„Raus aufs Land“: Neue Höfetour verbindet Radfahren und regionale Genüsse
Woher kommen die Kartoffeln auf dem Teller und wann sind Äpfel aus der Region tatsächlich reif? Antworten auf solche Fragen liefert die neue Höfetour „Raus aufs Land“ am Niederrhein. Die rund 34 Kilometer lange Fahrradroute führt zu fünf landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Betrieben rund um Kerken. Dort können Besucherinnen und Besucher nicht nur mehr über die Herstellung regionaler Lebensmittel erfahren, sondern die Produkte teilweise auch direkt ab Hof einkaufen oder einkehren. Eröffnet wurde die neue Route am 7. August von Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW, und NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen auf dem Familienbetrieb Petkens Gemüse und Obst in Kerken.

Landwirtschaft zum Anfassen
Die Idee hinter der Höfetour ist es, Landwirtschaft dort erlebbar zu machen, wo Lebensmittel entstehen. Entlang der Strecke geben fünf Betriebe Einblicke in ihre Arbeit und zeigen die Bandbreite der regionalen Erzeugung am Niederrhein.
Das Angebot reicht von Obst und Gemüse über Kartoffeln, Süßkartoffeln und Eier bis zu Fleisch, Milch und Käse. An jeder Station informieren Schilder über die jeweiligen Betriebe und Produkte. Kleine Knobelaufgaben sollen insbesondere Familien und Kinder zum Mitmachen animieren.
Die Route ist mit rund 34 Kilometern relativ flach und damit auch für Familien und Genussradler geeignet. Die einzelnen Höfe können je nach Öffnungszeiten besucht werden, weshalb sich ein Blick auf die aktuellen Informationen vor der Tour empfiehlt.
Regionale Produkte direkt vom Hof
Entlang der Strecke gibt es verschiedene Möglichkeiten, regionale Lebensmittel einzukaufen. Dazu gehören Petkens Gemüse und Obst, der Kartoffelhof Pottbäcker, der Biohof Frohnenbruch und die Bauernkäserei Straetmans. Die Produkte des Hofes Benger sind zudem im regionalen Lebensmitteleinzelhandel erhältlich.
Wer während der Tour eine Pause einlegen möchte, findet am Biohof Frohnenbruch und an der Bauernkäserei Straetmans gastronomische Angebote. Dort können sich Radfahrer mittwochs bis samstags stärken und die Produkte der Höfe kennenlernen.
Was für den Einkauf direkt beim Erzeuger spricht
Die Höfetour will nicht nur über Landwirtschaft informieren, sondern auch den direkten Austausch zwischen Erzeugern und Verbrauchern fördern. Beim Einkauf ab Hof lässt sich nachvollziehen, wo Lebensmittel produziert werden und wie die Betriebe arbeiten.
Ein weiterer Aspekt ist die Sortenvielfalt. Regionale Erzeuger bieten teilweise auch ältere oder speziell ausgewählte Obst- und Gemüsesorten an, die im klassischen Handel weniger häufig zu finden sind. Kurze Wege vom Feld zum Verkaufsort können zudem dazu beitragen, Transportaufwand zu reduzieren.
Beim Einkauf im Hofladen besteht außerdem häufig die Möglichkeit, lose oder bedarfsgerecht einzukaufen. Das kann helfen, unnötige Verpackungen und Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Gleichzeitig bleibt die Wertschöpfung stärker in der Region und unterstützt landwirtschaftliche Familienbetriebe als Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe.
Mit dem Fahrrad durch die Landwirtschaft
Die Kombination aus Radtour und Hofbesuchen macht die Route auch zu einem Ausflugsziel für Familien und Naturinteressierte. Statt Landwirtschaft ausschließlich über fertige Produkte im Supermarkt wahrzunehmen, können Besucher die Betriebe entlang der Strecke direkt kennenlernen.
Damit verbindet „Raus aufs Land“ Bewegung, Natur und regionale Lebensmittel. Wer die Tour mit einem Einkauf oder einer Einkehr auf einem der Höfe verbindet, kann zudem einige Produkte der Region direkt mit nach Hause nehmen.
Alle Informationen zur Route, zu den teilnehmenden Betrieben und zu den jeweiligen Öffnungszeiten gibt es unter Höfetour „Raus aufs Land“.
Weitere Informationen zu landwirtschaftlichen Erlebnissen, Hofläden, Gastronomie und Freizeitangeboten in Nordrhein-Westfalen bietet Landservice NRW.
