{"id":26789,"date":"2023-12-19T06:27:00","date_gmt":"2023-12-19T05:27:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=26789"},"modified":"2023-12-19T12:50:29","modified_gmt":"2023-12-19T11:50:29","slug":"foodwatch-kritisiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=26789","title":{"rendered":"Foodwatch kritisiert"},"content":{"rendered":"\n<p>Influencer-Werbung wird von den gro\u00dfen Lebensmittelkonzernen immer st\u00e4rker genutzt. Die sozialen Medien werden von Kindern und Jugendlichen sehr stark genutzt und sind als Informationsquelle hoch angesehen. Die Nutzung dieser Wege werden von der Verbraucherorganisation foodwatch kritisiert. Auch McDonald&#8217;s, Pizza Hut oder auch Coca-Cola nutzen InfluencerInnen zur Promotion ihrer Produkte mit Sonder-Editionen und vielf\u00e4ltigen Aktionen wie Veranstaltungen und Reisen. foodwatch macht nochmals darauf aufmerksam, dass Fehlern\u00e4hrung und \u00dcbergewicht durch die beworbenen Produkte gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Erdbeeren_DeniseCezanneGuettich.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"632\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Erdbeeren_DeniseCezanneGuettich-1024x632.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25503\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Erdbeeren_DeniseCezanneGuettich-1024x632.jpg 1024w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Erdbeeren_DeniseCezanneGuettich-300x185.jpg 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Erdbeeren_DeniseCezanneGuettich-768x474.jpg 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Erdbeeren_DeniseCezanneGuettich.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Erdbeeren &#8211; Foto: Denise C\u00e9zanne-G\u00fcttich<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>\u201eInfluencer:innen sind f\u00fcr Millionen junger Menschen Idole und beste Freunde zugleich. Die Social-Media-Stars sind f\u00fcr die Junkfood-Konzerne die perfekten Werbebotschafter, um immer mehr Zuckerbomben und fettige Snacks zu verkaufen \u2013 an der elterlichen Kontrolle vorbei direkt \u00fcber die Smartphones von Kindern und Jugendlichen\u201d<\/em>, sagte Luise Molling von foodwatch.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verbraucherorganisation forderte, junge Menschen besser vor Junkfood-Marketing im Internet zu sch\u00fctzen: Influencer:innen sollten nur noch f\u00fcr ausgewogene Produkte werben d\u00fcrfen. Bundesern\u00e4hrungsminister Cem \u00d6zdemir will zum Schutz von Kindern Werbeschranken einf\u00fchren. Unter anderem soll&nbsp;die Werbung f\u00fcr unausgewogene Lebensmittel im TV in den Abendstunden und an Wochenenden, wenn besonders viele Kinder Medien nutzen, grunds\u00e4tzlich untersagt sein. Diese Regelung m\u00fcsse auf den Bereich der sozialen Medien ausgedehnt werden, forderte foodwatch. Instagram-Posts oder Tiktok-Videos, die rund um die Uhr abgerufen werden k\u00f6nnen, sollten nur noch Werbung f\u00fcr ausgewogene Produkte beinhalten. Wegen des Widerstands der FDP drohten \u00d6zdemirs Pl\u00e4ne immer weiter zu verw\u00e4ssern, warnte foodwatch. Um jedoch Kinder und Jugendliche effektiv vor Junkfood-Werbung zu sch\u00fctzen, m\u00fcsste der Gesetzesentwurf an einigen Stellen nachgesch\u00e4rft werden, forderte die Verbraucherorganisation.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die \u201eJunkfluencer-Strategien\u201c der Lebensmittelindustrie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lebensmittelunternehmen bedienen sich in den sozialen Medien derzeit vor allem dreier Strategien, um den Verkauf ihrer Produkte anzukurbeln:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Produkt-Kooperationen:<\/strong> Unternehmen bringen gemeinsam mit Social-Media-Influencern gesonderte Produktlinien auf dem Markt. So lancierte McDonald\u2019s den \u201eMcFlurry Shirin\u201c mit dem Konterfei der S\u00e4ngerin und Social-Media-Ikone Shirin David. Beauty-Influencerin \u201cJulia Beautx\u201d hat angeblich einen eigenen Donut f\u00fcr Kaufland kreiert. Und Lipton hat eine vom queeren Musiker und Influencer \u201eTwenty4tim\u201c designte und vermarktete Sonderedition mit mehr als elf Millionen Dosen herausgebracht.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Reisen und Events:<\/strong> Gro\u00dfe Partys, aufregende Reisen, atemberaubende Challenges \u2013 die Konzerne lassen sich immer mehr einfallen, um Influencer:innen als Werbebotschafter zu gewinnen. Coca-Cola hat der schwedischen Influencerin Lotta Stichler einen Trip nach Lappland spendiert, damit diese dort Werbung in weihnachtlicher Schnee-Kulisse macht. Fanta und McDonald\u2019s haben zu Halloween eine McDonald\u2019s-Filiale umgestaltet, damit der Influencer Max M\u00fcller (\u201eMax Echtso\u201c) dort mit gruseligem Content f\u00fcr das Halloween-Men\u00fc werben kann. Und zeitgleich war der Fanta \u201cHoloween\u201d Bus in Berlin stationiert, wo der bei Teenagern beliebte Fabian Busch (\u201eIamzuckerpuppe\u201c) vermeintlich spontan erscheint und ein Video dreht. Auch Red Bull nutzt gerne Events als Social-Media-Werbekulisse: So hat der Energy-Drink-Hersteller gleich mehrere Influencer:innen und Gamer:innen auf das \u201eGames on a Plane\u201c-Event geladen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>\u201eVersteckte\u201c Werbung:<\/strong> Die Konzerne mischen ihre Werbevideos getarnt unter dem \u00fcblichen Content der Influencer:innen, um ihnen mehr Glaubw\u00fcrdigkeit zu verleihen und mehr Reichweite zu erzielen. So postete die f\u00fcr ihre veganen Rezept-Tipps bekannte \u201cMinimaLara\u201d ein Video in gewohnter Kulisse, in dem sie aus veganer Ritter Sport Schokolade Choco Crossies zubereitet. Die sich h\u00e4ufig mit ihrem Freund in romantischer Zweisamkeit zeigende Maxine Reuker sieht man mit ihrem Freund beim gem\u00fctlichen Herbstpicknick mit Pizza von Pizza Hut. Und der Influencer Aaron Troschke postet eine seiner vielen Challenges, bei der er dieses Mal mit einem anderen Influencer blind Pepsi verkostet.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><em>\u201eMit immer perfideren Strategien gelingt es der Lebensmittelindustrie, den st\u00e4ndigen Konsum von zuckrigen Getr\u00e4nken und fettigen Snacks als die allt\u00e4gliche Normalit\u00e4t junger Social-Media-Stars darzustellen und zugleich redaktionelle und werbliche Inhalte immer st\u00e4rker zu verschmelzen\u201d<\/em>, erkl\u00e4rte Luise Molling von foodwatch.<\/p>\n\n\n\n<p>Lebensmittelwerbung beeinflusst nachweislich das Ern\u00e4hrungsverhalten junger Menschen. Kinder essen mehr als doppelt so viele S\u00fc\u00dfigkeiten, aber nur halb so viel Obst und Gem\u00fcse wie empfohlen. Den letzten repr\u00e4sentativen Messungen zufolge sind etwa 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen von \u00dcbergewicht und sechs Prozent sogar von starkem \u00dcbergewicht (Adipositas) betroffen. Ihnen drohen im sp\u00e4teren Leben Krankheiten wie Typ-2-Diabetes, Gelenkprobleme, Bluthochdruck und Herzerkrankungen. Jeder siebte Todesfall in Deutschland ist laut Daten der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auf ungesunde Ern\u00e4hrung zur\u00fcckzuf\u00fchren.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Influencer-Werbung wird von den gro\u00dfen Lebensmittelkonzernen immer st\u00e4rker genutzt. Die sozialen Medien werden von Kindern und Jugendlichen sehr stark genutzt und sind als Informationsquelle hoch angesehen. Die Nutzung dieser Wege werden von der Verbraucherorganisation foodwatch kritisiert. Auch McDonald&#8217;s, Pizza Hut oder auch Coca-Cola nutzen InfluencerInnen zur Promotion ihrer Produkte mit Sonder-Editionen und vielf\u00e4ltigen Aktionen wie Veranstaltungen und Reisen. foodwatch macht nochmals darauf aufmerksam, dass Fehlern\u00e4hrung und \u00dcbergewicht durch die beworbenen Produkte gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":24700,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[10165,13],"tags":[1268,13993],"class_list":["post-26789","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesunde-ernaehrung","category-news","tag-foodwatch","tag-influencerwerbung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/20211020_084714-scaled.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26789","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26789"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26789\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26808,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26789\/revisions\/26808"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/24700"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26789"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26789"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26789"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}