Emmer: Das alte Getreide feiert sein Comeback
Emmer gehört zu den ältesten kultivierten Getreidearten der Welt und erlebt derzeit eine Renaissance. Das sogenannte Zweikorn bringt nicht nur mehr Vielfalt auf die Felder, sondern auch einen charakteristischen, kräftig-würzigen Geschmack in die Küche. Als Spelzweizen ist Emmer von einer festen Hülle umgeben, die das Korn vor verschiedenen Umwelteinflüssen und Schädlingen schützt. Gleichzeitig liefert das Getreide Eiweiß und Mineralstoffe, während die Vollkornvariante zusätzlich reich an Ballaststoffen ist. Die SchapfenMühle bietet Emmer als Type 1300 und als Vollkornmehl für unterschiedliche Anwendungen beim Backen und Kochen an.

Vom „Fruchtbaren Halbmond“ zurück auf unsere Felder
Emmer, auch Zweikorn genannt, wurde bereits vor mehr als 10.000 Jahren im sogenannten Fruchtbaren Halbmond beziehungsweise in Vorderasien angebaut. Von dort verbreitete sich das Getreide über den Mittelmeerraum bis ins Römische Reich und später in weitere Teile Europas.
Mit dem Aufkommen ertragreicherer und leichter zu verarbeitender Brotweizensorten verlor Emmer zunehmend an Bedeutung. Heute wird das alte Getreide wiederentdeckt – nicht zuletzt wegen seiner besonderen Eigenschaften und seines aromatischen Geschmacks.
Mehr Vielfalt auf dem Acker und im Teller
Emmer kann zur landwirtschaftlichen Vielfalt beitragen und bringt Abwechslung in den Getreideanbau. Seine Spelzen umschließen das Korn und bieten ihm einen natürlichen Schutz. Je nach Anbaubedingungen kann dadurch der Aufwand für Pflanzenschutz reduziert werden.
Auch kulinarisch ist Emmer vielseitig. Das ganze Korn eignet sich beispielsweise für Suppen, Salate oder Bratlinge. Gemahlen lässt es sich zu Brot, Brötchen, Focaccia, Quiche, Pizza, Nudeln und verschiedenen süßen Backwaren verarbeiten. Charakteristisch ist sein nussig-würziger Geschmack.
Emmerteige brauchen etwas mehr Zeit
Emmer enthält Gluten, allerdings unterscheidet sich dessen Zusammensetzung von derjenigen des klassischen Brotweizens. Das Klebergerüst von Emmerteigen fällt dadurch schwächer aus. Bei der Verarbeitung können deshalb längere Teigruhezeiten und ein schonender Umgang mit dem Teig sinnvoll sein.
Auch bei den Inhaltsstoffen unterscheidet sich Emmer vom modernen Brotweizen. Das Getreide liefert unter anderem Eiweiß und Mineralstoffe sowie natürliche Carotinoide, die für die charakteristische goldgelbe Farbe des Korns verantwortlich sind. Beim Vollkornmehl bleibt zudem das gesamte Korn einschließlich der Randschichten erhalten.
Zwei Emmermehle für die Küche
Die SchapfenMühle bietet zwei Varianten für die Verarbeitung zu Hause an. Das Emmermehl Type 1300 ist vielseitig einsetzbar und eignet sich sowohl für herzhafte Backwaren wie Brot, Brötchen, Focaccia und Quiche als auch für Kuchen, Muffins, Cookies und Plätzchen.
Das Emmervollkornmehl wird aus dem gesamten Korn einschließlich der Schale gemahlen. Es besitzt einen kräftigeren Geschmack und eignet sich besonders für rustikale Brote und Brötchen, Kräcker sowie weitere Vollkorngebäcke.
Wer Emmer selbst ausprobieren möchte, findet unter emmer.info verschiedene Rezeptideen. Die beiden SchapfenMühle-Mehle sind im gut sortierten Handel und im Online-Shop der SchapfenMühle erhältlich.
Fun Fact: In Europa wird heute vor allem schwarzer Emmer angebaut. Mit seinen auffällig dunklen Ähren ist er bereits auf dem Feld ein besonderer Blickfang.
Weitere Informationen gibt es bei SchapfenMühle.
