{"id":30197,"date":"2025-04-05T06:02:00","date_gmt":"2025-04-05T04:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=30197"},"modified":"2025-03-27T12:07:40","modified_gmt":"2025-03-27T11:07:40","slug":"robuste-rebsorten-in-deutschland-auf-dem-vormarsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=30197","title":{"rendered":"Robuste Rebsorten in Deutschland auf dem Vormarsch"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Anbau widerstandsf\u00e4higer Rebsorten in Deutschland w\u00e4chst stetig. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI), basierend auf der Rebfl\u00e4chenstatistik von Destatis, wurden im Jahr 2024 rund 3.500 Hektar mit sogenannten PIWI-Rebsorten bepflanzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies entspricht einer Steigerung von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil dieser Sorten an der gesamten Rebfl\u00e4che lag somit bei 3,5 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders die wei\u00dfe Rebsorte Souvignier Gris konnte im vergangenen Jahr mit einem Zuwachs von 208 Hektar die gr\u00f6\u00dfte Fl\u00e4chenerweiterung verzeichnen. Mit insgesamt rund 600 Hektar ist sie mittlerweile die wichtigste PIWI-Sorte in Deutschland, gefolgt von Cabernet Blanc mit 335 Hektar.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei den klassischen wei\u00dfen Burgundersorten gab es einen Anstieg: Chardonnay legte um 138 Hektar zu, Wei\u00dfburgunder um 44 Hektar und Grauburgunder um 32 Hektar. Sauvignon Blanc konnte ebenfalls um 52 Hektar zulegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz eines allgemein r\u00fcckl\u00e4ufigen Rotweinsegments verzeichneten die internationalen Rebsorten Merlot (+30 ha) und Cabernet Sauvignon (+14 ha) einen Fl\u00e4chenzuwachs. Auch robuste Rotweinsorten wie Pinotin (+10 ha) und Cabernet Cortis (+9 ha) wurden verst\u00e4rkt angebaut.<\/p>\n\n\n\n<p>DWI-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Monika Reule kommentierte: \u201eDie zunehmende Verbreitung robuster Rebsorten sowie der Anstieg s\u00fcdl\u00e4ndischer Rotweinsorten zeigen, dass sich deutsche Winzerinnen und Winzer zunehmend an die Herausforderungen des Klimawandels anpassen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/DWI-Blick-vom-Kalmitwingert-Ilbesheim.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/DWI-Blick-vom-Kalmitwingert-Ilbesheim-1024x576.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-30199\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/DWI-Blick-vom-Kalmitwingert-Ilbesheim-1024x576.webp 1024w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/DWI-Blick-vom-Kalmitwingert-Ilbesheim-300x169.webp 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/DWI-Blick-vom-Kalmitwingert-Ilbesheim-768x432.webp 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/DWI-Blick-vom-Kalmitwingert-Ilbesheim.webp 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Blick vom Kalmitwingert, Ilbesheim &#8211; Quelle: Deutsches Weininstitut<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wei\u00dfweinsorten stabil \u2013 Rotwein- und Gesamtrebfl\u00e4che leicht r\u00fcckl\u00e4ufig<br>Der Anbau roter Rebsorten ging im vergangenen Jahr erneut zur\u00fcck \u2013 ein Trend, der mit dem sinkenden Rotweinkonsum einhergeht. Insgesamt reduzierte sich die Fl\u00e4che um 438 Hektar auf 31.872 Hektar, womit noch 30,9 Prozent der deutschen Weinberge mit Rotweinsorten bepflanzt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die bundesweite Gesamtrebfl\u00e4che verzeichnete 2024 einen R\u00fcckgang von 392 Hektar (0,4 Prozent) und betr\u00e4gt nun 103.295 Hektar. Laut DWI ist dies der erste R\u00fcckgang seit der Genehmigung neuer Anpflanzungen im Jahr 2016.<\/p>\n\n\n\n<p>Rheinhessen w\u00e4chst entgegen dem Trend<br>Der allgemeine R\u00fcckgang der deutschen Weinbergsfl\u00e4chen ist vor allem auf Verluste in Baden (-225 ha) und W\u00fcrttemberg (-213 ha) zur\u00fcckzuf\u00fchren, wo insbesondere rote Rebsorten \u2013 allen voran Trollinger \u2013 weniger angebaut wurden. Auch die Mosel (-95 ha) und Franken (-45 ha) verzeichneten nennenswerte R\u00fcckg\u00e4nge.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein bemerkenswerter Ausrei\u00dfer ist jedoch Rheinhessen: Deutschlands gr\u00f6\u00dftes Weinanbaugebiet konnte 2024 gegen den Trend wachsen und legte um 171 Hektar auf insgesamt 27.671 Hektar zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr \u00f6kologischer Weinbau im Jahr 2023<br>Die \u00f6kologisch bewirtschaftete Rebfl\u00e4che stieg im Jahr 2023 auf 15.300 Hektar. Im Vergleich zu 2022 wurden damit 1.500 Hektar mehr nach zertifizierten \u00f6kologischen Richtlinien bewirtschaftet \u2013 ein Anstieg von elf Prozent. Das geht aus einer Erhebung der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) hervor. Der Anteil des \u00d6koweinbaus an der gesamten deutschen Rebfl\u00e4che lag damit bei rund 15 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.deutscheweine.de\/\">Deutsches Weininstitut<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Anbau widerstandsf\u00e4higer Rebsorten in Deutschland w\u00e4chst stetig. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI), basierend auf der Rebfl\u00e4chenstatistik von Destatis, wurden im Jahr 2024 rund 3.500 Hektar mit sogenannten PIWI-Rebsorten bepflanzt.<br \/>\nDies entspricht einer Steigerung von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil dieser Sorten an der gesamten Rebfl\u00e4che lag somit bei 3,5 Prozent.<br \/>\nBesonders die wei\u00dfe Rebsorte Souvignier Gris konnte im vergangenen Jahr mit einem Zuwachs von 208 Hektar die gr\u00f6\u00dfte Fl\u00e4chenerweiterung verzeichnen. Mit insgesamt rund 600 Hektar ist sie mittlerweile die wichtigste PIWI-Sorte in Deutschland, gefolgt von Cabernet Blanc mit 335 Hektar.<br \/>\nAuch bei den klassischen wei\u00dfen Burgundersorten gab es einen Anstieg: Chardonnay legte um 138 Hektar zu, Wei\u00dfburgunder um 44 Hektar und Grauburgunder um 32 Hektar. 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