{"id":27331,"date":"2024-01-18T05:38:00","date_gmt":"2024-01-18T04:38:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=27331"},"modified":"2024-01-17T14:44:45","modified_gmt":"2024-01-17T13:44:45","slug":"gentechnik-zulassung-fuer-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=27331","title":{"rendered":"Gentechnik-Zulassung f\u00fcr Europa?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf einer Karte verdeutlicht Bioland wie die deutsche Agrarlandschaft aussehen w\u00fcrde, wenn mit Gentechnik behandeltes Saatgut eingesetzt werden w\u00fcrde. Aktuell wird in Br\u00fcssel \u00fcber ein Gentechnikrecht diskutiert. Ab dem 24. Januar wird der EU-Umweltausschuss \u00fcber den Vorschlag der EU-Kommission zur Deregulierung entscheiden. Danach geht der Entwurf an das im EU-Parlament. Falls der Plan Zustimmung erh\u00e4lt, w\u00e4ren nur noch Bioanbaufl\u00e4chen garantiert gentechnikfrei.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Bioloand_GentechnikfreierAnbauKarte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Bioloand_GentechnikfreierAnbauKarte-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-27333\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Bioloand_GentechnikfreierAnbauKarte-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Bioloand_GentechnikfreierAnbauKarte-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Bioloand_GentechnikfreierAnbauKarte-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Bioloand_GentechnikfreierAnbauKarte.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bioland-Karten zur Darstellung von gentechnikfreien Zonen nach Zulassung von Gentechnik f\u00fcr Saatgut in Europa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aktuelle Pl\u00e4ne sehen vor, dass k\u00fcnftig nicht mehr alle Arten von Gentechnik gekennzeichnet werden m\u00fcssen \u2013 sogenannte \u201eNeue Gentechnik\u201c wie CRISPR\/Cas sollen von Kennzeichnung und Risikopr\u00fcfung befreit werden. Was das f\u00fcr die Anbaufl\u00e4chen in Deutschland bedeuten w\u00fcrde, veranschaulicht Bioland mit einer Kartendarstellung.<br><br>Heute sind deutsche Anbau-Fl\u00e4chen gentechnikfrei. Das w\u00fcrde sich bei einer Deregulierung des Gentechnik-Rechts schlagartig \u00e4ndern. Nach jetzigem Stand der Diskussion w\u00e4re dann nur noch der \u00d6kolandbau gesichert gentechnikfrei. Das entspricht in Deutschland rund 1,9 Mio. Hektar \u2013 etwa 11 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fl\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Karte veranschaulicht, was auf dem Spiel steht: In Deutschland wird k\u00fcnftig nur noch wenig gentechnikfreier Anbau m\u00f6glich sein\u201c, erl\u00e4utert Bioland-Pr\u00e4sident Jan Plagge. \u201eWas auf dem Acker beginnt, zieht sich dann durch bis in die Lebensmittel-Regale. Das Angebot an gentechnikfreien Lebensmitteln wird knapper, nur Bio-Lebensmittel bleiben frei davon. Das ist weder f\u00fcr die vielen Verbraucher<em>innen fair, die gentechnikfreie Lebensmittel wollen, noch ist es im Sinne der gentechnikfrei wirtschaftenden konventionellen B\u00e4uer<\/em>innen. Und f\u00fcr die \u00d6ko-Landwirt<em>innen und Bio-Produzent<\/em>innen ist es eine Zumutung, denn sie m\u00fcssen k\u00fcnftig einen enormen zus\u00e4tzlichen Aufwand betrieben, um die Gentechnikfreiheit ihrer Lebensmittel sicherzustellen und nachzuweisen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Zur Kartendarstellung \/ \u201ekeine Zwangsbegl\u00fcckung f\u00fcr den \u00d6kolandbau!\u201c<br>Links ist der Ist-Zustand dargestellt: In Deutschland wird keine Gentechnik auf landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen angebaut, da die hohen Auflagen des EU-Gentechnikrechts dies verhindern. Die Abbildung rechts zeigt, was vom gentechnikfreien Anbau hierzulande \u00fcbrigbleibt, sollte das EU-Gentechnikrecht dahingehend dereguliert werden, dass die Kennzeichnung f\u00fcr bestimmte Arten von Gentechnik nicht mehr verpflichtend sein: Nur die \u00d6ko-Fl\u00e4chen w\u00e4ren dann noch gesichert gentechnikfrei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>\u201eDas gilt nat\u00fcrlich nur, sofern der \u00d6kolandbau f\u00fcr alle Arten von Gentechnik weiterhin verschlossen bleibt und entsprechende Koexistenz-Regelungen gelten. Zuletzt gab es ja sogar die besonders dreiste Forderung aus der EVP-Fraktion, auch den \u00d6kolandbau f\u00fcr diese Hochrisiko-Technologie zu \u00f6ffnen. Auf diese Zwangsbegl\u00fcckung, f\u00fcr die sich immerhin wohl auch innerhalb der Fraktion keine Mehrheit finden lie\u00df, wollen wir Bios gerne verzichten\u201c, so Plagge.<br>Die Anzahl und Auspr\u00e4gung der \u00c4hren symbolisieren in der Darstellung den prozentualen Anteil der \u00d6ko-Fl\u00e4che im jeweiligen Bundesland: Baden-W\u00fcrttemberg 14,5 %, Bayern 13,4 %, Berlin 18,8 %, Brandenburg 16,8 %, Bremen 33,6 %, Hamburg 11,5 %, Hessen 16,5 %, Mecklenburg-Vorpommern 14,8 %, Niedersachsen 5,7 %, Nordrhein-Westfalen 6,3 %, Rheinland-Pfalz 12,9 %, Saarland 20,8 %, Sachsen 9,8 %, Sachsen-Anhalt 9,8 %, Schleswig-Holstein 7,9 %, Th\u00fcringen 7,6 %. Viele Bundesl\u00e4nder hinken den eigenen \u00d6kofl\u00e4chenzielen hinterher, wie das Bioland-L\u00e4nderranking zeigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Bioland setzt sich auf der politischen Ebene daf\u00fcr ein, dass Gentechnik in Europa weiterhin streng reguliert und das Vorsorge-Prinzip erhalten bleibt. Auf www.bioland.de\/gentechnik informiert der Verband \u00fcber den aktuellen Stand der Diskussion, M\u00f6glichkeiten der zivilen Beteiligung und kl\u00e4rt \u00fcber Hintergr\u00fcnde auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Breites B\u00fcndnis protestiert gegen Gentechnik-Deregulierung<br>Die Forderung nach einer Beibehaltung der strengen Regulierung f\u00fcr Gentechnik tr\u00e4gt Bioland am 20. Januar gemeinsam mit einem breiten B\u00fcndnis bei der Demo \u201eWir haben es satt!\u201c in Berlin auf die Stra\u00dfe. Bioland l\u00e4dt alle, die f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Landwirtschaft eintreten, dazu ein, sich dem Demonstrationszug anzuschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Bioland-Pr\u00e4sident Jan Plagge steht im Rahmen der Internationalen Gr\u00fcnen Woche auf dem Berliner Messegel\u00e4nde vom 17. bis zum 19. Januar sowie randlich der \u201eWir haben es satt!\u201c-Demo am 20. Januar f\u00fcr Interviews zu diesem und anderen Themen gerne zur Verf\u00fcgung. Anfragen dazu bitte an leon.mohr@bioland.de<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Bioland-Verband<br>Bioland ist der bedeutendste Verband f\u00fcr \u00f6kologischen Landbau in Deutschland und S\u00fcdtirol. Rund 10.000 Betriebe aus Erzeugung, Herstellung und Handel wirtschaften nach den Bioland-Richtlinien. Gemeinsam bilden sie eine Wertegemeinschaft zum Wohl von Mensch und Umwelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf einer Karte verdeutlicht Bioland wie die deutsche Agrarlandschaft aussehen w\u00fcrde, wenn mit Gentechnik behandeltes Saatgut eingesetzt werden w\u00fcrde. Aktuell wird in Br\u00fcssel \u00fcber ein Gentechnikrecht diskutiert. Ab dem 24. Januar wird der EU-Umweltausschuss \u00fcber den Vorschlag der EU-Kommission zur Deregulierung entscheiden. Danach geht der Entwurf an das im EU-Parlament.  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