{"id":24059,"date":"2022-11-15T06:27:00","date_gmt":"2022-11-15T05:27:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=24059"},"modified":"2022-11-07T12:53:35","modified_gmt":"2022-11-07T11:53:35","slug":"das-rind-als-dreinutzungstier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=24059","title":{"rendered":"Das Rind als Dreinutzungstier"},"content":{"rendered":"\n<p>In einer aktuellen Studie, die von Slow Food in Auftrag gegeben wurde, wurde die M\u00f6glichkeit zur klimafreundlichen Nutzung von Rindern untersucht. Denn die Frage, ob Rindfleischgenuss auch gut, sauber und fair sein kann treibt Slow Food Deutschland schon l\u00e4nger um. Das Projekt wurde vom Umweltbundesamt finanziert. Durch Freilandhaltung in der Herde und der kombinierten Milch- und Fleisch-Nutzung w\u00fcrde die Rindfleischzucht eine andere Dimension einnehmen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Arche_Limpburger-Rind-\u00a9-Hendrik-Haase.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"685\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Arche_Limpburger-Rind-\u00a9-Hendrik-Haase-685x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24061\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Arche_Limpburger-Rind-\u00a9-Hendrik-Haase-685x1024.jpg 685w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Arche_Limpburger-Rind-\u00a9-Hendrik-Haase-201x300.jpg 201w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Arche_Limpburger-Rind-\u00a9-Hendrik-Haase-768x1148.jpg 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Arche_Limpburger-Rind-\u00a9-Hendrik-Haase-1028x1536.jpg 1028w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Arche_Limpburger-Rind-\u00a9-Hendrik-Haase.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 685px) 100vw, 685px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Slow Food Arche Passagier:  Limpburger Rind \u00a9 Hendrik Haase<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wie kann Rindfleisch gut, sauber und fair erzeugt, verarbeitet und vertrieben werden und das Rind zur notwendigen Transformation des Agrar- und Ern\u00e4hrungssystems beitragen? Das Ergebnis der Studie zeigt: Als Dreinutzungstier leistet das Rind einen klimaschonenden Beitrag f\u00fcr Landwirtschaft und Umwelt.<\/p>\n\n\n\n<p>So kann das Rind kann beim gesellschaftlich-wissenschaftlichen Ringen um effiziente Wege hin zur beschlossenen Klimaneutralit\u00e4t Deutschlands eine bedeutsame Rolle spielen. Wegen seines hohen CO2-Fu\u00dfabdrucks und Fl\u00e4chenverbrauchs steht es zumeist in der Kritik. Zukunftsf\u00e4hige Ern\u00e4hrungsweisen, die sich an den planetaren Grenzen orientieren, raten weitestgehend, auf Rindfleisch zu verzichten.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Seit 2020 ging Slow Food in dem Umweltbundesamt finanzierten Projekt \u201eNachhaltige und umweltgerechte Fleischwirtschaft am Beispiel Rind\u201c der Frage nach, inwieweit wir uns durch einseitige Zuchtausrichtung, intensive F\u00fctterungs- und Haltungsverfahren mit dem Ziel hoher Leistungen (v.a. Milch) in die Sackgasse getrieben haben und welche Wege uns genau dort wieder herausf\u00fchren. Dazu hat SFD in sechs regionalen Workshops und erg\u00e4nzenden Fachgespr\u00e4chen mit Fachleuten aus Haltung, Zucht, Verarbeitung, Handel und Gastronomie diskutiert. Es f\u00fchrte zu dem Ergebnis, dass das Rind bei der Transformation unseres Agrar- und Ern\u00e4hrungssystems hin zu mehr Resilienz, Ressourcen- und Klimaschutz sowie Wertsch\u00e4tzung guter Lebensmittel eine wichtige Funktion einnehmen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu die Projektleiterin Andrea Lenkert-H\u00f6rrmann: \u201eEntscheidend ist, dass wir Rinder im modernen Sinne als Dreinutzungstiere einsetzen und wertsch\u00e4tzen. Dann geben sie uns Milch, Fleisch und \u00d6kosystemdienstleistungen zugleich und leisten sogar einen klimaschonenden Beitrag f\u00fcr den Erhalt von Landschaft, Bodenfruchtbarkeit, Biodiversit\u00e4t und den Wasserhaushalt.\u201c Voraussetzung daf\u00fcr ist eine ver\u00e4nderte Zuchtausrichtung, weg von Milch- bzw. Fleisch-H\u00f6chstleistung hin zu guter Grundfutterverwertung. Dann erst l\u00e4sst sich das zweite, wesentliche Kriterium f\u00fcr gutes, sauberes und faires Rind realisieren: Die Haltung und die F\u00fctterung des Tieres durch die Weide und mehrj\u00e4hrigen Kleegrasanbau. \u201eDie Rinder m\u00fcssen wieder das tun k\u00f6nnen, was sie am besten k\u00f6nnen. N\u00e4mlich Gras und andere, f\u00fcr den Menschen nicht verwertbare Biomasse fressen, diese in wertvolle Lebensmittel verwandeln und dazu in der Herde auf der Weide grasen,\u201c erkl\u00e4rt Andrea Fink-Ke\u00dfler, die das Projekt wissenschaftlich begleitet hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die berechtigterweise viel diskutierte Frage nach der Fleischmenge auf unseren Speisetellern bek\u00e4me eine Antwort: Denn Milchprodukte und Fleisch k\u00f6nnte in einem an die Futterfl\u00e4che angepassten Verh\u00e4ltnis verzehrt werden, w\u00fcrden an Menge automatisch abnehmen und w\u00e4ren damit eine Beigabe auf unseren Tellern. Das k\u00e4me der Gesundheit von Mensch und Planet zugute.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.slowfood.de\/zum-nachlesen\/publikationen\/studien\/studien\/220921_sfd_uba-fleischprojekt_digital.pdf\">220921_sfd_uba-fleischprojekt_digital.pdf (slowfood.de)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>n einer aktuellen Studie, die von Slow Food in Auftrag gegeben wurde, wurde die M\u00f6glichkeit zur klimafreundlichen Nutzung von Rindern untersucht. Denn die Frage, ob Rindfleischgenuss auch gut, sauber und fair sein kann treibt Slow Food Deutschland schon l\u00e4nger um. Das Projekt wurde vom Umweltbundesamt finanziert. 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