Bohnenkraut – intensive Würze, nicht nur für Bohnen

Während Bohnenkraut heute eher ein Schattendasein fristet und durch mediterrane Kräuter in der Verkaufsmenge um ein Vielfaches überholt worden ist, gehörte das Würzkraut früher in jeden Hausgarten.

Foto: Sabine Weis

Denn grüne Bohnen und Dicke Bohnen kamen sehr häufig auf den Tisch, weil sie sich gut für den Winter haltbar machen ließen. Und auch das Bohnenkraut kann durch Trocknen über Monate haltbar gemacht werden. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer in Bonn hin.

Bohnenkraut ist in zwei Sorten erhältlich. Im Topf wird üblicherweise das mehrjährige Bergbohnenkraut angeboten. Dieses Kraut kann in den eigenen Kräutergarten gepflanzt und dort regelmäßig frisch geerntet werden. Das einjährige Bohnenkraut wird üblicherweise geschnitten und gebündelt angeboten. Beide Arten des Würzkrautes eignen sich gleichermaßen für die Frischverwendung wie für das Trocknen. Zum Trocknen werden kleine Bündel kopfüber an einem dunklen und trockenen Ort aufgehängt. Sobald die Blätter so trocken sind, dass sie beim Reiben zwischen zwei Fingern zerfallen, können die Blätter gerebelt werden. In einem verschließbaren Glas oder einer Dose können sie dann über Monate gelagert werden, ohne ihre Würzkraft zu verlieren.

Bohnenkraut eignet sich mit seinem pfeffrigen Geschmack hervorragend zum Würzen von Bohnensalaten, Eintöpfen oder Gemüsebeilagen aus grünen Bohnen wie auch aus Dicken Bohnen. Darüber hinaus passt das Kraut auch zu anderen Hülsenfrüchten, wie etwa Erbsen oder Linsen. Aber auch Braten von Schwein und Lamm werden mit Bohnenkraut verfeinert. Das Kraut sollte jedoch nur sparsam eingesetzt werden, da sein Geschmack sehr intensiv ist. Verantwortlich für den intensiven Geschmack sind ätherische Öle wie Thymol und Carvacrol, die die Verdaulichkeit der Hülsenfrüchte verbessern.