warmen Essens ein belegtes Baguette gekauft hat. Sorgen Sie bei den anderen Mahlzeiten für Ausgleich, z. B. mit Rohkost zum Knabbern und einem Vollkornbrot oder einer warmen Mahlzeit am Abend“, empfiehlt die Ernährungsexpertin. Vom Angebot unabhängig sind Kinder, die sich eine zusammen mit den Eltern bestückte Lunchbox von zu Hause mitbringen.

Wie Kinder ein geeignetes Essverhalten lernen, was sie brauchen, um gut versorgt zu sein und wie Familienmahlzeiten stressfrei ablaufen, beschreibt die Verbraucher Initiative in ihrem neuen Themenheft „Basiswissen Essen für Kinder“. Das 16-seitige Heft kann für 2,00 Euro (zzgl. Versand) unter www.verbraucher.com bestellt oder heruntergeladen werden.