{"id":24408,"date":"2022-12-25T07:31:00","date_gmt":"2022-12-25T06:31:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=24408"},"modified":"2022-12-20T14:24:23","modified_gmt":"2022-12-20T13:24:23","slug":"bluehender-betrieb-herbaria","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=24408","title":{"rendered":"Bl\u00fchender Betrieb &#8211; Herbaria"},"content":{"rendered":"\n<p>Insekten- als auch Artenschutz werden beim Kr\u00e4uter- und Tee-Hersteller Herbaria ernst genommen. Nun wurde der Bio-Produzent vom Bayerischen Umweltministerium zum zweiten Mal mit der Auszeichnung &#8222;Bl\u00fchender Betrieb&#8220; geehrt. Insbesondere die gro\u00dfe Fl\u00e4che an nicht versiegelter Au\u00dfenfl\u00e4che mit vielreichen insektenfreundlichen Pflanzen und Elemente haben hierbei den Ausschlag gegeben. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/35938948-9BCE-4B1A-B6F3-C4C1B12D8A80.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/35938948-9BCE-4B1A-B6F3-C4C1B12D8A80-1024x682.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24411\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/35938948-9BCE-4B1A-B6F3-C4C1B12D8A80-1024x682.jpeg 1024w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/35938948-9BCE-4B1A-B6F3-C4C1B12D8A80-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/35938948-9BCE-4B1A-B6F3-C4C1B12D8A80-768x511.jpeg 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/35938948-9BCE-4B1A-B6F3-C4C1B12D8A80.jpeg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Artenreiche Herbaria Bl\u00fchwiese im Juni. Mindestens 20 Prozent der Freifl\u00e4chen des Firmengel\u00e4ndes m\u00fcssen laut Anforderung des Bl\u00fchpakts Bayern als naturnahe Bl\u00fchfl\u00e4chen gestaltet sein  &#8211; Foto: Herbaria Kr\u00e4uterparadies GmbH<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr sein Engagement beim Insekten- und Artenschutz auf dem Firmengel\u00e4nde in Fischbachau ist das Bio-Unternehmen Herbaria erneut vom Bayerischen Umweltministerium als \u201eBl\u00fchender Betrieb\u201c ausgezeichnet worden. Das staatliche Pr\u00e4dikat wird f\u00fcr insektenf\u00f6rdernde Ma\u00dfnahmen vergeben, beispielsweise f\u00fcr die naturnahe Gestaltung der Au\u00dfenanlagen mit heimischen, insektenfreundlichen Stauden, Hecken und Blumenwiesen. Herbaria erhielt die Auszeichnung zum ersten Mal 2019 und hat sich nun weiterhin verpflichtet, auf seinen Freifl\u00e4chen Nahrungsquellen und Lebensr\u00e4ume f\u00fcr Insekten zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u201eDer weltweite Verlust der Biodiversit\u00e4t ist neben der Klimakrise die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung der Menschheit im 21. Jahrhundert. Aktuell findet deshalb die Weltnaturkonferenz zur Rettung der Biodiversit\u00e4t auf unserem Planeten im kanadischen Montr\u00e9al statt. Wir wollen unseren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten, sowohl beim Einkauf unserer Rohstoffe aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft in 41 L\u00e4ndern weltweit, als auch bei uns am Standort in Oberbayern\u201c, betont Inez Bachmann, die Nachhaltigkeitsmanagement-Beauftragte von Herbaria.<br><br>\u201eVor rund zwanzig Jahren ist das Unternehmen auf das Gel\u00e4nde gezogen. Die Fl\u00e4chen der ehemaligen Baumkuchenfabrik und eines S\u00e4gewerks waren stark versiegelt. Die Umgestaltung war von Anfang an im Sinne der Natur \u2013 es wurde entsiegelt und begr\u00fcnt. Heute sind rund 42 Prozent des Herbaria-Firmengel\u00e4ndes unversiegelte Freifl\u00e4chen mit einer Reihe naturnaher, \u00f6kologisch wertvoller Elemente. Sogar viele Wege sind begr\u00fcnt. Und mitten auf dem Parkplatz begegnet man schon mal einer K\u00f6nigskerze oder Wegwarte, wenn die dort in einer L\u00fccke wachsen will\u201c, erl\u00e4utert Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Erwin Winkler.<br><br>Als Nahrungsquelle f\u00fcr Bienen, Schwebfliegen, Schmetterlinge, K\u00e4fer und viele andere bl\u00fctenbesuchende Insekten wurden verschiedene kleinere Bl\u00fchfl\u00e4chen mit Magerwiesen-Charakter und eine 1.135 Quadratmeter gro\u00dfe, artenreiche Bl\u00fchwiese mit einheimischen Wildblumen wie Lichtnelken, Hornklee oder Margeriten angelegt. Unter den Pflanzen sind auch wichtige Futterpflanzen f\u00fcr Schmetterlingsraupen. Zus\u00e4tzlich wachsen insektenfreundliche Str\u00e4ucher wie die fr\u00fch bl\u00fchende Kornelkirsche oder Weiden rund um die Geb\u00e4ude. Sogar eine kleine Streuobstwiese mit alten einheimischen, standortangepassten Apfel- und Zwetschgensorten wurde gepflanzt.<br><br>Eine Reihe von Fl\u00e4chen mit offenem, schwach bewachsenem Boden kommen auch vielen Wildbienenarten als Lebensraum f\u00fcr die Fortpflanzung zugute, denn rund 75 % aller einheimischen Wildbienen legen ihre Nester in der Erde an. \u00dcberall auf dem Gel\u00e4nde gibt es auch wilde Ecken, die als st\u00f6rungsfreie R\u00fcckzugsr\u00e4ume unter anderem f\u00fcr Insekten dienen. Und gro\u00dfe Teile der Vegetation werden im Herbst nicht abger\u00e4umt, sondern bleiben als Winterquartiere f\u00fcr die Sechsbeiner stehen. Alle Fl\u00e4chen werden extensiv und schonend gepflegt. Torf, Pestizide und chemisch-synthetische D\u00fcnger sind tabu<\/p>\n\n\n\n<p>Aber nicht nur Insekten profitieren von der naturnahen Gestaltung der Herbaria Au\u00dfenfl\u00e4chen. So finden V\u00f6gel beispielsweise Lebensraum in einheimischen Laubb\u00e4umen wie Schwarzerlen, Birken und Weiden sowie Nahrung an Geh\u00f6lzen wie Vogelbeere, Liguster oder Hundsrose (Hagebutten). An einer Feuchtwiese an einem Bachlauf leben Ringelnattern und zeitweise auch ein Biber.<br><br>Link zu Herbaria auf der Website Bl\u00fchpakt Bayern: <a href=\"https:\/\/www.bluehpakt.bayern.de\/betriebe\/ausgezeichnet\/herbaria\/index.htm\">Ausgezeichneter Betrieb &#8211; Herbaria Kr\u00e4uterparadies GmbH (bayern.de)<\/a><br><br>Bl\u00fchpakt Bayern<br>Das Bayerische Umweltministerium verleiht die Auszeichnung &#8222;Bl\u00fchender Betrieb&#8220; im Rahmen des \u201eBl\u00fchpakts Bayern\u201c seit Oktober 2018 an Unternehmen, Beh\u00f6rden und soziale Einrichtungen. Insgesamt 80 &#8222;Bl\u00fchende Betriebe&#8220; sind bisher vom Umweltministerium f\u00fcr ihr Engagement ausgezeichnet worden (Stand Oktober 2022). Um die staatliche Auszeichnung als \u201eBl\u00fchender Betrieb\u201c zu erhalten, m\u00fcssen folgende vier Mindestkriterien erf\u00fcllt werden: Mindestens 20 % der Freifl\u00e4chen des Firmengel\u00e4ndes m\u00fcssen als naturnahe Bl\u00fchfl\u00e4chen gestaltet sein; Bereiche der Bl\u00fchfl\u00e4chen bleiben \u00fcber den Winter ungem\u00e4ht stehen (Erhalt von Fortpflanzungs- und \u00dcberwinterungsst\u00e4tten f\u00fcr Insekten); kein Einsatz torfhaltiger Substrate bei der Gestaltung und Pflege von Freifl\u00e4chen; keine fl\u00e4chige Verwendung chemischer Pflanzenschutzmittel. Der Bl\u00fchpakt Bayern ist Teil der Bayerischen Biodiversit\u00e4tsstrategie. Ziel ist eine Erholung der Best\u00e4nde und Vergr\u00f6\u00dferung der Insektenvielfalt, da die Anzahl der Insekten und ihr Artenreichtum massiv zur\u00fcckgegangen sind. Der Bl\u00fchpakt Bayern m\u00f6chte diesen Trend stoppen und dazu ein breites B\u00fcndnis entwickeln.<br><br>Biodiversit\u00e4tskrise weltweit und in Bayern<br>Bei der Weltnaturkonferenz im kanadischen Montr\u00e9al vom 7. Bis 19. Dezember 2022 wird ein Abkommen verhandelt, um den dramatischen, weltweiten Schwund von Tieren, Pflanzen und Pilzen sowie die Zerst\u00f6rung von W\u00e4ldern, Meeren und weiteren Lebensr\u00e4umen aufzuhalten. Auch in Bayern nimmt die Vielfalt an Arten und Lebensr\u00e4umen st\u00e4ndig ab. Laut bayerischen Roten Listen gelten von 35.000 Tierarten, die in Bayern vorkommen, rund 40 Prozent der untersuchten Arten als ausgestorben, verschollen oder bedroht.<br><br>Herbaria Kr\u00e4uterparadies GmbH:<br>Das Produktsortiment der Herbaria Kr\u00e4uterparadies GmbH umfasst Gew\u00fcrze, Tee, Kaffee und Elixiere in 100 % Bio-Qualit\u00e4t. Das Premium-Gew\u00fcrzsortiment Bio-Feinschmecker wird in mehr als 10 L\u00e4nder exportiert. Herbaria stellt das gesamte Bio-Sortiment mit einem durchg\u00e4ngigen und sehr aufw\u00e4ndigen Qualit\u00e4tssicherungssystem her, das der Herstellungserlaubnis f\u00fcr Arzneimittel entspricht. Dies geht weit \u00fcber die gesetzlichen Anforderungen f\u00fcr Bio-Lebensmittel hinaus und wird beh\u00f6rdlich kontrolliert. Herbaria ist Bio-Pionier der ersten Stunde und Gr\u00fcndungsmitglied des Bundesverbands Naturkost Naturwaren e. V. (BNN) im Jahr 1987. Seit 2012 ist das Unternehmen auch Mitglied im Bioland-Verband. Bereits seit 1997 ist Herbaria nach dem EU-Standard f\u00fcr Umweltmanagement EMAS-zertifiziert. Im Jahr 2019 qualifizierte sich Herbaria als eines der ersten beiden Bio-Unternehmen, und sogar als einer der ersten beiden Lebensmittelhersteller in Deutschland \u00fcberhaupt f\u00fcr die EMASplus-Nachhaltigkeitszertifizierung. Die Herbaria Kr\u00e4uterparadies GmbH wurde 1919 als Heilmittelfirma gegr\u00fcndet und ist seit 1979 Teil der inhabergef\u00fchrten Salus Unternehmensgruppe. Das Unternehmen besch\u00e4ftigt 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an seinem Sitz in Fischbachau in Oberbayern. | <a href=\"http:\/\/www.herbaria.com\">www.herbaria.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Insekten- als auch Artenschutz werden beim Kr\u00e4uter- und Tee-Hersteller Herbaria ernst genommen. Nun wurde der Bio-Produzent vom Bayerischen Umweltministerium zum zweiten Mal mit der Auszeichnung &#8222;Bl\u00fchender Betrieb&#8220; geehrt. 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