Markt des guten Geschmacks 2026: Genuss, Verantwortung und Ernährungswende im Fokus
Der „Markt des guten Geschmacks“ rückt 2026 erneut zentrale Fragen rund um Ernährung, Nachhaltigkeit und Genuss in den Mittelpunkt. Die Veranstaltung zeigt, wie eng kulinarische Qualität mit ökologischer und gesellschaftlicher Verantwortung verknüpft ist. Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiges Angebot aus hochwertigen Lebensmitteln und fundiertem Wissenstransfer. Gleichzeitig setzt die Messe verstärkt auf Dialogformate und aktive Beteiligung. Damit positioniert sie sich klar als Plattform für eine zukunftsfähige Ernährungskultur.

Die Slow Food Messe 2026 hat Genuss, Haltung und die Ernährungswende im Blick – Quelle: Slow Food Deutschland e.V.
Vom 9. bis 12. April 2026 lädt der „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“ in die Hallen 7 und 9 der Messe Stuttgart ein. Rund um handwerklich hergestellte Lebensmittel bietet die Veranstaltung einen direkten Austausch mit Erzeugerbetrieben sowie zahlreiche Möglichkeiten zum Probieren, Mitmachen und Verkosten. Präsentiert werden regionale und internationale Spezialitäten – von Brot und Backwaren über Fleisch, Käse und Gewürze bis hin zu Wein, Bier und Feinkost.
Organisiert von Slow Food Deutschland e. V., versteht sich die Messe als Treffpunkt für Produzierende und bewusste KonsumentInnen, die Wert auf Transparenz, Qualität und nachhaltige Herstellungsprozesse legen. Sie ist Teil der Stuttgarter Frühjahrsmessen und damit eingebettet in einen der größten Messeverbünde für nachhaltigen Konsum, Mobilität und Lebensstil in Deutschland.
Bio-Dorf als neue zentrale Anlaufstelle
Neu in diesem Jahr ist ein Bio-Dorf, das als kompakter Bereich für zertifizierte Bio-Produkte dient. Hier werden Angebot, Beratung und Wissenstransfer gebündelt. Workshops, Vorträge und Verkostungen ergänzen die Präsentationen der AusstellerInnen und schaffen einen niedrigschwelligen Zugang zu Bio-Themen.
Erlebnisformate rund um Geschmack und Handwerk
Ein zentrales Element der Messe sind interaktive Genussformate. Beim „Treffpunkt Geschmack – Meet the Chef“ stehen Herkunft, Reife und Zubereitung von Lebensmitteln im Fokus. Am Gemeinschaftsstand der Slow Food Chef Alliance entstehen „Gerichte mit Geschichte“, die Konzepte wie „Leaf to Root“ und „Nose to Tail“ aufgreifen. BesucherInnen können sich aktiv beteiligen – etwa beim Butterschlagen oder Spätzleschaben.
Ein Highlight ist die „Verabredung zum Essen“ am 10. April: Ein 8-Gang-Menü mit Produkten aus der Arche des Geschmacks wird von der Chef Alliance serviert. Ergänzend bietet die Vinothek mit rund 50 Weingütern und über 150 Weinen kompakte Seminare für fundiertes Weinwissen.
Fokus auf glutenfreie Ernährung
Erstmals ist die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft mit einem eigenen Informationsstand vertreten. Sie berät zu glutenfreier Ernährung und steht Betroffenen sowie Interessierten für Fragen zur Verfügung. Ergänzt wird das Angebot durch einen glutenfreien Caterer im Außenbereich der Messe.
Wissen, Austausch und Abendprogramm
Auf der Forumsbühne finden rund 20 Vorträge, Diskussionsrunden und Mitmachaktionen statt. Themen wie Biodiversität, handwerkliche Qualität und transparente Wertschöpfungsketten werden praxisnah vermittelt. Am Eröffnungstag verlängert sich die Messe bis 20 Uhr und lädt zum entspannten Ausklang ein, inklusive Zugang zu parallel stattfindenden Veranstaltungen mit Live-Musik und Workshops.
Nachwuchs im Fokus: Mitmachangebote für Kinder
Auch junge BesucherInnen werden aktiv eingebunden. In Workshops, Experimenten und einer Schnitzeljagd lernen sie spielerisch, wie Lebensmittel entstehen und warum biologische Vielfalt entscheidend ist. In der Mitmachküche „Taste the Waste“ steht die kreative Resteverwertung im Mittelpunkt. Beim AOK-Kochwettbewerb treten Jugendliche live gegeneinander an und kochen mit regionalen und saisonalen Zutaten.
Ursula Hudson Preis 2026
Ein weiterer Höhepunkt ist die Verleihung des Ursula Hudson Preises. Die Auszeichnung würdigt Projekte, die sich entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette für die Ernährungswende engagieren. Zu den Nominierten zählen unter anderem Initiativen aus den Bereichen Biodiversität, Sortenerhalt und nachhaltige Landwirtschaft. Die Preisverleihung findet am 10. April um 17 Uhr auf der Forumsbühne statt.
Zur offiziellen Eröffnung am 9. April werden unter anderem Messegeschäftsführer Stefan Lohnert, Rupert Ebner sowie Renate Künast erwartet.
