{"id":23384,"date":"2022-07-27T10:01:00","date_gmt":"2022-07-27T08:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=23384"},"modified":"2022-07-25T12:08:47","modified_gmt":"2022-07-25T10:08:47","slug":"trueffeln-aus-der-rhoen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=23384","title":{"rendered":"Tr\u00fcffeln aus der Rh\u00f6n"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eigentlich kam Bio-Landwirt Tim Ritter mit dem Vorhaben, Haselnussb\u00e4ume zu kultivieren, aus den USA zur\u00fcck. Ein Freund brachte ihn dann auf die Idee, die Haselnussb\u00e4ume gleichzeitig zur Produktion von Tr\u00fcffeln zu nutzen. Denn dieser bildet Tr\u00fcffelsuchhunde aus und hatte nat\u00fcrlich ein ganz eigenes Interesse an dieser Idee. Denn seine Hunde sollen die Plantagen schlie\u00dflich als \u00dcbungsterrain beschn\u00fcffeln.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/BiohofRitter_Presse-002.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/BiohofRitter_Presse-002-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23386\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/BiohofRitter_Presse-002-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/BiohofRitter_Presse-002-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/BiohofRitter_Presse-002-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/BiohofRitter_Presse-002.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Biohof Ritter &#8211; Ostheim vor der Rh\u00f6n<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIm Putenauslauf gepflanzt, sorgen die Haselnussb\u00e4ume daf\u00fcr, dass die Puten Schatten und Schutz haben. Hierdurch f\u00fchlen sich die Tiere wohler und nehmen den Auslauf mehr in Anspruch. Gleichzeitig sorgen die Puten daf\u00fcr, dass das Gras zwischen den Tr\u00fcffelb\u00e4umen kurzgehalten und so die mechanische Pflege der Anlage verringert wird. Au\u00dferdem bekommt der Tr\u00fcffel und sein Wirtsbaum durch die Ausscheidungen der Puten gen\u00fcgend N\u00e4hrstoffe und wir erreichen einen N\u00e4hrstoffkreislauf.\u201c, erz\u00e4hlt der 25-j\u00e4hrige Landwirt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Pflanzen mit Tr\u00fcffel-T\u00dcV<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gesagt \u2013 getan: Tim Ritter ging auf die Suche nach hochwertigen Pflanzen in guter Qualit\u00e4t. Denn der elterliche Betrieb setzt nahezu ausschlie\u00dflich auf Bioprodukte. F\u00fcndig wurde der junge Unternehmer im Tr\u00fcffelland Frankreich. Bei einer Baumschule an der Cote d\u2019Azur holte der Ostheimer 380 Haselnussb\u00e4ume mit \u201eTr\u00fcffel-T\u00dcV\u201c. Die B\u00e4ume des Lieferanten werden jedes Jahr gepr\u00fcft, ob sie ausreichend Tr\u00fcffel an den Wurzeln bilden. Tim Ritter darf sich als 1. Biotr\u00fcffelbauer Deutschlands mit Naturland-Zertifizierung bezeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gr\u00fcnes Licht f\u00fcr schwarzes Gold<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie geht es nun weiter? \u201eUnsere Haselnussb\u00e4ume werden jetzt von uns gepflegt. Im Herbst werden sie vom Fachbetrieb Schott in Sasbach f\u00fcr den Haselnussertrag veredelt. So kann Ritter mit ein wenig Gl\u00fcck in einigen Jahren nicht nur Tr\u00fcffel an den Wurzeln sondern auch N\u00fcsse an den B\u00e4umen ernten. Dass das gut funktionieren kann, hat er ebenfalls vorab gekl\u00e4rt \u2013 mit einer Bodenprobe f\u00fcr ein Speziallabor in Bordeaux. Von dort kam gr\u00fcnes Licht f\u00fcr die schwarzen Fr\u00fcchte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Fr\u00fchjahr 2023 werden die B\u00e4ume dann endlich gepflanzt &#8211; gleich auf dem Gel\u00e4nde des Ostheimer Landwirtschaftsbetriebs. &nbsp;\u201eDann wird es rund sechs Jahre dauern, bis Tr\u00fcffel und drei bis vier Jahre bis wir Haseln\u00fcsse ernten.\u201c, wei\u00df der junge Landwirt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Langweilig wird ihm derweil nicht, schlie\u00dflich m\u00fcssen die 3000 Bioputen, die Direktvermarktung von Bio-Gefl\u00fcgel, Eierlik\u00f6r aus Wachteleiern, die Pferdepension und vieles mehr mit der ganzen Familie gemanagt werden. Nicht zuletzt engagieren sich die Ritters intensiv in der Ukraine-Hilfe gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus der Bio-Lebensmittelindustrie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>F\u00f6rderung \u00fcber den \u00d6ko-Verf\u00fcgungsrahmen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterst\u00fctzung bekommt das Projekt durch die \u00d6ko-Modellregion Rh\u00f6n-Grabfeld. Ab dem Jahr 2022 stehen den bayerischen \u00d6ko-Modellregionen j\u00e4hrlich bis zu 50.000 Euro zur F\u00f6rderung von \u00d6ko-Kleinprojekten zur Verf\u00fcgung. 45.000 Euro als Zuschuss, zehn Prozent kommen vom Landkreis, als Tr\u00e4ger der \u00d6ko-Modellregion. In diesem Jahr k\u00f6nnen insgesamt sieben Projekte gef\u00f6rdert werden. Die Projektmanagerin der \u00d6ko-Modellregion freut sich \u00fcber das Geld vom Land: \u201eEs zeigt, dass die St\u00e4rkung des \u00d6kolandbaus \u2013 vom Acker bis auf den Teller \u2013 keine leere Forderung ist. Und vor allem kommt das Geld dort an, wo etwas bewegt wird \u2013 bei den Betrieben vor Ort!\u201c So k\u00f6nnen Pilotprojekte oder Ideen unterst\u00fctzt werden, die im normalen Betriebsalltag nicht umgesetzt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man gehe fest davon aus, dass auch 2023 wieder \u00d6ko-Projekte gef\u00f6rdert werden, der Aufruf zur Antragsstellung erfolgt Ende des Jahres. Es d\u00fcrfen also schon Projektideen entwickelt werden!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Informationen unter www.biohof-ritter.de und Email: <a href=\"mailto:info@biohof-ritter.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">info@biohof-ritter.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sowie<a href=\"http:\/\/www.oekomodellregionen.bayern\/rhoen-grabfeld\"> www.oekomodellregionen.bayern\/rhoen-grabfeld<\/a> und <a href=\"maike.hamacher@rhoen-grabfeld.de\">maike.hamacher@rhoen-grabfeld.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich kam Bio-Landwirt Tim Ritter mit dem Vorhaben, Haselnussb\u00e4ume zu kultivieren, aus den USA zur\u00fcck. Ein Freund brachte ihn dann auf die Idee, die Haselnussb\u00e4ume gleichzeitig zur Produktion von Tr\u00fcffeln zu nutzen. Denn dieser bildet Tr\u00fcffelsuchhunde aus und hatte nat\u00fcrlich ein ganz eigenes Interesse an dieser Idee. 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