NABU erklärt, warum Mähroboter eine tödliche Gefahr für Igel darstellen

Wer freut sich nicht, wenn in der Dämmerung unser stacheliger Gartenbewohner auftaucht und sich auf Futtersuche macht. In vielen Gärten sind mittlerweile Mähroboter zu Gange. Was die meisten Gartenbesitzer nicht wissen: Der Mähroboter kann für Igel lebensgefährlich sein. Der Nabu bittet, diese Geräte, wenn überhaupt, nur am Tag zu aktivieren. Das Tier rollt sich in Not zu einer Kugel zusammen und erstarrt, statt die Flucht anzutreten. Und genau dies wird beim Kontakt mit einem Mähroboter zu einem tödlichen Zusammentreffen. Die Igel können durch die scharfen Messer schlimme Verletzungen erleiden. Insbesondere Jungtiere sind aufgrund ihrer Größe sehr gefährdet.

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NABU erklärt, warum Mähroboter eine tödliche Gefahr für Igel darstellen – Foto: NABU

NABU-Gartenexpertin Marja Rottleb erklärt außerdem dass das das Massaker auf dem Rasen oft unbemerkt bleibt, da die Wildtiere im Verletzungsfall keine Schmerzenslaute ausstoßen und sich ins Unterholz zurückziehen, um dort qualvoll zu verenden. Der NABU rät daher, Mähroboter nur tagsüber zu nutzen, da Igel nachtaktiv sind. Auch beim Einsatz von Fadenmähern ist Vorsicht geboten. Rottleb: „Unter Hecken und im hohen Gras sollte man vor dem Mähen unbedingt mit einem Laubrechen prüfen, ob dort ein Igel schläft.“

Ein permanent vom Mähroboter gepflegter Rasen schadet dem Igel und anderen Gartentieren außerdem bei der Nahrungssuche. Blühpflanzen und Kräuter gehen verloren, die für den Igel notwendige Insekten- und Kleintierpopulation wird abgetötet, bis nur noch eine biologische wertlose grüne Fläche zurück bleibt. „Wer Igeln helfen möchte, sollte seinen Garten möglichst naturnah gestalten“, rät Rottleb. „Dazu gehören heimische Sträucher und Stauden, außerdem auch eine wilde Ecke oder ein selbstgebautes Igelhaus zum Verstecken.“ Mehr Tipps für einen igelfreundlichen Garten bietet der NABU unter http://www.NABU.de/igelgarten