{"id":29604,"date":"2025-01-13T12:08:20","date_gmt":"2025-01-13T11:08:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=29604"},"modified":"2025-01-13T12:08:24","modified_gmt":"2025-01-13T11:08:24","slug":"slow-food-fordert-besseren-umgang-mit-nutztieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=29604","title":{"rendered":"Slow Food fordert besseren Umgang mit Nutztieren"},"content":{"rendered":"\n<p>In einem gemeinsamen Aufruf haben sich rund 60 Organisationen aus Landwirtschaft und Zivilgesellschaft versammelt, um mit der zentralen \u201eWir haben es satt!\u201c-Demonstration am 18. Januar 2025 in Berlin auf die dringenden Missst\u00e4nde im aktuellen Agrarsystem aufmerksam zu machen. Das B\u00fcndnis setzt sich f\u00fcr eine nachhaltige, b\u00e4uerliche und agrar\u00f6kologische Landwirtschaft ein, die im Einklang mit den Bed\u00fcrfnissen von Mensch, Tier und Umwelt steht. Besonders kritisch wird die industrielle Tierhaltung betrachtet, die nicht nur das Tierwohl gef\u00e4hrdet, sondern auch erhebliche negative Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit hat. Slow Food Deutschland fordert daher von der neuen Regierung konkrete Ma\u00dfnahmen, die eine umweltfreundliche, gerechte und krisenfeste Agrarpolitik f\u00f6rdern und die verantwortungsvolle Nutzung von Ressourcen sowie den fairen Handel mit Lebensmitteln sichern.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wir-haben-es-satt.de\/\">&#8222;Wir haben es satt!&#8220;-Demo am 18.01.2025 &#8211; Wir haben es satt!<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Schnippeldisko-2024-1-c-Stefan-Michel.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Schnippeldisko-2024-1-c-Stefan-Michel-1024x683.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-29583\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Schnippeldisko-2024-1-c-Stefan-Michel-1024x683.webp 1024w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Schnippeldisko-2024-1-c-Stefan-Michel-300x200.webp 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Schnippeldisko-2024-1-c-Stefan-Michel-768x512.webp 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Schnippeldisko-2024-1-c-Stefan-Michel.webp 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Slow Food Schnippeldisko 2024 &#8211; Quelle: Slow FoodDeutschland e.V.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Slow Food Deutschland fordert zusammen mit dem \u201eWir haben es satt!\u201c-B\u00fcndnis von der kommenden Bundesregierung eine Agrarpolitik, die das Gemeinwohl vor Konzerninteressen stellt.<br><br>Berlin, 9. Januar 2025: Rund 60 Organisationen aus Landwirtschaft und Zivilgesellschaft rufen einen Monat vor der Bundestagswahl zur zentralen \u201eWir haben es satt!\u201c-Demonstration am 18. Januar in Berlin auf. Das B\u00fcndnis \u201eWir haben es satt!\u201c setzt sich f\u00fcr eine b\u00e4uerliche und agrar\u00f6kologische Landwirtschaft ein, als Gegenentwurf zum agrarindustriellen System, welches seine wahren Kosten auf die Gesellschaft abw\u00e4lzt. Ziel ist ein umweltvertr\u00e4gliches, gerechtes und krisenfestes Ern\u00e4hrungssystem, das auch noch zuk\u00fcnftige Generationen mit gesunden Lebensmitteln versorgen kann, ohne Tieren, Umwelt und Klima zu schaden. Slow Food Deutschland, von Anfang an Mitorganisator der Demo, macht mit Projekten und Kampagnen auf die aktuellen Missst\u00e4nde im Lebensmittelsystem aufmerksam und fordert die kommende Regierung zu einer mutigen Agrarpolitik auf. Dazu geh\u00f6ren verbindliche Gesetze, kostendeckende Erzeuger*innenpreise und eine sichere Finanzierung von Tierschutz- und Umweltma\u00dfnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Tierarzt Dr. Rupert Ebner, Vorsitzender von Slow Food Deutschland e.V., liegt die Tierhaltung besonders am Herzen. Er praktiziert seit Jahrzehnten in einer Gemeinschaftspraxis f\u00fcr Tiere in der Landwirtschaft und ist Zeuge besorgniserregender Entwicklungen im Umgang mit Nutztieren. Er machte auf der heutigen Pressekonferenz im Vorfeld der \u201eWir haben es satt!\u201c-Demo (am Sa. 19. Januar in Berlin) auf die Auswirkungen der industriellen Tierhaltung auf Mensch, Tier und Umwelt aufmerksam &#8211; hier und im Globalen S\u00fcden:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Die derzeitige Tierhaltung f\u00f6rdert zu wenig Tierwohl und gef\u00e4hrdet die menschliche Gesundheit durch \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Antibiotikaeinsatz. Zudem f\u00fchrt die Belastung durch G\u00fclle zu gravierenden Auswirkungen auf B\u00f6den und Trinkwasser. Hinzu kommen erhebliche externe Kosten, etwa f\u00fcr die Reinigung von Wasser, die von der Gemeinschaft getragen werden m\u00fcssen. Die industrielle Tierhaltung profitiert au\u00dferdem vom Import von Soja aus Drittstaaten, die nicht an EU-Standards gebunden sind. Dessen Produktion verursacht in den Herkunftsl\u00e4ndern schwerwiegende Gesundheits- und Umweltsch\u00e4den. Besonders alarmierend ist, dass R\u00fcckstandsh\u00f6chstgrenzen f\u00fcr einige der bei der Sojaproduktion eingesetzten, hochtoxischen Substanzen (z. B. Glyphosat) deutlich h\u00f6her angesetzt sind als f\u00fcr andere Feldfr\u00fcchte \u2013 ein klarer Vorteil f\u00fcr die Industrie.<\/p>\n\n\n\n<p>Es liegt an der kommenden Bundesregierung und der EU-Politik, Verantwortung f\u00fcr die eigenen Lieferketten zu \u00fcbernehmen. Geregelte Importstandards \u2013 sogenannte Spiegelma\u00dfnahmen \u2013 m\u00fcssen sicherstellen, dass importierte Produkte den EU-Standards entsprechen. Dies schlie\u00dft entwaldungsfreie, Land Grabbing-freie Lieferketten ein, die nicht mit Pestizidvergiftungen oder Belastungen durch in der EU verbotene hochgef\u00e4hrliche Pestizide (HHPs) verbunden sind. Neben einem fairen globalen Handel mit Soja ist es grundlegend, die Tierhaltung in Europa auf eine nachhaltige und ressourcenschonende Form umzustellen, die mehr Tierwohl gew\u00e4hrleistet und negative Auswirkungen auf nat\u00fcrliche Ressourcen wie B\u00f6den und Gew\u00e4sser reduziert.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Rupert Ebner ist Slow-Food-Mitglied der ersten Stunde, 2011 war er Mitorganisator der ersten Berliner Demo \u00bbWir haben es satt\u00ab und ist seitdem jedes Jahr dabei. Der studierte Tiermediziner war lange Zeit Vizepr\u00e4sident der Bayerischen Landestier\u00e4rztekammer. Er war Umwelt- und Gesundheitsreferent von Ingolstadt und ist bei der Arbeitsgemeinschaft b\u00e4uerliche Landwirtschaft aktiv. Mit Eva Rosenkranz ist er Autor des Buches \u201e Pillen vor die S\u00e4ue. Warum Antibiotika in der Massentierhaltung unser Gesundheitssystem gef\u00e4hrden\u201c (oekom verlag, 2021).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wir-haben-es-satt.de\/\">&#8222;Wir haben es satt!&#8220;-Demo am 18.01.2025 &#8211; Wir haben es satt!<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem gemeinsamen Aufruf haben sich rund 60 Organisationen aus Landwirtschaft und Zivilgesellschaft versammelt, um mit der zentralen \u201eWir haben es satt!\u201c-Demonstration am 18. Januar 2025 in Berlin auf die dringenden Missst\u00e4nde im aktuellen Agrarsystem aufmerksam zu machen. Das B\u00fcndnis setzt sich f\u00fcr eine nachhaltige, b\u00e4uerliche und agrar\u00f6kologische Landwirtschaft ein, die im Einklang mit den Bed\u00fcrfnissen von Mensch, Tier und Umwelt steht. 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