{"id":27411,"date":"2024-02-02T09:34:38","date_gmt":"2024-02-02T08:34:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=27411"},"modified":"2024-02-02T10:09:10","modified_gmt":"2024-02-02T09:09:10","slug":"honig-aus-deutschland-kaufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=27411","title":{"rendered":"Honig aus Deutschland kaufen"},"content":{"rendered":"\n<p>Aktuell wird auf EU-Ebene eine Pflicht zur Herkunftsangabe von Honig diskutiert. Der Deutsche Berufs- und Erwerbsimker erkl\u00e4rt, warum es wichtig ist, hohe Qualit\u00e4tsstandards, insbesondere bei der Trocknung und Pasteurisierung von Honig, festzulegen. Denn bei einer maschinellen schnellen Bearbeitung werden wertvolle Inhaltsstoffe als auch gesundheitsf\u00f6rderliche Enzyme im Honig abget\u00f6tet. Auch wird in vielen L\u00e4nder der Honig viel zu fr\u00fch und damit unreif geerntet. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Honig-fruehstuecksrichtlinie-fritsch-002.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"675\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Honig-fruehstuecksrichtlinie-fritsch-002-1024x675.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-27415\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Honig-fruehstuecksrichtlinie-fritsch-002-1024x675.jpg 1024w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Honig-fruehstuecksrichtlinie-fritsch-002-300x198.jpg 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Honig-fruehstuecksrichtlinie-fritsch-002-768x506.jpg 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Honig-fruehstuecksrichtlinie-fritsch-002.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Imker fordern genauere Angaben auf dem Etikett: Die EU ber\u00e4t derzeit \u00fcber die Neufassung der Honig-Richtlinie. Foto: J. Fritsch <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Klare Herkunftsangabe sch\u00fctzt auch Imker<br>Nicht nur f\u00fcr die Verbraucher, auch f\u00fcr die heimischen Imker m\u00fcssen genauere Herkunfts- und Herstellungsangaben auf das Etikett: Imker-Verb\u00e4nde fordern akut bei der EU die Durchsetzung hoher Qualit\u00e4tsstandards ein, insbesondere zur Trocknung und Pasteurisierung von Honig. In einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung haben der Deutsche Imkerbund (DIB), der haupts\u00e4chlich Hobbyimker vertritt, und der \u00f6sterreichische Dachverband der Bienenz\u00fcchter nun klar Stellung bezogen und sich beim EU-Parlament in Sachen Honigrichtlinie aktiv eingesetzt. Dazu z\u00e4hlt auch die genaue Kennzeichnung der Herkunftsl\u00e4nder bei Honigmischungen, anstelle der bisherigen unklaren Angabe \u201eaus EU\/Nicht-EU L\u00e4ndern\u201c.<br><br>Keine Trocknung oder Erhitzung von Honig<br>Die Forderung der Imker die k\u00fcnstliche Trocknung von Honig verbieten zu lassen, hat weitreichende Gr\u00fcnde. In manchen L\u00e4ndern wird Honig zu fr\u00fch und damit unreif und zu nass geerntet, damit kann man einerseits den Sammeleifer der Bienen anregen und insgesamt mehr Nektareintrag und damit mehr \u201eHonig\u201certrag erreichen. Dem dann maschinell getrockneten Honig fehlen aber die Enzyme und wertvollen Inhaltsstoffe, die die Bienen bei nat\u00fcrlicher Reifung dem Honig aktiv hinzuf\u00fcgen. F\u00fcr deutschen Honig ist diese Vakuum-Verdampfung deshalb bereits verboten. Denn das Ergebnis ist eben kein Honig, sondern einfach getrocknete Nektarmasse. Genauso soll eine Pasteurisierung, also Erhitzung, die bei Importhonigen teilweise erfolgt, und bei der ebenfalls wertvolle Inhaltsstoffe zerst\u00f6rt werden k\u00f6nnen, ausdr\u00fccklich f\u00fcr den Kunden ausgewiesen werden.<br><br>F\u00fcr Verbraucherschutz und fairen Wettbewerb<br>Der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund begr\u00fc\u00dft den Einsatz vom Dachverband Biene \u00d6sterreich und dem DIB und den gemeinsamen Konsens bez\u00fcglich der Forderungen an die EU. Denn indirekt tragen die Ma\u00dfnahmen nicht nur zur Verbraucherinformation bei, sondern auch zu fairerem Wettbewerb auf dem Honigmarkt. Unsere heimische Imkerei kann mit den niedrigen Preisen der Importware nicht mehr mithalten.<br><br>Wer regional kauft f\u00f6rdert unsere Landwirtschaft<br>Und noch mehr: Die heimischen Imkereien gew\u00e4hrleisten mit ihren Bienen auch die Best\u00e4ubung landwirtschaftlicher Kulturen. Das ist der Beitrag der gesamten Imkerschaft zur Ern\u00e4hrungssicherheit. Wenn nur noch billiger Importhonig gekauft wird und heimische Imker mit ihren Bienen aufgeben m\u00fcssen, hat das Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Ertr\u00e4ge bei uns.<br><br>Der Deutsche und der Europ\u00e4ische Berufsimkerbund (DBIB und EPBA) fordern die genaue Herkunftsangabe schon lange. \u201eWir freuen uns, dass die Kennzeichnung des Ursprungslands in Honigmischungen und die jeweilige prozentuale Angabe der Honiganteile auf allgemeinen Konsens trifft. Es sind unsere wesentlichen Forderungen\u201c, sagt Bernhard Heuvel, Vizepr\u00e4sident des DBIB. \u201eWir haben mit dem Deutschen Imkerbund (DIB) gesprochen und m\u00f6chten nochmal klarstellen, warum diese Art der Kennzeichnung f\u00fcr uns und auch f\u00fcr die Verbraucher so wichtig ist.\u201c Denn in den letzten Jahren sind viele Firmen mit regional klingenden Namen auf den Markt gekommen, die zwar prominent auf dem Etikett regionale Herkunft und Herstellung suggerieren, dann aber in klein auf der R\u00fcckseite ihre tats\u00e4chliche \u201eEU\/Nicht-EU\u201c-Herkunftsangabe enth\u00fcllen. Offensichtlich f\u00fchrt diese Kennzeichnung zu &#8222;nicht-informierten Kaufentscheidungen\u201c. \u201eWir als Berufsimker m\u00fcssen unseren Lebensunterhalt mit dem Honigverkauf bestreiten. Und deswegen ist diese Kennzeichnung f\u00fcr uns Honigproduzenten umso wichtiger.\u201c betont Heuvel.<br><br>Von der EU erhofft sich der DBIB eine Prozentregelung, die nur eine geringe Abweichungsm\u00f6glichkeit von h\u00f6chstens 3 % nach oben oder unten erlaubt. Sonst w\u00fcrde die Herkunft zu sehr verschleiert. Und die Prozentangabe aller Herk\u00fcnfte sollte durchgehend sein, und nicht nur die drei h\u00f6chsten Anteile angeben, wie es zun\u00e4chst diskutiert wurde. Auch hier w\u00fcrden dem Verbraucher sonst entscheidende Informationen vorenthalten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eVeganer Honig\u201c ist Verbrauchert\u00e4uschung<br>Viele andere Vorschl\u00e4ge zur neuen Honigrichtlinie w\u00e4ren mit guten Absichten eingef\u00fchrt worden \u2013 jedoch offensichtlich teilweise fachlich falsch, zu kompliziert in der Umsetzung, praxisfern oder sie f\u00fchrten zu Schlupfl\u00f6chern f\u00fcr gef\u00e4lschten Honig, erkl\u00e4rt Berufsimker Heuvel. Das gelte auch f\u00fcr Sonderbezeichnungen wie \u201eRohhonig\u201c oder \u201eveganer Honig\u201c. Solche Zusatzbegriffe w\u00fcrden den Verbraucher nur zus\u00e4tzlich verwirren und eher mehr Erkl\u00e4rungen ben\u00f6tigen statt mehr Klarheit zu schaffen. \u201eHonig ist Honig\u201c sagt der Vizepr\u00e4sident des DBIB. \u201eDa darf es keine Verw\u00e4sserungen geben.\u201c Anscheinend sind F\u00e4lscher der Meinung, dass gepanschter Honig nicht mehr als \u201eHonig\u201c durchgeht. Also vermarkten sie ihren Sirup mit an Honig angelehnten Wortsch\u00f6pfungen. Aber: Eine Assoziation mit Honig ist dann Verbrauchert\u00e4uschung, denn Sirup aus Zucker bleibt Sirup und ist kein Honig. Eine neue Richtlinie muss also m\u00f6glichst klar und einfach umzusetzen sein. Damit Schlupfl\u00f6cher gar nicht erst entstehen.<br><br>DBIB bittet Verbraucher und Imker um Unterst\u00fctzung<br>Der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund bittet alle Verbraucher und Imker sich aktiv zu beteiligen, mit den Europa-Abgeordneten ihrer Region zu sprechen und um Unterst\u00fctzung zur Rettung des Honigmarktes zu bitten. Die oben genannten Positionen, d. h. die klare Nennung der Herkunftsl\u00e4nder mit m\u00f6glichst genauen Prozentangaben und einfach gehaltenen Regeln, hat der DBIB gegen\u00fcber dem Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) und den Abgeordneten des Europ\u00e4ischen Parlaments in Gespr\u00e4chen und Anh\u00f6rungen vertreten. Die Verhandlungen auf europ\u00e4ischer Ebene gehen zurzeit in die hei\u00dfe Phase.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktuell wird auf EU-Ebene eine Pflicht zur Herkunftsangabe von Honig diskutiert. 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