{"id":31826,"date":"2025-12-18T14:09:49","date_gmt":"2025-12-18T13:09:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=31826"},"modified":"2025-12-18T14:10:16","modified_gmt":"2025-12-18T13:10:16","slug":"eu-fischereirat-beschliesst-fangquoten-fuer-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=31826","title":{"rendered":"EU-Fischereirat beschlie\u00dft Fangquoten f\u00fcr 2026"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>EU-Fischereirat einigt sich auf Fangm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Nordsee und Nordostatlantik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In einer intensiven Verhandlungsrunde haben sich die EU-Fischereiministerinnen und -minister in der Nacht zum Samstag (12.12.) in Br\u00fcssel auf die zul\u00e4ssigen Gesamtfangmengen f\u00fcr das Jahr 2026 in der Nordsee, im Nordostatlantik sowie in weiteren Gew\u00e4ssern verst\u00e4ndigt. Die f\u00fcr Deutschland besonders relevanten Best\u00e4nde waren bereits zuvor Gegenstand bilateraler Fischereikonsultationen mit dem Vereinigten K\u00f6nigreich und Norwegen. Vor dem Hintergrund des weiterhin kritischen Zustands vieler Fischbest\u00e4nde sind teils deutliche Quotenreduzierungen unvermeidbar. Erschwerend wirkten zudem geopolitische Spannungen, die den Einigungsprozess zus\u00e4tzlich belasteten. Gleichwohl konnte Deutschland ein solides Verhandlungsergebnis erzielen, das der deutschen Fischerei auch unter schwierigen Rahmenbedingungen verl\u00e4ssliche Planungsperspektiven er\u00f6ffnet. Dar\u00fcber hinaus setzte sich Deutschland gemeinsam mit anderen Mitgliedstaaten erfolgreich gegen eine Umverteilung von Quoten ein, insbesondere im Hinblick auf die Makrele.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/TuttiNews.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/TuttiNews-1024x576.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-31828\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/TuttiNews-1024x576.webp 1024w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/TuttiNews-300x169.webp 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/TuttiNews-768x432.webp 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/TuttiNews.webp 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Tutti i sensi News<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Bundesminister f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat, Alois Rainer, betont: \u201eMit diesem Ergebnis haben wir in einer herausfordernden Phase f\u00fcr die deutsche Fischerei zentrale Fangm\u00f6glichkeiten gesichert. Ziel der Verhandlungen war es, wettbewerbsf\u00e4higes Wirtschaften weiterhin auf Basis einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Best\u00e4nde zu erm\u00f6glichen. Es ist wichtig, dass wir den Fischern damit ein Ma\u00df an Planungssicherheit geben k\u00f6nnen. Beim Aal stellt die Fortschreibung der bestehenden Ma\u00dfnahmen einen tragf\u00e4higen Kompromiss dar. Um diesen einzigartigen Bestand langfristig zu erhalten, m\u00fcssen k\u00fcnftig auch andere Einflussfaktoren au\u00dferhalb der Fischerei st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden, etwa die Durchg\u00e4ngigkeit der Fl\u00fcsse.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ein zentraler Punkt der Einigung ist der neue Bewirtschaftungsansatz f\u00fcr den Nordseehering, auf den sich die EU gemeinsam mit dem Vereinigten K\u00f6nigreich und Norwegen nach mehrj\u00e4hrigen Verhandlungen verst\u00e4ndigen konnte. Entsprechend den wissenschaftlichen Empfehlungen sinken die Fangm\u00f6glichkeiten f\u00fcr 2026 um 29 Prozent. Gleichzeitig wird der f\u00fcr Deutschland besonders relevante westliche Ostseehering durch die neuen Regelungen besser gesch\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Deutlich reduziert werden auch die Fangm\u00f6glichkeiten f\u00fcr den weiterhin stark belasteten Kabeljaubestand. Diese sinken um 44 Prozent, wobei die F\u00e4nge in der zentralen und s\u00fcdlichen Nordsee auf maximal 1.500 Tonnen begrenzt werden. Positiv bewertet Deutschland, dass parallel erste Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr 2026 beschlossen wurden. Dazu z\u00e4hlen unter anderem saisonale Schlie\u00dfungen der Fischerei in Laich- und Aufzuchtgebieten, die einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau des Bestandes leisten sollen. Entsprechend der wissenschaftlichen Empfehlungen werden zudem die Fangm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Seelachs, Schellfisch und Scholle in der Nordsee reduziert, um die Best\u00e4nde zu stabilisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Aal bleiben die Schutzma\u00dfnahmen unver\u00e4ndert bestehen. Die bereits geltenden Regelungen, insbesondere eine sechsmonatige Schonzeit sowie das Verbot der Freizeitfischerei auf Aal in Meeresgew\u00e4ssern, werden fortgef\u00fchrt. Die konkrete Ausgestaltung der Schonzeit in der Nordsee obliegt den jeweiligen Mitgliedstaaten. F\u00fcr die Ostsee sind die Anrainerstaaten erneut verpflichtet, eine gemeinsame Regelung zu vereinbaren. Sollte dies nicht gelingen, tritt automatisch eine einheitliche Schonzeit vom 15. September 2025 bis zum 15. M\u00e4rz 2026 in Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den Fangquoten f\u00fcr Nordsee und Nordostatlantik wurden im Rahmen des Rates auch Fangm\u00f6glichkeiten f\u00fcr das Mittelmeer und das Schwarze Meer festgelegt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die EU- und deutsche Quoten f\u00fcr das Jahr 2026 bei wichtigen Best\u00e4nden im Einzelnen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><strong>Bestand<\/strong><\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><strong>EU-Quote<\/strong><strong>(in Tonnen)<\/strong><\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><strong>Deutsche Quote<\/strong><strong>(in Tonnen)<\/strong><\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><strong>Ver\u00e4nderung DEU-Quote 2026\/2025 (%)<\/strong><\/td><\/tr><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Hering (Nordsee)<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">119.864<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">25.421<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">&#8211; 29 %<\/td><\/tr><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Seelachs (Nordsee)<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">19.200<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">5.030<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">-24,5 %<\/td><\/tr><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Kabeljau (Nordsee)<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">3.984<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">973<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">&#8211; 44 %<\/td><\/tr><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Schellfisch (Nordsee)<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">11.686<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">2.407<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">+\/- 0 %<\/td><\/tr><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Scholle (Nordsee)<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">70.050<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">5.649<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">&#8211; 6,8 %<\/td><\/tr><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Makrele (Nordostatlantik \u2013 westliche Gew\u00e4sser)&nbsp;Hierbei handelt es sich um eine vorl\u00e4ufige Quote f\u00fcr&nbsp;den 1. Januar bis 30. Juni 2026.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>19.291<br>2.945&nbsp;Hierbei handelt es sich um eine vorl\u00e4ufige Quote f\u00fcr&nbsp;den 1. Januar bis 30. Juni 2026.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer intensiven Verhandlungsrunde haben sich die EU-Fischereiministerinnen und -minister in der Nacht zum Samstag (12.12.) in Br\u00fcssel auf die zul\u00e4ssigen Gesamtfangmengen f\u00fcr das Jahr 2026 in der Nordsee, im Nordostatlantik sowie in weiteren Gew\u00e4ssern verst\u00e4ndigt. Die f\u00fcr Deutschland besonders relevanten Best\u00e4nde waren bereits zuvor Gegenstand bilateraler Fischereikonsultationen mit dem Vereinigten K\u00f6nigreich und Norwegen. Vor dem Hintergrund des weiterhin kritischen Zustands vieler Fischbest\u00e4nde sind teils deutliche Quotenreduzierungen unvermeidbar. Erschwerend wirkten zudem geopolitische Spannungen, die den Einigungsprozess zus\u00e4tzlich belasteten. 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