Echter Feta oder nur Weißkäse? Worauf Verbraucher beim Einkauf achten sollten
Ein griechischer Salat oder eine Kombination aus Wassermelone und Feta gehört für viele zum Sommer einfach dazu. Doch nicht jeder weiße Käse in Salzlake ist tatsächlich Feta. Im Kühlregal finden sich zahlreiche Produkte, die sich optisch stark ähneln, sich jedoch in Herkunft, Herstellung und verwendeter Milch deutlich unterscheiden. Ein genauer Blick auf die Verpackung hilft, die verschiedenen Käsearten auseinanderzuhalten. Denn nur echter Feta trägt eine europaweit geschützte Herkunftsbezeichnung.

Feta ist rechtlich geschützt
Die Bezeichnung „Feta“ ist eine geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.). Sie darf ausschließlich für Käse verwendet werden, der nach festgelegten Vorgaben in bestimmten Regionen Griechenlands hergestellt wird. Zudem muss er aus Schafsmilch oder einer Mischung aus Schafs- und Ziegenmilch bestehen und in Salzlake gereift sein.
Weiße Käse in Salzlake oder Hirtenkäse werden dagegen häufig aus Kuhmilch hergestellt und dürfen deshalb nicht als Feta bezeichnet werden.
Ein Blick auf die Zutaten lohnt sich
Wer echten Feta kaufen möchte, sollte sowohl auf die Produktbezeichnung als auch auf die Zutatenliste achten. Fehlt dort der Hinweis auf Schafs- oder Ziegenmilch, handelt es sich in der Regel um einen Käse aus Kuhmilch.
„Die Bezeichnung ‚Feta‘ ist rechtlich geschützt und steht für eine klar definierte Herkunft und Herstellungsweise“, erklärt Ernährungsexpertin Elisabeth van Thiel von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Verbraucher sollten daher nicht nur auf das Aussehen des Käses achten, sondern insbesondere auf den Namen und die Herkunftsangabe.
Weitere Informationen zu Lebensmittelbezeichnungen bietet die Verbraucherzentrale NRW.
