{"id":28337,"date":"2024-06-21T16:48:18","date_gmt":"2024-06-21T14:48:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=28337"},"modified":"2024-06-21T16:48:22","modified_gmt":"2024-06-21T14:48:22","slug":"nabu-zur-schneckenplage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=28337","title":{"rendered":"NABU zur Schneckenplage"},"content":{"rendered":"\n<p>In diesem  Jahr sind Schnecken &#8211; insbesondere Nacktschnecken &#8211; zu einer ernsten Plage geworden. Der kurze Winter und die fechte Witterung beg\u00fcnstigt ihre Vermehrung und sie fressen im Gem\u00fcsegarten alles weg. Leider wurden aus unserem Zuchtgem\u00fcse die Bitterstoffe herausgez\u00fcchtet. Deshalb sind sie sehr schmackhaft f\u00fcr die Schnecken. Der Naturschutzbund NABU r\u00e4t aber von Schneckenkorn und anderen Mitteln ab, weil sie auch anderen Tieren schaden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Gemuesegarten_SchlossDyck_Foto_DeniseCezanneGuettich_Tuttiisensi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Gemuesegarten_SchlossDyck_Foto_DeniseCezanneGuettich_Tuttiisensi-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24796\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Gemuesegarten_SchlossDyck_Foto_DeniseCezanneGuettich_Tuttiisensi-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Gemuesegarten_SchlossDyck_Foto_DeniseCezanneGuettich_Tuttiisensi-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Gemuesegarten_SchlossDyck_Foto_DeniseCezanneGuettich_Tuttiisensi-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Gemuesegarten_SchlossDyck_Foto_DeniseCezanneGuettich_Tuttiisensi.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gem\u00fcsegarten in Schloss Dyck, J\u00fcchen &#8211; Foto: Denise Cezanne-G\u00fcttich<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Abgefressene Gem\u00fcsepflanzen und kahle Stauden wohin das Auge blickt: In diesem Jahr sind besonders viele Schnecken in unseren G\u00e4rten unterwegs. Der regenreiche Sp\u00e4tfr\u00fchling hat den Weichtieren optimale Bedingungen zur Vermehrung verschafft. Der NABU gibt Tipps, wie G\u00e4rtnernde ihren Frieden mit den schleimigen Tieren machen und trotzdem etwas ernten k\u00f6nnen.\u201eUnsere Gem\u00fcse- und Obstg\u00e4rten sind f\u00fcr Schnecken ein Schlaraffenland\u201c, sagt NABU-Naturschutzexperte Julian Heiermann. \u201eWildpflanzen wehren sich mit Bitterstoffen gegen Schneckenfra\u00df. Bei unseren Gem\u00fcsepflanzen wurden diese Stoffe aus vielen Sorten herausgez\u00fcchtet \u2013 damit sind sie f\u00fcr Schnecken besonders lecker.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>Einige Jahre hatte junges Gem\u00fcse etwas bessere Chancen gro\u00df zu werden. Aufgrund der vergangenen regenarmen D\u00fcrresommer gab eher wenig Schnecken. Da es in diesem Jahr bisher sehr nass in Deutschland ist, sind die Weichtiere besonders aktiv und haben viel Gelegenheit sich fortzupflanzen. Auch die k\u00fcrzeren Winter haben ihren Anteil an der Schneckenschwemme. Weil es fr\u00fcher warm wird, k\u00f6nnen sich die Schnecken auch fr\u00fcher vermehren. Heiermann: \u201eWenn dann noch wochenlange N\u00e4sse hinzukommt, hat man besonders viele Schnecken in den G\u00e4rten.\u201cHeiermann r\u00e4t davon ab, Schneckenkorn, Salz oder Bierfallen zu verwenden. \u201eH\u00e4ufig enth\u00e4lt Schneckenkorn Wirkstoffe, die auch den Fressfeinden der Schnecken schaden. Metaldehyd und Mesurol k\u00f6nnen beispielsweise beim Igel t\u00f6dliche Vergiftungen verursachen. Au\u00dferdem kann das Gift auch nicht problematische Schneckenarten t\u00f6ten\u201c, so der NABU-Experte, \u201eDas gilt auch f\u00fcr Nematoden, durch die n\u00fctzliche Schneckenarten in Mitleidenschaft gezogen werden k\u00f6nnen \u2013 wie Tigerschnegel, die andere sch\u00e4dliche Schneckenarten dezimieren, indem sie deren Eier fressen.\u201c Bierfallen ziehen durch ihren Geruch Schnecken an \u2013 so hat man am Ende auch die Schnecken aus den Nachbarg\u00e4rten im Beet. In den Fallen k\u00f6nnen auch unter Naturschutz stehende Tiere, wie Spitzm\u00e4use, ertrinken, die zudem ebenfalls Fressfeinde der Schnecken sind. Die Weichtiere mit Salz zu bestreuen, ist ebenfalls keine L\u00f6sung. \u201eAbgesehen davon, dass die Schnecken qualvoll sterben, ist Salz f\u00fcr den Boden sch\u00e4dlich. Dort w\u00e4chst dann nichts mehr\u201c, warnt Heiermann.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Hochbeet kann etwas Abhilfe schaffen. Dort finden sich viel weniger Schnecken als am Boden. \u201eAuch Schneckenz\u00e4une mit ihrem speziell gebogenen Rand k\u00f6nnen die Tiere abhalten\u201c, so Heiermann. Durch eine naturnahe Gartengestaltung mit wilden Ecken, Stein- oder Komposthaufen, die viele Versteckm\u00f6glichkeiten und ein gutes Nahrungsangebot bietet, lockt man nat\u00fcrliche Fressfeinde der Schnecke wie Igel, Laufk\u00e4fer und Hundertf\u00fc\u00dfer in den Garten. Heimische Pflanzenarten f\u00f6rdern diese Fressfeinde ebenfalls. Heiermann: \u201eBei starkem Schneckenvorkommen sollte man den Garten morgens w\u00e4ssern statt abends, denn in der Dunkelheit werden die Tiere besonders aktiv, bei Sonne ziehen sie sich zur\u00fcck.\u201c Absammeln und die Schnecken weit weg aussetzen, ist auch eine gute M\u00f6glichkeit \u2013 allerdings auf keinem Fall in einem Naturschutzgebiet, denn das ist verboten.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><em>Mit mehr als 940.000 Mitgliedern und F\u00f6rdernden ist der 1899 gegr\u00fcndete NABU der \u00e4lteste und mitgliederst\u00e4rkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich f\u00fcr den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Der NABU begeistert f\u00fcr die Natur und f\u00f6rdert naturkundliche Kenntnisse f\u00fcr ein aktives Naturerleben.&nbsp;<\/em><em>Mehr Infos:&nbsp;www.NABU.de\/wir-ueber-uns&nbsp;&nbsp;<\/em><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem  Jahr sind Schnecken &#8211; insbesondere Nacktschnecken &#8211; zu einer ernsten Plage geworden. Der kurze Winter und die fechte Witterung beg\u00fcnstigt ihre Vermehrung und sie fressen im Gem\u00fcsegarten alles weg. Leider wurden aus unserem Zuchtgem\u00fcse die Bitterstoffe herausgez\u00fcchtet. Deshalb sind sie sehr schmackhaft f\u00fcr die Schnecken. 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