{"id":25684,"date":"2023-07-13T15:10:57","date_gmt":"2023-07-13T13:10:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=25684"},"modified":"2023-07-13T15:11:03","modified_gmt":"2023-07-13T13:11:03","slug":"vdp-im-staendigen-wandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=25684","title":{"rendered":"VDP im st\u00e4ndigen Wandel"},"content":{"rendered":"\n<p>Seit drei\u00dfig Jahren gibt es die eigenen VDP Klassifikationen und seit zwanzig Jahren die Bezeichnung VDP.Grosses Gew\u00e4chs. Die in langen Diskussionen festgelegten Kriterien werden immer wieder neu \u00fcberarbeitet und neu aufgestellt. Demn\u00e4chst wird eine zus\u00e4tzliche Bewertung des Weinberg-Potentials in den Kriterienkatalog mit aufgenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_0902-1.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_0902-1-1024x682.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25687\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_0902-1-1024x682.jpeg 1024w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_0902-1-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_0902-1-768x511.jpeg 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_0902-1.jpeg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Vor knapp einem Jahr wurde gemeinsam mit internationalen Top-Weinfachleuten das Jubil\u00e4um\u00a0<em>20 Jahre VDP.GROSSES GEW\u00c4CHS\u00ae<\/em>\u00a0gefeiert. Ein gro\u00dfes Fest mit den deutschen Grand Crus der letzten zwei Jahrzehnte und einem emotionalen R\u00fcckblick in die Anfangszeiten dieser Erfolgsgeschichte. Gerade die R\u00fcckbesinnung auf das, was den VDP als Vorreiter der Premier und Grand Crus in Deutschland gro\u00dfgemacht hat, hat dazu gef\u00fchrt, die zum Teil sehr schwierigen Diskussionen der vergangenen Monate mit Vernunft und Geduld f\u00fchren zu k\u00f6nnen. Die Aufarbeitung der eigenen Klassifikations-Geschichte im Zuge des Jubil\u00e4ums, aber auch der Austausch mit den Nachbarn aus Frankreich und \u00d6sterreich sowie die weingesetzlichen Entwicklungen best\u00e4rkten den internen Hinterfragungsprozess und die Entschlossenheit, gemeinsam im VDP den n\u00e4chsten Schritt zu gehen.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>In dem Bewusstsein, dass alles stets einem Wandel unterzogen ist, geht der VDP damit die n\u00e4chste Etappe in der Klassifizierung der Weinberge an. So werden die bisherigen Kriterien und Unterlagen, die damals auf eine Erstanerkennung der Lagen zielten, aufgearbeitet, zusammengefasst und um neue Erkenntnisse erg\u00e4nzt. Dies f\u00fchrt nicht nur dazu, dass sich die Dokumentation der Klassifikation mehrdimensionaler und transparenter gestaltet, sondern gewisserma\u00dfen auch zu einem etwas anderen Blickwinkel: Es geht darum, welcher Weinberg bewiesen hat, dass er Potenzial hat&nbsp;<strong>(Bewiesene Reputation)<\/strong>&nbsp;\u2013 und nicht darum, welches Potenzial ein Weinberg m\u00f6glicherweise hat&nbsp;<strong>(reine Potenzialabsch\u00e4tzung der Gegebenheiten)<\/strong>. So f\u00fcgt sich das Potenzial des Weinbergs mit dem K\u00f6nnen des Winzers\/der Winzerin zu einer Einheit zusammen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nun gilt es, die in den letzten Jahren erworbene Reputation und Einsch\u00e4tzung der VDP.ERSTEN LAGEN und VDP.GROSSEN LAGEN in eine Evaluierung einzubeziehen, diese fortlaufend weiterzuentwickeln und zu \u00fcberpr\u00fcfen. Hierzu z\u00e4hlt die&nbsp;<em>historische Relevanz&nbsp;<\/em>anhand von Relevanz-stiftenden Belegen, die&nbsp;<em>Bedeutung &amp; das Renommee<\/em>&nbsp;einer Lage und die Einstufung ihrer Bonit\u00e4t durch Erzeuger:innen &amp; Expert:innen,&nbsp;<em>die \u00f6konomische Relevanz<\/em>&nbsp;durch die Analyse der Anerkennung und Sichtbarkeit der Weine im nationalen sowie internationalen Markt, die&nbsp;<em>qualitative Relevanz&nbsp;<\/em>aus nationalen &amp; internationalem Blickwinkel der Weinkritik oder auch der Gastronomie sowie die&nbsp;<em>Homogenit\u00e4t von Geologie, Klima und Topographie<\/em>. Dar\u00fcber hinaus hat jede Region die M\u00f6glichkeit,&nbsp;<em>besondere regionalspezifische Kriterien<\/em>&nbsp;einzubeziehen, die nachweislich zur Bonit\u00e4t einer Lage beitragen und wie die anderen Kriterien auf die St\u00e4rke einer Lage einzahlen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Austausch mit der internationalen Weinwelt best\u00e4tigt immer wieder aufs Neue, dass die VDP.Klassifikation sowie die Einstufung der Lagen ein hohes Ma\u00df an Anerkennung in der ganzen Welt hat. Der nun laufende Prozess verdeutlicht dies und \u00fcberpr\u00fcft gleicherma\u00dfen den Status Quo. In diesem Bewusstsein ist man \u00fcberzeugt, dass viele Entscheidungen der letzten beiden Jahrzehnte best\u00e4tigt werden, wenn die Lagen der VDP.Mitglieder die Dokumentation durchlaufen. Doch kann es gleichzeitig sein, dass manche Weinberge ihre St\u00e4rke in den vergangenen 20-30 Jahren nicht in gleicher Weise best\u00e4tigen konnten, wie andere. Ferner ist es m\u00f6glich, dass andere, neue Weinberge sich \u00fcber die Zeit eine hohe Reputation erarbeitet haben, von Winzerinnen oder Winzern zum Leben erweckt wurden und heute einen festen Platz unter den renommiertesten Weinbergen Deutschlands haben. Auch das verdeutlicht den vollst\u00e4ndigen Terroir-Gedanken, der die Pers\u00f6nlichkeit, den Erzeuger\/die Erzeugerin in die Gr\u00f6\u00dfe eines Weines bzw. eines Weinberges miteinbezieht und Zeichen daf\u00fcr ist, dass erg\u00e4nzend zu dem Potenzial des Weinbergs die daraus erworbene Reputation unter Beweis gestellt wird.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine zeitgem\u00e4\u00dfe Klassifikation verleiht eben keine Auszeichnungen bis in alle Ewigkeit. Ein jeder gro\u00dfer Wein und Weinberg stellt sich so selbstbewusst regelm\u00e4\u00dfig einer Evaluierung. Am Ende dient all das auch dazu, die von den VDP.Pr\u00e4dikatsweing\u00fctern in den letzten Jahrzehnten gemachten Erfahrungen und das Erreichte in einem nachvollziehbaren Prozess zum Gegenstand der Er\u00f6rterungen der Weingesetzgebung und der Schutzgemeinschaften zu machen. Ganz in der Klassifikationstradition unserer erfahrenen Nachbarn. Nat\u00fcrlich muss sich jede Klassifikation logisch in den Aufbau und das Profil einer Herkunft einf\u00fcgen. Alles und gerade auch der Unterbau, die Profilierung der ggA (gesch\u00fctze geographische Angabe), aber auch Regional- und Ortsweine, werden noch einige Diskussionen erfordern, zu denen die Vertreterinnen und Vertreter des VDP gerne ihren Beitrag leisten. Ein steiniger Weg f\u00fcr den deutschen Wein, am Ende aber hoffentlich erfolgreich. Die VDP.Pr\u00e4dikatsweing\u00fcter blicken dem optimistisch entgegen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit drei\u00dfig Jahren gibt es die eigenen VDP Klassifikationen und seit zwanzig Jahren die Bezeichnung VDP.Grosses Gew\u00e4chs. Die in langen Diskussionen festgelegten Kriterien werden immer wieder neu \u00fcberarbeitet und neu aufgestellt. 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