{"id":23200,"date":"2022-07-12T10:07:00","date_gmt":"2022-07-12T08:07:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=23200"},"modified":"2022-06-20T10:20:57","modified_gmt":"2022-06-20T08:20:57","slug":"soja-des-nordens-die-suesslupine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=23200","title":{"rendered":"Soja des Nordens &#8211; Die S\u00fc\u00dflupine"},"content":{"rendered":"\n<p>Mehr und mehr wird in Deutschland S\u00fc\u00dflupine angebaut. Schon \u00fcber 30.000 Hektar Ackerfl\u00e4che sind es mittlerweile. Die S\u00fc\u00dflupine erobert immer mehr den Speiseplan der Deutschen. Mit 35 bis 40 Prozent Eiwei\u00df kommt sie an Sojabohnen ran und kann vielf\u00e4ltig verwendet werden. Der Branchenverband UFOP ist damit sehr zufrieden. In Brandenburg nach der Anbau sogar im Vergleich zum letzten Jahr um zwanzig Prozent zu.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/PB_Suesslupinen-002.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/PB_Suesslupinen-002-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23202\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/PB_Suesslupinen-002-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/PB_Suesslupinen-002-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/PB_Suesslupinen-002-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/PB_Suesslupinen-002.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Bl\u00fchende S\u00fc\u00dflupinen &#8211; Foto: UFOP<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbands. Von Mehl \u00fcber Pflanzendrinks und Desserts bis hin zu Fleisch- und Eiersatzprodukte reicht das Angebot. \u201eS\u00fc\u00dflupinen sind vor allem wegen ihres hohen Eiwei\u00dfgehalts so interessant. Mit 35 bis 40 Prozent Protein kommen sie an Sojabohnen heran\u201c, erl\u00e4utert Arens. In der Lebensmittelindustrie ist das aus S\u00fc\u00dflupinen gewonnene Proteinisolat wegen seiner Kombination aus guten Eigenschaften und vielseitigen Einsatzm\u00f6glichkeiten besonders gefragt. Es schmeckt nahezu neutral, ist gut l\u00f6slich und kann sehr gut als Emulgator verwendet werden, um Wasser oder \u00d6l zu binden. Aus diesem Grund kann Lupineneiwei\u00df problemlos tierische Proteine wie Casein, Molke oder Ei ersetzen, z. B. bei der Herstellung von veganem Eis.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Lupinen sind alte Kulturpflanzen, die bereits vor \u00fcber 3.000 Jahren im Mittelmeerraum angebaut wurden. Allerdings war damals bereits bekannt, dass die sch\u00f6nen Pflanzen \u00fcber gef\u00e4hrliche bittere Inhaltsstoffe verf\u00fcgen. Um diese sogenannten Alkaloide zu reduzieren, wurden die Lupinensamen fr\u00fcher in Meerwasser eingelegt und gr\u00fcndlich ausgewaschen. Das ist heute nicht mehr n\u00f6tig. Pflanzenz\u00fcchtern ist es erstmals in den 1930er-Jahren gelungen, Lupinen mit nur noch einem sehr niedrigen Gehalt dieser Bitterstoffe zu z\u00fcchten \u2013 daher r\u00fchrt der Name \u201eS\u00fc\u00dflupine\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem zwei S\u00fc\u00dflupinen-Arten wachsen auf unseren \u00c4ckern: Waren es bis vor kurzem in erster Linie Blaue S\u00fc\u00dflupinen \u2013 auch als Schmalbl\u00e4ttrige Lupinen bezeichnet \u2013 setzen Pflanzenz\u00fcchter und Landwirte nun auch gro\u00dfe Hoffnungen in neue Z\u00fcchtungen besonders widerstandsf\u00e4higer Wei\u00dfer S\u00fc\u00dflupinen. \u201eDer Anbau von S\u00fc\u00dflupinen ist eine Bereicherung der Fruchtfolge, ihre Bl\u00fcten sind eine wichtige Nahrungsquelle f\u00fcr Insekten und ihre Wurzeln lockern den Boden auf\u201c, erkl\u00e4rt Agraringenieur Arens die Umweltvorteile der heimischen H\u00fclsenfr\u00fcchte. \u201eDar\u00fcber hinaus binden sie \u00fcber eine Symbiose mit Kn\u00f6llchenbakterien Stickstoff aus der Bodenluft, den sie zum Teil auch den Folgekulturen hinterlassen und sie machen mit ihren speziellen Wurzeln Phosphor f\u00fcr Pflanzen verf\u00fcgbar\u201c, so Arens weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bl\u00fctezeit der S\u00fc\u00dflupinen dauert ungef\u00e4hr von Ende Mai bis Anfang August. Nach dem Verbl\u00fchen entstehen an den St\u00e4ngeln drei bis sieben Zentimeter lange H\u00fclsen, von denen jede circa vier bis sechs Samenk\u00f6rner enth\u00e4lt. Sobald die H\u00fclsen getrocknet sind, sind die Lupinensamen ausgereift, k\u00f6nnen geerntet und anschlie\u00dfend zu Lupinenschnitzeln, Brotaufstrichen oder vielen anderen Lebensmitteln verarbeitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.ufop.de\/\">ufop: Union zur F\u00f6rderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr und mehr wird in Deutschland S\u00fc\u00dflupine angebaut. Schon \u00fcber 30.000 Hektar Ackerfl\u00e4che sind es mittlerweile. Die S\u00fc\u00dflupine erobert immer mehr den Speiseplan der Deutschen. Mit 35 bis 40 Prozent Eiwei\u00df kommt sie an Sojabohnen ran und kann vielf\u00e4ltig verwendet werden. Der Branchenverband UFOP ist damit sehr zufrieden. 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