{"id":22994,"date":"2022-05-21T11:46:00","date_gmt":"2022-05-21T09:46:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=22994"},"modified":"2022-05-20T11:56:58","modified_gmt":"2022-05-20T09:56:58","slug":"22-mai-tag-der-biologischen-vielfalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=22994","title":{"rendered":"22. Mai &#8211; Tag der biologischen Vielfalt"},"content":{"rendered":"\n<p>Mehr als eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht. Diese Zahlen des Weltbiodiversit\u00e4tsrats aus dem Jahre 2019 sind erschreckend. Darum k\u00e4mpfen NABU und viele andere Verb\u00e4nde wie auch der Verein Food for Biodiversity f\u00fcr Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung der biologischen Vielfalt. So soll Arten- und Lebensraum-Verlust gestoppt werden und Landwirte entsprechende Anreize erhalten, um sich zu engagieren. Und ein Basis-Set der Biodiversit\u00e4tskriterien sollen helfen, einen Anfang zu finden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20210923_151203-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20210923_151203-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-22996\"\/><\/a><figcaption>Foto: Denise C\u00e9zanne-G\u00fcttich &#8211; Tutti i sensi<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nicht nur am Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt, der uns kommenden Sonntag bevorsteht, ist diese Zahl fatal und be\u00e4ngstigend: Dem Bericht des Weltbiodiversit\u00e4tsrats von 2019 zufolge sind weltweit rund eine Million Arten vom Aussterben bedroht. Nach einer Studie des NABU und der Boston Consulting Group (BCG) wird der Wert der Verluste an \u00d6kosystemleistungen auf \u00fcber sechs Billionen Dollar pro Jahr gesch\u00e4tzt. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Damit \u00fcbertrifft er das Bruttoinlandsprodukt aller L\u00e4nder au\u00dfer den USA und China. Auch in Deutschland ist der Trend negativ. Der Verlust der Biologischen Vielfalt geh\u00f6rt neben dem Klimawandel zu den gr\u00f6\u00dften Herausforderungen des 21. Jahrhunderts \u2013 eine Herausforderung, der der vom Global Nature Fund (GNF) koordinierte Verein Food for Biodiversity entschlossen begegnen m\u00f6chte. Sein Ziel: die konkrete Umsetzung von Ma\u00dfnahmen, die den Schutz der Biodiversit\u00e4t messbar verbessern.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Ein breites B\u00fcndnis f\u00fcr Biologische Vielfalt<br>Die aktuell 25 Unternehmen, Verb\u00e4nde und Standardorganisationen sowie Umweltorganisationen und ein Forschungsinstitut haben sich auf einen Arbeitsplan verst\u00e4ndigt, um einen Beitrag zu leisten, den Verlust von Arten und Lebensr\u00e4umen zu stoppen. Alle im Verein organisierten Unternehmen verpflichten sich, biodiversit\u00e4tsf\u00f6rdernde Ma\u00dfnahmen zu unterst\u00fctzen. Dazu geh\u00f6rt vor allem die Einhaltung von Kriterien zum Schutz der Biologischen Vielfalt bei der Produktion von landwirtschaftlichen Rohstoffen in allen Lieferketten. Auch das Schaffen von Anreizen f\u00fcr die Landwirtschaft, die faire \u00dcbernahme von Kosten f\u00fcr Schutzma\u00dfnahmen und die Fortbildung von Landwirt<em>innen sowie Manager<\/em>innen der Lebensmittelunternehmen geh\u00f6ren zum Arbeitsplan. Alle Mitglieder profitieren von der Expertise und dem regen Austausch, denn diese gro\u00dfe Herausforderung muss die Branche gemeinsam angehen.<br>Vielversprechender Einsatz des Basis-Sets f\u00fcr Biodiversit\u00e4t<\/p>\n\n\n\n<p><br>Wesentlicher Bestandteil der Arbeit von Food for Biodiversity ist das Basis-Set an Biodiversit\u00e4tskriterien: Dabei handelt es sich nicht um einen neuen Standard, sondern um ein von Vertreterinnen von Lebensmittelunternehmen, -standards, Landwirtschaft, wissenschaftlichen Institutionen und Umweltorganisationen im Rahmen des Vereins erarbeitetes Angebot an weitere Lebensmittel-Standards und Unternehmen: Sie sollen ihre Vorgaben mit dem Basis-Set vergleichen und \u2013 wenn notwendig \u2013 \u00fcberarbeiten, um weitere wichtige Kriterien und Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Schutz Biologischer Vielfalt zu integrieren. Die Umsetzung des Basis-Sets schafft z.B. die Grundlage f\u00fcr die Anlage und Erhaltung von naturnahen Habitaten wie Biotop-Korridoren und Gew\u00e4sserrandstreifen. Von einigen der Projektpartner wird das Basis-Set an Biodiversit\u00e4tskriterien bereits erfolgreich in Pilotprojekten umgesetzt: <\/p>\n\n\n\n<p><em>Kaufland finanziert N\u00fctzlingsstreifen mit eigens daf\u00fcr konzipiertem Saatgut auf etwa 26 Hektar Kartoffelanbaufl\u00e4che. Seit Kurzem wird die Ma\u00dfnahme durch ein monatliches Monitoring von Zielarten wie Wildbienen und Schwebfliegen begleitet, um ihre Wirksamkeit zu bestimmen. \u2022 <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Das Food for Biodiversity-Mitglied Zentis bezieht Pfirsiche und Aprikosen von gr\u00f6\u00dferen landwirtschaftlichen Betrieben mit insgesamt etwa 270 Hektar Anbaufl\u00e4che in der Region Murcia in S\u00fcdspanien. Hier fanden gemeinsam mit Expert<\/em>innen der Partnerorganisation Fundaci\u00f3n Global Nature bereits Betriebsbegehungen statt, um das Potential f\u00fcr die Umsetzung biodiversit\u00e4tsf\u00f6rdernder Ma\u00dfnahmen zu evaluieren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>In der Bodenseeregion engagieren sich jedes Jahr rund 150 Obstbaubetriebe f\u00fcr die F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t und speziell der Wildbienen. Mit fachlicher Unterst\u00fctzung der Bodensee-Stiftung und der Obstbauberatung sowie mit finanzieller Unterst\u00fctzung durch die REWE Group werden ein- und mehrj\u00e4hrige Bl\u00fchfl\u00e4chen angelegt, Nisthilfen und Lebensr\u00e4ume f\u00fcr Wildbienen bereitgestellt und zahlreiche weitere Naturschutzma\u00dfnahmen umgesetzt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><br><\/em><a href=\"https:\/\/www.globalnature.org\/de\/verein-food-for-biodiversity\">Erfahren Sie mehr \u00fcber die Arbeit von Food for Biodiversity<\/a><br><br>Food for Biodiversity &amp; Unternehmen Biologische Vielfalt \u2013 UBi<br>Der GNF entwickelt das Basis-Set mit seinen Partnern im Rahmen des Projekts Unternehmen Biologische Vielfalt \u2013 UBi, das \u00fcber das Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt f\u00fcr Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums f\u00fcr Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gef\u00f6rdert wird. Das Projekt Unternehmen Biologische Vielfalt will Wirtschafts- und Branchenverb\u00e4nde f\u00fcr das Thema Biodiversit\u00e4t sensibilisieren und \u00fcber diesen Weg auch die Unternehmen motivieren, dem Thema hohe Priorit\u00e4t einzur\u00e4umen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Dialog zwischen Wirtschaft, Politik und Naturschutz. Der Schutz der Biologischen Vielfalt soll ein fester Bestandteil betrieblichen Managements werden. So k\u00f6nnen negative Auswirkungen der unternehmerischen T\u00e4tigkeit auf die Biodiversit\u00e4t verringert und positive gest\u00e4rkt werden. Die daf\u00fcr entwickelten Ma\u00dfnahmen, Initiativen und spezifischen Tools sollen den notwendigen Wandel zum Schutz der Biodiversit\u00e4t einen gro\u00dfen Schritt voranbringen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr als eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht. Diese Zahlen des Weltbiodiversit\u00e4tsrats aus dem Jahre 2019 sind erschreckend. 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