Neue österreichische Herkunftsbezeichnung – Neusiedlersee DAC

Der beliebte österreichische Süßwein Ruster Ausbruch darf sich jetzt auch mit einer „DAC“-Kennzeichnung schmücken. Denn die Herkunftsbezeichnung „Neusiedlersee DAC“ ist jetzt auch für fruchtsüße und edelsüße Weine zugelassen. Somit gibt es jetzt sechzehn österreichische Wein-Herkunftsbezeichnungen im Rahmen des DAC-Systems.

Neue österreichische Herkunftsbezeichnung - Neusiedlersee DAC  - Foto: Marcus Wiesner/Österreich Wein Marketing
Neue österreichische Herkunftsbezeichnung – Neusiedlersee DAC – Foto: Marcus Wiesner/Österreich Wein Marketing

„Der Ruster Ausbruch ist ein einzigartiges österreichisches Kulturgut“, betont Chris Yorke, Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM). „Dass er nun per DAC-Verordnung gesetzlich geschützt wurde, ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg der Profilierung gebietstypischer Weine.“

Trockenbeerenauslese

Ruster Ausbruch DAC muss grundsätzlich den Anforderungen einer Trockenbeerenauslese entsprechen und darf aus einer oder mehreren weißen Qualitätsweinrebsorten gewonnen werden. Verwendet werden dürfen ausschließlich Botrytis-befallene, selektiv handgelesene Beeren, die aus der Freistadt Rust stammen. Das Mindestmostgewicht hat dabei 30 °KMW zu betragen. Hergestellt und abgefüllt werden muss der Süßwein ebenso in Rust.

Leithaberg

Während der Ruster Ausbruch DAC nun gesetzlich verankert wurde, werden an der Leithaberg-DAC-Verordnung aktuell noch Veränderungen für die Ruster Winzer vorgenommen: Trockene Blaufränkische oder bei Weißweinen Weißburgunder, Chardonnay, Neuburger, Grüne Veltliner bzw. Cuvées aus diesen vier Rebsorten aus Rust, die den Charakteristika der Verordnung entsprechen, sollen künftig als Leithaberg DAC vermarktet werden können.

Auch auf der Ostseite des Neusiedler Sees gibt es Bewegung: Die geschützte Ursprungsbezeichnung „Neusiedlersee DAC“ gilt künftig neben Zweigelt auch für fruchtsüße Weine (Spätlesen und Auslesen), „Neusiedlersee DAC Reserve“ auch für edelsüße Weine (Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen). Die Angabe der engeren Herkunft „Seewinkel“ ist erlaubt, wenn die Trauben aus den Gemeinden Apetlon, Illmitz und/oder Podersdorf stammen. Damit wurde der herausragenden Bedeutung des Gebiets für Süßweine auch im Herkunftsschutz Rechnung getragen.

Wofür steht DAC?

Districtus Austriae Controllatus (DAC) ist eine gesetzliche Herkunftsbezeichnung für gebietstypische Qualitätsweine aus Österreich. Wenn also auf einem Weinetikett der Name eines Weinbaugebiets in Kombination mit „DAC“ steht, hat man einen für das Gebiet typischen Qualitätswein vor sich, dessen Trauben ausschließlich im angegebenen Gebiet geerntet wurden. Ein DAC-Wein darf nur aus den für dieses DAC-Gebiet festgelegten Rebsorten erzeugt werden und muss allen Vorgaben der vom jeweiligen Gebiet festgelegten Verordnung entsprechen. In Österreich gibt es derzeit 16 DAC-Weinbaugebiete. Weine, die den DAC-Anforderungen nicht entsprechen, tragen die Herkunft des jeweiligen Bundeslandes und sind Teil der Weinvielfalt auf dieser Herkunftsebene.

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