Neue Fangmengen für die Ostseefischerei im EU-Fischereirat beschlossen

Gestern hat der Rat der europäischen Fischereiminister sich auf die Festsetzung der Fangmöglichkeiten in der Ostsee für 2018 verständigt. Nach deutlichen Absenkungen beim Ost-Dorsch im vergangenen Jahr, reduzieren sich die Fangmengen 2018 beim östlichen Dorsch um 8%, beim westlichen Dorsch bleiben die Fangmengen konstant. Die Gesamtfangmenge für westlichen Hering wird um 39% abgesenkt, für die Scholle sinkt sie um 10%.


Dazu erklärt Bundesfischereiminister Christian Schmidt:
„Nach schwierigen Verhandlungen ist uns ein tragfähiger Kompromiss gelungen. Forderungen nach weitreichenderer Quotenkürzung für Dorsch, Hering und Scholle konnten wir im Fischereirat abwenden. Bei dem Ziel nachhaltiger Bewirtschaftung der Fischbestände in der Ostsee dürfen wir die Existenzsicherung der Ostseefischerei nicht aus den Augen verlieren. Deshalb werden wir auch im kommenden Jahr unsere finanzielle Unterstützung der Fischer fortsetzen. Die notwendigen Quotenkürzungen sind schmerzlich für die deutschen Ostseefischer. Aber: Nur gute Bestände sichern langfristig die wirtschaftliche Perspektive der Ostseefischerei. Mit der heutigen Entscheidung leisten wir einen Beitrag zur weiteren Erholung der Bestände und zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Ostsee.“

www.bmel.de