{"id":25240,"date":"2023-05-02T10:48:34","date_gmt":"2023-05-02T08:48:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=25240"},"modified":"2023-05-03T10:30:43","modified_gmt":"2023-05-03T08:30:43","slug":"moderne-kaelberhaltung-in-holdorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=25240","title":{"rendered":"Moderne K\u00e4lberhaltung in Holdorf"},"content":{"rendered":"\n<p>In der nieders\u00e4chsischen Stadt Holdorf im Landkreis Vechta betreibt Christoph Hackmann einen landwirtschaftlichen Betrieb, den er von seinem Vater \u00fcbernommen hat. Sein Interesse an der Landwirtschaft wurde ihm bereits in die Wiege gelegt. Deshalb hat sich Hackmann schon fr\u00fchzeitig f\u00fcr die K\u00e4lberhaltung entschieden. W\u00e4hrend andere sich in ihrer Freizeit entspannen oder in den Urlaub fahren, k\u00fcmmert er sich Tag f\u00fcr Tag um seine rund 1000 K\u00e4lber im Stall. &#8222;Trotzdem habe ich meine Entscheidung, in die Landwirtschaft zu gehen, bis heute nicht bereut&#8220;, bekr\u00e4ftigt der 53-j\u00e4hrige Landwirt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Kaelberstall.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Kaelberstall-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25242\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Kaelberstall-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Kaelberstall-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Kaelberstall-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Kaelberstall.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">K\u00e4lberstall &#8211; Foto: KDK<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\u201eFr\u00fcher standen die K\u00e4lber 14 Wochen in einer geschlossenen Einzelbox. Der Stall war abgedunkelt. Die Tiere wurden ausschlie\u00dflich mit Milch gef\u00fcttert. Es gab kein Raufutter\u201c, erinnert sich Hackmann. Heutzutage sieht das anders aus, daf\u00fcr ist die drei Jahre alte Stallanlage des K\u00e4lberhalters ein gutes Beispiel. Der Stall ist hell, sauber und offen gehalten. Durch die ge\u00f6ffneten T\u00fcren str\u00f6mt frische Luft herein. Die K\u00e4lber werden in kleinen Gruppen in ger\u00e4umigen Buchten gehalten, wirken verspielt und gesund. Hackmann kennt seine Tiere und ihre Gewohnheiten: \u201eIch wei\u00df genau, welche Tiere wie fressen oder mehr Beobachtung brauchen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>F\u00fctterung weitestgehend automatisiert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die F\u00fctterung erfolgt zweimal pro Tag. Hinzu kommt die Reinigung der Beh\u00e4lter, der Tr\u00e4nken und der F\u00fctterungseinrichtung. \u201eBei ca. 1000 Tieren verbringe ich im Schnitt t\u00e4glich rund f\u00fcnf Stunden im Stall. Wir sind bei der F\u00fctterung meist zu zweit. Entweder werde ich durch einen Mitarbeiter, meinen Vater oder meinen Sohn bei der F\u00fctterung unterst\u00fctzt.\u201c Diese erfolgt inzwischen weitestgehend automatisiert. In der Futterk\u00fcche, einem Betriebsgeb\u00e4ude direkt neben der Stallung, stehen zwei gro\u00dfe Tanks, die je 10.000 Liter fassen. Zweimal pro Woche wird frische Molke angeliefert und darin zwischengelagert. Unter Zugabe weiterer Bestandteile wird die Milchmischung vollautomatisch und passend f\u00fcr die jeweiligen Mastgruppen hergestellt und \u00fcber lange Leitungen zu den Tr\u00e4nken im Nachbargeb\u00e4ude geleitet. Zus\u00e4tzlich wird dort mit einem elektrisch betriebenen Futterdosierwagen das Raufutter in die an den Buchten angebrachten Tr\u00f6ge verteilt. \u201eDadurch haben wir mehr Zeit f\u00fcr die Tierkontrolle. Die nimmt nun wesentlich mehr Zeit in Anspruch als fr\u00fcher, dadurch geht es den Tieren heute auch besser als damals\u201c, erkl\u00e4rt der Landwirt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>In der KDK organisierte K\u00e4lberhaltung geht \u00fcber gesetzlichen Standard hinaus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hackmann betont: \u201eWenn wir uns nicht weiterentwickelt und den neuen Erkenntnissen angepasst h\u00e4tten, w\u00fcrde es uns heute als landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb nicht mehr geben.\u201c Dazu geh\u00f6rte auch, dass sich Hackmann schon fr\u00fch der Kontrollgemeinschaft Deutsches Kalbfleisch (KDK) anschloss. Die verpflichtenden und engmaschigen Qualit\u00e4tskontrollen sehen unter anderem regelm\u00e4\u00dfige Urin-, Blut- und Haarproben vor. \u201eDas gibt uns und auch dem Verbraucher eine sehr gro\u00dfe Sicherheit. Denn das, was wir hier machen, geht weit \u00fcber den gesetzlichen Standard hinaus.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bereich Haltung und Gesundheit f\u00f6rdern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht der erste Besuch der M\u00fcnsteranerin Theresa Averbeck auf Hackmann\u2019s Hof. F\u00fcr die KDK f\u00e4hrt sie regelm\u00e4\u00dfig zu den Betrieben der Mitglieder und ist entsprechend nah am Geschehen. Man kennt sich \u2013 und das ist wichtig f\u00fcr das gegenseitige Vertrauen. Das Hauptziel der KDK ist die Sicherheit des Lebensmittels, doch ebenfalls weit oben auf der Agenda steht das Thema Tierwohl. Deshalb verpflichten sich die Mitglieder neben der Mitwirkung an Kontrollen auch der Umsetzung von hohen Haltungsstandards, die im Einklang mit den Vorschl\u00e4gen der Initiative Tierwohl stehen und \u00fcber das gesetzlich vorgeschriebene Ma\u00df hinausgehen. Verbraucher sollen sich absolut sicher sein k\u00f6nnen, dass das, was verkauft wird, auch das h\u00e4lt, was es verspricht. \u201eWir m\u00f6chten den Bereich Haltung und Gesundheit weiterhin f\u00f6rdern und st\u00e4rken\u201c, erkl\u00e4rt Averbeck.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Zusammenschluss mit Vorteilen f\u00fcr alle<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und die Resonanz f\u00e4llt durchaus positiv aus. \u201eWir erfahren, dass sich weitere Betriebe der KDK anschlie\u00dfen und wir neue Betriebe dazu gewinnen.\u201c Dieser Schritt, den Hackmann schon vor einigen Jahren gegangen ist, unternehmen auch andere nicht ohne Grund \u2013 in der KDK organisiert zu sein hat den Vorteil, seine Ware ohne Umwege an die drei gr\u00f6\u00dften Vermarkter Deutschlands verkaufen zu k\u00f6nnen. Diese Vermarkter, ebenfalls in der KDK organisiert, folgen der Abmachung, ihr Kalbfleisch ausschlie\u00dflich von den Mitgliedsbetrieben zu beziehen. So kann die KDK sicherstellen, dass ihre hohen Qualit\u00e4tsstandards eingehalten werden. Und so profitieren letzten Endes alle Beteiligten, auch die Verbraucher \u2013 Averbeck ist mehr als zufrieden: \u201eDas ist sehr sch\u00f6n.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das 5D-Prinzip: Qualit\u00e4t aus Deutschland&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Anspruch und die Verpflichtung der KDK lautet f\u00fcnfmal \u201eD\u201c. Das bedeutet, dass die Prozesse von der Geburt bis hin zur Verarbeitung des Kalbes hier in Deutschland erfolgen. Dieses Prinzip erm\u00f6glicht es, jede Charge bis zu ihrem Ursprung zur\u00fcckzuverfolgen \u2013 und das stufen\u00fcbergreifend: von der Geburt, Aufzucht \u00fcber die Schlachtung und Zerlegung bis hin zur Verarbeitung. \u201eAuch die Vermarkter haben sich dazu verpflichtet, ausschlie\u00dflich Tiere aus der KDK zu vermarkten. Und diesen Weg wollen wir auch in Zukunft gehen\u201c, erkl\u00e4rt Averbeck. Das bedeutet auch: k\u00fcrzere Wege, schlankere und nachhaltigere Prozesse sowie weniger Stress f\u00fcr die Tiere. Das Ergebnis ist gleichsam das Versprechen: h\u00f6chste Qualit\u00e4t aus Deutschland.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hofstelle in Holdorf \u2013 Lebensmittelpunkt f\u00fcr drei Generationen<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eHier hat im Grunde alles angefangen.\u201c Hackmann erinnert sich: \u201eIn der alten Diele haben bereits in meiner Kindheit K\u00fche gestanden. Danach, in den Siebzigerjahren, haben wir dort dann die ersten K\u00e4lber gehalten. In den Neunzigern ist die Hofstelle nach und nach umgebaut worden. Heute sind wir ein spezialisierter K\u00e4lbermastbetrieb.\u201c Da die vorhandenen Geb\u00e4ude auf der Hofstelle jedoch nicht f\u00fcr die K\u00e4lberhaltung ausgelegt gewesen waren, musste langfristig eine andere L\u00f6sung her. Weite Laufwege sowie unterschiedliche Gruppen- und Buchtengr\u00f6\u00dfen stellten Hackmann vor zunehmend gr\u00f6\u00dfere Herausforderungen \u2013 insbesondere die Automatisierung lie\u00df sich dort schwer umsetzen. \u201eWir mussten uns h\u00e4ufig nach dem bestehenden Bestand richten. Aus diesem Grund haben wir die M\u00f6glichkeit genutzt und einen neuen Standort erschlossen, an dem die Geb\u00e4ude optimal f\u00fcr die K\u00e4lberhaltung ausgerichtet werden konnten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Hofstelle in Holdorf, im alten Wohnhaus, lebt Hackmann zusammen mit seiner Frau und seinen f\u00fcnf Kindern. Und auch seine Eltern leben dort. \u201eErwerbsm\u00e4\u00dfige Tierhaltung betreiben wir hier nicht mehr. Aber ganz ohne Tiere leben wir dann doch nicht. Wir haben hier unseren Hofhund, ein Kaninchen und ein paar H\u00fchner\u201c, erz\u00e4hlt Hackmann augenzwinkernd.<\/p>\n\n\n\n<p>Hohe Qualit\u00e4t und mehr Tierwohl erfordern vor allem eins: viel Arbeit und noch mehr Leidenschaft. K\u00e4lberhalter wie Christoph Hackmann beweisen eine klare Haltung \u2013 f\u00fcr ihre Tiere und in ihrer \u00dcberzeugung. Sie sorgen tagt\u00e4glich daf\u00fcr, dass es ihren Tieren gut geht und das Lebensmittel sicher ist. Hackmanns Betrieb ist einer unserer \u201eH\u00f6fe mit Haltung\u201c, die sich zu h\u00f6chster Qualit\u00e4t und mehr Tierwohl verpflichtet haben.&nbsp; Zu sehen gibt es das neue Format \u201eH\u00f6fe mit Haltung\u201c auf der neuen Website der KDK.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.deutsches-kalbfleisch.de\/landwirte\/hackmann\/\">Hackmann &#8211; Kontrollgemeinschaft Deutsches Kalbfleisch | Qualit\u00e4t | Tiergerecht (deutsches-kalbfleisch.de)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der nieders\u00e4chsischen Stadt Holdorf im Landkreis Vechta betreibt Christoph Hackmann einen landwirtschaftlichen Betrieb, den er von seinem Vater \u00fcbernommen hat. Sein Interesse an der Landwirtschaft wurde ihm bereits in die Wiege gelegt. Deshalb hat sich Hackmann schon fr\u00fchzeitig f\u00fcr die K\u00e4lberhaltung entschieden. 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