{"id":23489,"date":"2022-08-13T07:36:00","date_gmt":"2022-08-13T05:36:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=23489"},"modified":"2022-08-08T07:47:15","modified_gmt":"2022-08-08T05:47:15","slug":"welcher-wein-zu-welchem-grillgut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=23489","title":{"rendered":"Welcher Wein zu welchem Grillgut?"},"content":{"rendered":"\n<p>Adi Matzek ist Doppel-Grillweltmeister und leitet seine eigene Grillschule. Als \u00d6sterreicher ist er dem \u00f6sterreichischen Wein sehr verbunden und gibt hier Tipps zur passenden Weinauswahl zum jeweiligen Grillgut. Da gibt es vieles zu beachten: Ob das Grillgut mit direkter oder indirekter Hitze zubereitet wird, oder wie scharf angebraten und gew\u00fcrzt wurde sind einige der Faktoren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/BC403AAF-D024-442C-A11F-722A3BC2A0FF.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"577\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/BC403AAF-D024-442C-A11F-722A3BC2A0FF-1024x577.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23491\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/BC403AAF-D024-442C-A11F-722A3BC2A0FF-1024x577.jpeg 1024w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/BC403AAF-D024-442C-A11F-722A3BC2A0FF-300x169.jpeg 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/BC403AAF-D024-442C-A11F-722A3BC2A0FF-768x433.jpeg 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/BC403AAF-D024-442C-A11F-722A3BC2A0FF.jpeg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Foto: \u00d6WM\/Blickwerk Fotografie<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>DIE KUNST DES GRILLENS: DIREKT ODER INDIREKT, BARBECUEN ODER SMOKEN<br><br>\u201eAls Nieder\u00f6sterreicher ist man von Natur aus dem Wein sehr verbunden\u201c, schmunzelt der Doppel-Grillweltmeister Adi Matzek, der nicht nur Autor mehrerer Grill-Kochb\u00fccher ist, sondern auch \u00d6sterreichs erste Grillschule leitet. Seine Grundregel: \u201eBei der passenden Weinauswahl stellt sich zuerst immer die Frage, ob direkt oder indirekt gegrillt wird.\u201c Bei der indirekten Methode wird das Grillgut gleichm\u00e4\u00dfig von allen Seiten und schonend bei niedrigeren Temperaturen \u00fcber eine l\u00e4ngere Zeit gegart. Dahingegen setzt man beim direkten Grillen auf kurze Garzeiten und grillt \u201escharf\u201c an. Das Gargut liegt direkt \u00fcber der Hitzequelle bei Temperaturen bis zu 370\u00a0\u00b0C. Dabei entstehen intensive R\u00f6staromen, die Fleisch, Fisch &amp; Co. nat\u00fcrlich aromatisieren. Dazu passen im Allgemeinen sehr gut Weine mit ausgepr\u00e4gter Tanninstruktur und Gerbstoffen. \u201eTannine und R\u00f6staromen \u2013 das passt sehr gut zusammen\u201c, best\u00e4tigt auch Michael Grossauer, der in seinen \u201eel Gaucho\u201c-Steaklokalen ganz bewusst auf \u00f6sterreichische Rot- und Wei\u00dfweine zu Steaks, Ribs und Burgern setzt.Je zarter oder fett\u00e4rmer das Fleisch, desto dezenter sollte die Weinauswahl getroffen werden. Weine mit weniger Gerbstoffen und mehr Frucht wie z. B. Zweigelt, Pinot Noir oder Sankt Laurent passen dazu sehr gut. \u201eDas klassische Barbecue ist eine indirekte Grillmethode, bei der gro\u00dfe Fleischst\u00fccke langsam bei m\u00e4\u00dfigen Temperaturen von bis zu 150\u00a0\u00b0C gegart werden. Oft wird auch Rauch eingeleitet\u201c, so Adi Matzek. Beim Smoken oder R\u00e4uchern werden die Speisen bei niedrigeren Temperaturen durch den Rauch der Hartholzbefeuerung veredelt.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>TIPPS F\u00dcR DIE WEINAUSWAHL AM GRILL<br><br>Vom Aperitif bis zur Nachspeise kann Wein aus \u00d6sterreich eine gem\u00fctliche Grillerei untermalen. Als Begr\u00fc\u00dfungsgetr\u00e4nk bei der Grillparty passt ein\u00a0<strong>Sekt aus \u00d6sterreich<\/strong>\u00a0ausgezeichnet. 100 Prozent \u00f6sterreichische Herkunft und kontrollierte Qualit\u00e4t garantiert Sekt Austria, erkennbar an der rotwei\u00dfroten Banderole auf dem Flaschenkopf.Geht es hei\u00df her, vertragen neben Wei\u00dfweinen auch fruchtige, klassisch ausgebaute Rotweine wie Zweigelt, Sankt Laurent, Blaufr\u00e4nkisch oder auch der Blaue Portugieser ein gut gek\u00fchltes Umfeld: Die\u00a0<strong>ideale Trinktemperatur\u00a0<\/strong>f\u00fcr leichte Wei\u00dfe liegt bei 6\u20138\u00a0\u00b0C, f\u00fcr \u201ecoole\u201c Rote bei ca. 14\u00a0\u00b0C. Auch komplexe, schwerere Rotweine sollten nicht \u00fcber 18\u00a0\u00b0C serviert werden, sodass sie ihre Finesse ausspielen k\u00f6nnen.<strong>Ros\u00e9\u00a0<\/strong>gilt beim Grillabend als Wein f\u00fcr alle F\u00e4lle: als Aperitif, zu Fleisch, Fisch, Grillk\u00e4se und Gem\u00fcse \u2013 zum Beispiel Ros\u00e9 vom Blaufr\u00e4nkisch aus der Rosalia oder dem Mittelburgenland oder Ros\u00e9 vom Zweigelt aus Carnuntum. Ein ur-\u00f6sterreichischer Ros\u00e9 ist der weststeirische Schilcher, der mit seiner rassigen Struktur gerne kr\u00e4ftigere und w\u00fcrzigere Speisen begleitet.An hei\u00dfen Tagen sollte man beim Grillen jedenfalls darauf achten, dass die servierten Weine\u00a0<strong>keinen allzu hohen Alkoholgehalt\u00a0<\/strong>aufweisen.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/mcusercontent.com\/999c89fefc576a6760177f014\/images\/13e6310e-9d39-5633-bfce-88d4989e4a99.jpg\" width=\"264\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/mcusercontent.com\/999c89fefc576a6760177f014\/images\/238745a3-f49b-3195-6dde-f2a7c1645ad7.jpg\" width=\"264\"><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>AUF DIE W\u00dcRZUNG KOMMT ES AN!<br><br>Bei den So\u00dfen und Marinaden darf es beim Grillen geschmacksintensiv zugehen. Das sollte auch bei der Weinauswahl bedacht werden. Ihre\u00a0<strong>Sch\u00e4rfe\u00a0<\/strong>kann man gut mit fruchtigen Weinen ausgleichen. Rieslinge aus der Wachau mit leichtem Restzucker passen sehr gut, auch im Barrique ausgebaute wei\u00dfe Burgundersorten wie Chardonnay oder Pinot Blanc sowie Rotgipfler.\u00a0<strong>Rauchige\u00a0<\/strong>So\u00dfen oder Grillgew\u00fcrze (BBQ) vertragen sich mit kr\u00e4ftigen Rotweinen mit speckigen Raucharomen, etwa Blaufr\u00e4nkisch aus dem Mittelburgenland oder w\u00fcrzige Rotweincuv\u00e9es aus Carnuntum. Der beim Grillen gerne verwendete\u00a0<strong>Knoblauch\u00a0<\/strong>harmoniert gut mit fruchtbetonten Rotweinen wie Merlot oder Pinot Noir.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>FLEISCH: WURST, RIND &amp; SCHWEIN<br><br>Zuerst kommen bei einer Gartenparty f\u00fcr den ersten Hunger gerne W\u00fcrstel auf den Grill. In der Regel sehr geschmacksintensiv und fett, passt zu\u00a0<strong>Grillwurst\u00a0<\/strong>gek\u00fchlter, fruchtbetonter Rotwein aus den oben genannten Sorten oder ein kr\u00e4ftigerer Wei\u00dfwein wie z. B. ein Weinviertel DAC Reserve, ein Riesling aus dem Kremstal oder ein Morillon aus der S\u00fcdsteiermark.<strong>Pulled Pork<\/strong>\u00a0wird im Smoker zubereitet und oft mit kr\u00e4ftigen Marinaden (Barbecue-Rauch-Aromen) serviert. Das harmoniert wunderbar mit Orange Wine (maischevergorener Wei\u00dfwein), etwa vom Traminer, mit im Holz ausgebauten Chardonnays, beispielsweise vom Leithaberg, aber auch mit k\u00fchl-fruchtigen Rotweinen.<strong>Rindersteaks\u00a0<\/strong>mit Fettanteil werden meistens scharf angegrillt und entfalten bei h\u00f6heren Temperaturen sehr aromatische R\u00f6staromen. Dazu trinken sich gut tanninreiche, im Barrique ausgebaute Rotweine wie Cabernet Sauvignon. Zu einer\u00a0<strong>Beiried-Schnitte<\/strong>\u00a0vom Grill (oder im Ganzen aus dem Smoker) wird gerne ein charaktervoller Blaufr\u00e4nkisch vom Eisenberg ge\u00f6ffnet.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>FISCH &amp; KRUSTENTIERE AUS \u00d6STERREICH<br><br>Genauso wie beim Wein gibt es in \u00d6sterreich eine k\u00f6stliche Vielfalt an Fisch und Krustentieren, die Geschmack und Regionalit\u00e4t perfekt verbinden. Vom heimischen Gew\u00e4sser direkt auf den Grill gilt Fisch in der Weinbegleitung als sehr vielseitig und harmoniert grunds\u00e4tzlich mit Wei\u00df- und Ros\u00e9weinen, manchmal auch mit Rotwein. Die Zubereitungsart \u00fcber der Glut ist dabei ausschlaggebend \u2013 und ob es sich um einen kr\u00e4ftigeren Fisch mit h\u00f6herem Fettanteil handelt oder um zarteres Fleisch bzw. Flusskrebse.Zu\u00a0<strong>Forelle oder Saibling<\/strong>\u00a0vom Rost, die auf einer Folie sanft gegart werden, und zu\u00a0<strong>Flusskrebsen\u00a0<\/strong>vom Grill passt ausgezeichnet ein Pinot Blanc vom Leithaberg, ein mittelgewichtiger Gr\u00fcner Veltliner aus der Wachau oder dem Traisental oder ein ebensolcher Wiener Gemischter Satz DAC. Sind bei der Zubereitung viele Kr\u00e4uter im Spiel, empfiehlt sich ein Sauvignon Blanc aus der Steiermark, da er oft selbst kr\u00e4utrige Noten aufweist.\u201eZu heimischen S\u00fc\u00dfwasserfischen passen \u00f6sterreichische Wei\u00dfweine am besten. Der zarte Geschmack unserer Saiblinge kommt mit einem Glas Riesling aus dem Kamptal oder einem klassischen Gr\u00fcnen Veltliner aus der Wachau am besten zur Geltung\u201c, empfiehlt Ferdinand Trauttmannsdorf vom Gut Dornau. Der Familienbetrieb s\u00fcdlich von Wien z\u00fcchtet seit beinahe 400 Jahren Fische f\u00fcr Genie\u00dfer*innen.Fettere Fische, die auf der Haut gegrillt werden k\u00f6nnen, wie\u00a0<strong>Karpfen oder Wels<\/strong>, vertragen gut Weine mit feinen R\u00f6staromen wie z. B. Zweigelt aus dem Burgenland oder einen fruchtigen, leicht gek\u00fchlten, klassisch ausgebauten Pinot Noir aus der Thermenregion. Auch k\u00f6rperreichere Chardonnays sowie Ros\u00e9weine empfehlen sich zu kr\u00e4ftigeren Fischen.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/mcusercontent.com\/999c89fefc576a6760177f014\/images\/8d477436-30b8-71ca-39e2-170a00b10009.jpg\" width=\"264\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/mcusercontent.com\/999c89fefc576a6760177f014\/images\/8bfdd8dc-19bb-6bf1-f9aa-6646ab83d08c.jpg\" width=\"264\"><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>GEM\u00dcSE &amp; GRILLK\u00c4SE<br><br>Ob als Beilage oder Star auf dem Grill: Zu den beliebtesten\u00a0<strong>Grillgem\u00fcsen\u00a0<\/strong>wie Zucchini, Melanzani und Paprika schmecken mineralische Grauburgunder und Sauvignon Blancs sehr animierend; zu gegrillten Pilzen ein leicht gek\u00fchlter Sankt Laurent oder Pinot Noir. Der intensive Duft von Karfiol, der gerne im Ganzen gegrillt und mit Sesamso\u00dfe serviert wird, verlangt nach einem eigenst\u00e4ndigen Weinpartner, etwa einem kr\u00e4ftigen Chardonnay aus dem Burgenland oder einem Orange Wine.<strong>Kartoffeln\u00a0<\/strong>mit frischem Rosmarin oder in der Folie gegart schmecken wunderbar zu feinw\u00fcrzigem Ros\u00e9.Sehr gerne kommt auch\u00a0<strong>K\u00e4se\u00a0<\/strong>wie Halloumi oder Feta auf den Rost. Dazu harmonieren hervorragend Wei\u00dfweine mit salziger Mineralit\u00e4t\u00a0\u2013 Sauvignon Blanc aus dem Vulkanland, Wei\u00dfburgunder vom Leithaberg\u00a0\u2013 oder ein Blaufr\u00e4nkisch-Ros\u00e9.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>FR\u00dcCHTE VOM ROST<br><br>Kann man nur Pikantes grillen? Keineswegs! Immer \u00f6fter wird beispielsweise auch Obst von der Flamme gek\u00fcsst. Als Weinbegleitung zu gegrillter\u00a0<strong>Ananas oder Nektarinen<\/strong>\u00a0empfiehlt sich ein gut gek\u00fchltes Glas von \u00d6sterreichs herrlichen S\u00fc\u00dfweinen, z. B. eine Trockenbeerenauslese aus dem Seewinkel oder ein Ruster Ausbruch von der anderen Seite des Neusiedler Sees. Zu\u00a0<strong>Banane\u00a0<\/strong>vom Rost schmeckt sehr fein ein Glas Traminer mit etwas Restzucker. Und wer den Gaumen wieder auffrischen m\u00f6chte, schlie\u00dft den Genusskreis mit etwas Prickelndem, diesmal aber mit einem sommerlichen G\u2018spritzten.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Adi Matzek ist Doppel-Grillweltmeister und leitet seine eigene Grillschule. Als \u00d6sterreicher ist er dem \u00f6sterreichischen Wein sehr verbunden und gibt hier Tipps zur passenden Weinauswahl zum jeweiligen Grillgut. 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