{"id":28874,"date":"2024-09-20T10:45:36","date_gmt":"2024-09-20T08:45:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=28874"},"modified":"2024-09-20T10:45:40","modified_gmt":"2024-09-20T08:45:40","slug":"empfehlungen-der-dge-zum-thema-milch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=28874","title":{"rendered":"Empfehlungen der DGE zum Thema Milch"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung &#8211; DGE &#8211; setzt weiterhin auf Kuhmilch, da sie essenzielle N\u00e4hrstoffe wie Calcium, Jod, Vitamin B2 und Vitamin B12 enth\u00e4lt. Da reichen zwei Portionen am Tag. Eine Portion sind zum Beispiel jeweils ein Glas Milch, ein Becher Naturjoghurt oder auch eine Scheibe K\u00e4se. F\u00fcr diejenigen, die Kuhmilch nicht vertrag hat die DGE Informationen zu N\u00e4hrstoffgehalt von pflanzlichen Alternativen zusammengestellt. Da gibt es gro\u00dfe Unterschiede, ob es sich um Produkte aus H\u00fclsenfr\u00fcchten oder Getreide handelt. Sie warnt auch davor, ohne genaue Analyse Milch nur durch pflanzliche Alternativen zu ersetzen, da es zu Mangelerscheinungen kommen k\u00f6nnte. Gegebenenfalls sind angereicherte Produkte oder auch Nahrungserg\u00e4nzungsmittel empfehlenswert. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/GrafikDGEMilch.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/GrafikDGEMilch-1024x576.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-28878\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/GrafikDGEMilch-1024x576.webp 1024w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/GrafikDGEMilch-300x169.webp 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/GrafikDGEMilch-768x432.webp 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/GrafikDGEMilch.webp 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Grafik der DGE &#8211; Empfehlungen zum Milch-Verzehr<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In den Supermarktregalen stehen sie Seite an Seite: klassische Milchprodukte und eine immer gr\u00f6\u00dfere Auswahl an Pflanzendrinks. W\u00e4hrend der Konsum von Kuhmilch kontinuierlich sinkt, greifen immer mehr Menschen zu pflanzlichen Milchalternativen aus Soja, Hafer, Mandel, Reis oder Erbsen. Doch wie schneiden sie in Sachen N\u00e4hrwerte, Gesundheit und Nachhaltigkeit ab? Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung e. V. (DGE) beleuchtet in ihrem&nbsp;<a href=\"https:\/\/mailcluster.wegewerk.com\/c\/110\/7762165\/9523\/0\/19780057\/356\/524767\/a3c48e2d4d.html\">aktuellen Positionspapier<\/a>&nbsp;genau das. Sie vergleicht Milch und daraus hergestellte Produkte mit pflanzlichen Milchalternativen und leitet f\u00fcr die Auswahl und den Verzehr pflanzlicher Milchalternativen Handlungsempfehlungen ab. Ziel des DGE-Positionspapiers ist es, pflanzliche Milchalternativen und Kuhmilch im Hinblick auf die Dimensionen einer nachhaltigeren Ern\u00e4hrung einzuordnen. Dabei ber\u00fccksichtigt die DGE prim\u00e4r die Dimensionen Gesundheit und Umwelt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>DGE empfiehlt Kuhmilch(-produkte)<\/strong><br>Kuhmilch und Milchprodukte wie Joghurt, Quark und K\u00e4se sind ein h\u00e4ufiger Bestandteil in der t\u00e4glichen Ern\u00e4hrung in Deutschland. Sie liefern essenzielle N\u00e4hrstoffe wie Calcium, Jod, Vitamin B2 und Vitamin B12. Zudem deuten epidemiologische Daten darauf hin, dass der Verzehr von Milch(-produkten) mit einem geringeren Risiko f\u00fcr verschiedene Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, Adipositas und Typ-2-Diabetes einhergeht. Daher\u00a0<a href=\"https:\/\/mailcluster.wegewerk.com\/c\/110\/7762165\/9523\/0\/19780057\/356\/524769\/38cfcaf57a.html\">empfiehlt die DGE t\u00e4glich Milch und Milchprodukte<\/a> zu verzehren. F\u00fcr Erwachsene sind das etwa 2 Portionen am Tag. Eine Portion kann beispielsweise 1 Glas Milch, 1 Becher Naturjoghurt oder 1 Scheibe K\u00e4se sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wann sind pflanzliche Milchalternativen sinnvoll?<\/strong><br>F\u00fcr Personen, die weniger oder keine Kuhmilch konsumieren als empfohlen, oder bei einem h\u00f6heren Verzehr, bef\u00fcrwortet die DGE pflanzliche Milchalternativen. Indem sie das Angebot an pflanzlichen Lebensmitteln vergr\u00f6\u00dfern, k\u00f6nnen sie bei der Umsetzung einer pflanzenbetonten Ern\u00e4hrung helfen. Dies tr\u00e4gt zur Verringerung der ern\u00e4hrungsinduzierten Umweltbelastungen bei. Die Vielfalt bei pflanzlichen Milchalternativen sowie fehlende epidemiologische Daten aus Langzeitstudien machen allgemeine Aussagen \u00fcber ihren gesundheitlichen Nutzen schwierig. Allerdings sind pflanzliche Milchalternativen ohne Anreicherung mit verschiedenen N\u00e4hrstoffen ern\u00e4hrungsphysiologisch nicht mit Milch gleichzusetzen. Personen, die wenig oder keine Kuhmilch verzehren, sollten auf eine ausreichende Versorgung mit Calcium und Jod sowie \u2013 insbesondere bei einer vegetarischen bzw. veganen Ern\u00e4hrung \u2013 Vitamin B2 und Vitamin B12 achten. Alternativ ist es wichtig, den Bedarf an diesen N\u00e4hrstoffen \u00fcber andere Lebensmittel oder N\u00e4hrstoffpr\u00e4parate zu decken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche N\u00e4hrstoffe enthalten Pflanzendrinks \u2013 und welche nicht?<\/strong><br>W\u00e4hrend Milch(-produkte) in Deutschland wesentlich zur Zufuhr von Calcium, Jod, Vitamin B2 und Vitamin B12 beitragen, sind diese N\u00e4hrstoffe in pflanzlichen Milchalternativen ohne Anreicherung kaum enthalten. Das N\u00e4hrstoffprofil der Pflanzendrinks unterscheidet sich nicht nur deutlich von Kuhmilch, sondern auch untereinander. Zudem sind Produktentwicklungen und -ver\u00e4nderungen in diesem Marktsegment stark ausgepr\u00e4gt. Je nach Rohstoff und Zus\u00e4tzen wie \u00d6l und Zucker unterscheiden sich der Energiegehalt sowie die Anteile an den energieliefernden N\u00e4hrstoffen von pflanzlichen Milchalternativen. Der Kohlenhydrat- und Zuckergehalt ist bei pflanzlichen Milchalternativen aus H\u00fclsenfr\u00fcchten sowie N\u00fcssen und Samen in der Regel geringer als bei Kuhmilch. Die Drinks aus Getreide enthalten mehr Kohlenhydrate. Der Proteingehalt pflanzlicher Milchalternativen ist meist geringer als der von Kuhmilch. Produkte aus H\u00fclsenfr\u00fcchten, vor allem aus Soja, \u00e4hneln Kuhmilch h\u00e4ufig in Proteingehalt sowie \u2011qualit\u00e4t. Der Fettgehalt in pflanzlichen Milchalternativen ist sehr unterschiedlich. Vor allem Pflanzendrinks aus Samen und N\u00fcssen enthalten mehr unges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren als Kuhmilch. Pflanzliche Milchalternativen enthalten gegen\u00fcber Kuhmilch weniger ges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren und kein Cholesterin. Der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen in pflanzlichen Milchalternativen unterscheidet sich stark und ist davon abh\u00e4ngig, ob die Produkte damit angereichert wurden. Zudem enthalten pflanzliche Milchalternativen teilweise gesundheitsf\u00f6rdernde Inhaltsstoffe wie Ballaststoffe. Ausgehend von den in Deutschland \u00fcblichen Verzehrgewohnheiten kann der vollst\u00e4ndige oder teilweise Ersatz von Kuhmilch(-produkten) durch pflanzliche Milchalternativen ohne angemessene Substitution bzw. einen entsprechenden Ausgleich zu N\u00e4hrstoffdefiziten f\u00fchren. Entscheidend daf\u00fcr ist die gesamte Lebensmittelauswahl.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nachhaltigkeit: Kuhmilch und pflanzliche Alternativen<\/strong><br>Ein Unterschied zwischen Kuhmilch und pflanzlichen Milchalternativen sind die Umweltauswirkungen. Die Produktion tierischer Lebensmittel belastet die Umwelt stark. Im Vergleich zu Kuhmilch verursachen pflanzliche Milchalternativen durchschnittlich weniger Treibhausgasemissionen, verbrauchen weniger Wasser und beanspruchen weniger Land. Die Werte f\u00fcr die Umweltwirkungen von Kuhmilch und pflanzlichen Milchalternativen schwanken allerdings stark. F\u00fcr eine umfassende Bewertung der Umweltbelastung durch Lebensmittel ist es wichtig, Indikatoren f\u00fcr verschiedene Umweltaspekte in die Bewertung einzubeziehen. Es fehlen jedoch h\u00e4ufig Daten, sodass nicht alle Produkte in Bezug auf alle Umweltindikatoren miteinander verglichen werden k\u00f6nnen. Daher sind allgemeing\u00fcltige Aussagen kaum m\u00f6glich. Neben positiven Effekten auf die Umwelt ist der Verzicht auf tierische Lebensmittel aus ethischen Gr\u00fcnden ein zentrales Motiv f\u00fcr den Verzehr von pflanzlichen Milchalternativen. F\u00fcr die soziale Dimension einer nachhaltigeren Ern\u00e4hrung sind u. a. die Arbeitsbedingungen bei der Erzeugung der Rohstoffe zu ber\u00fccksichtigen.<br><br>F\u00fcr alle, die Kuhmilch ganz oder teilweise durch pflanzliche Milchalternativen ersetzen, gibt die DGE konkrete Handlungsempfehlungen: F\u00fcr die ausreichende Versorgung mit Calcium, Jod sowie, besonders bei vegetarischer und veganer Ern\u00e4hrung, mit Vitamin B2 und B12, pflanzliche Milchalternativen w\u00e4hlen, die mit diesen N\u00e4hrstoffen angereichert sind. Bio-Produkte d\u00fcrfen aus rechtlichen Gr\u00fcnden nicht angereichert werden. Bei nicht oder nur teilweise angereicherten Produkten auf die Zufuhr von\u00a0<a href=\"https:\/\/mailcluster.wegewerk.com\/c\/110\/7762165\/9523\/0\/19780057\/356\/524773\/4c966c8756.html\">Calcium, Jod, Vitamin B2 und B12<\/a>\u00a0durch andere Lebensmittel oder Nahrungserg\u00e4nzungsmittel achten.\u00a0<a href=\"https:\/\/mailcluster.wegewerk.com\/c\/110\/7762165\/9523\/0\/19780057\/356\/524774\/f41b49a350.html\">Qualifizierte Ern\u00e4hrungsfachkr\u00e4fte<\/a>\u00a0k\u00f6nnen dabei unterst\u00fctzen. Produkte ohne Zuckerzusatz bevorzugen. Werden ges\u00fc\u00dfte Pflanzendrinks verwendet, sollte dies bei der Gesamtzuckerzufuhr ber\u00fccksichtigt werden. Die\u00a0<a href=\"https:\/\/mailcluster.wegewerk.com\/c\/110\/7762165\/9523\/0\/19780057\/356\/524775\/009d737a52.html\">Zufuhr freier Zucker<\/a>\u00a0sollte weniger als 10 % der t\u00e4glichen Energiezufuhr ausmachen. Bei bestehenden Erkrankungen, wie z. B. Lebensmittelallergien, die Inhaltsstoffe der pflanzlichen Milchalternativen genau pr\u00fcfen. Ein Blick auf die Zutatenliste gibt Aufschluss \u00fcber die Anteile der Zutaten und zugesetzte Vitamine, Mineralstoffe und Zusatzstoffe. Pflanzliche Milchalternativen schmecken unterschiedlich. Wer sie verwenden m\u00f6chte, kann verschiedene Produkte ausprobieren. Um sich langsam an den Geschmack zu gew\u00f6hnen, kann man sie zun\u00e4chst mit Kuhmilch mischen und das Mischungsverh\u00e4ltnis schrittweise anpassen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung &#8211; DGE &#8211; setzt weiterhin auf Kuhmilch, da sie essenzielle N\u00e4hrstoffe wie Calcium, Jod, Vitamin B2 und Vitamin B12 enth\u00e4lt. Da reichen zwei Portionen am Tag. Eine Portion sind zum Beispiel jeweils ein Glas Milch, ein Becher Naturjoghurt oder auch eine Scheibe K\u00e4se. F\u00fcr diejenigen, die Kuhmilch nicht vertrag hat die DGE Informationen zu N\u00e4hrstoffgehalt von pflanzlichen Alternativen zusammengestellt. Da gibt es gro\u00dfe Unterschiede, ob es sich um Produkte aus H\u00fclsenfr\u00fcchten oder Getreide handelt. Sie warnt auch davor, ohne genaue Analyse Milch nur durch pflanzliche Alternativen zu ersetzen, da es zu Mangelerscheinungen kommen k\u00f6nnte. 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