Informationsbroschüre „Basiswissen Öle und Feet“ der Verbraucher Initiative.

Aromatisches Öl trifft knackigen Salat

Es dauert nicht mehr lange, bis im Mai die ersten Salate aus regionalem Freilandanbau auf dem Markt kommen. Inzwischen bleibt Zeit, ein passendes Öl für die grünen Köpfe und andere Frühlingsboten aus dem Gemüseregal zu finden. Die Verbraucher Initiative sagt, welche Öle sich besonders für die kalte Küche eignen.

„Setzen Sie für Salate, Rohkost, Vorspeisen und Dips vorrangig native und kaltgepresste Öle ein. Der intensive, sortentypische Geschmack trägt dazu bei, dass Sie weniger Öl benötigen“, rät Alexandra Borchard-Becker, Ernährungswissenschaftlerin bei der Verbraucher Initiative. Auch Dünsten und Kochen überstehen die meisten nativen und kaltgepressten Öle gut. Zum Braten bei höheren Temperaturen, scharfen Anbraten von Fleisch oder Garen im Wok sind sie aber nicht geeignet. Die Begriffe „nativ“ und „kaltgepresst“ beschreiben das Herstellungsverfahren. Kaltgepresste native Öle, oft nur als nativ bezeichnet, sind naturbelassen. Bei kaltgepressten Ölen darf die Rohware vor der Pressung oder das gewonnene Öl danach mit Wärme behandelt werden. Die Pressung selbst erfolgt wie bei nativen Ölen ohne Wärmezufuhr und mit mechanischen Verfahren.

Rapsöl und Walnussöl gelten als besonders geeignet für eine gesundheitsfördernde Ernährung. „Walnussöl harmoniert mit seinem feinen Aroma hervorragend mit Salatvariationen und Desserts“, so die Ernährungswissenschaftlerin. Natives Walnussöl hat einen milden Nussgeschmack. Beim kaltgepressten Öl wurden die Walnusskerne vor dem Pressen geröstet. Daher hat es ein kräftigeres Aroma. Wer es etwas milder mag, kann ein natives Rapsöl versuchen. Auf Rang zwei in der Hitliste der empfehlenswerten Öle stehen Soja-, Weizenkeim- und Olivenöl. Besonders Olivenöl erfreut sich aufgrund seines unverwechselbaren, intensiven Aromas anhaltend großer Beliebtheit. Ein weiterer Pluspunkt sind die vielen Verwendungsmöglichkeiten. Es eignet sich bestens für kalte und warme Gerichte. Doch das Ölregal hat noch mehr zu bieten. „Wechseln Sie ab und zu die Sorte und probieren Sie z. B. auch Kürbiskernöl, andere Nussöle oder Leinöl in Salatdressings“, regt Borchard-Becker an.

Welche Öle sich bei Hitze nicht gleich in Rauch auflösen und warum das so ist, steht in dem 16-Seiter „Basiswissen Öle & Fette“ der Verbraucherinitiative. Das Themenheft mit vielen Tipps rund um pflanzliche Öle und Fette kann für 2,00 Euro (zzgl. Versand) unter www.verbraucher.com bestellt oder heruntergeladen werden.