{"id":20930,"date":"2021-08-08T06:54:00","date_gmt":"2021-08-08T04:54:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=20930"},"modified":"2021-08-09T09:48:30","modified_gmt":"2021-08-09T07:48:30","slug":"soja-word-heimisch-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=20930","title":{"rendered":"Soja wird heimisch in Deutschland"},"content":{"rendered":"\n<p>Um dem steigenden Bedarf an Sojaprodukten zu entsprechen, wird auch in Deutschland immer mehr Soja angebaut. So entfallen lange Transportwege. Zudem wird Soja in Deutschland gentechnikfrei produziert. Fast 36.000 ha Anbaufl\u00e4che werden in diesem Jahr bewirtschaftet. Experten gehen davon aus, dass die Fl\u00e4che in den kommenden Jahren auf \u00fcber 100.000 Hektar anwachsen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/PB_Sojabohnenbluete_2021-e1628139452148.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/PB_Sojabohnenbluete_2021-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-20929\"\/><\/a><figcaption>Sojabohnenbl\u00fcte 2021 \u2013 Foto: UFOP e.V.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><br>Ihre Verwendung ist unverzichtbar, ihre Nutzung nicht unumstritten. Sojabohnen sind aktuell weder in der Lebensmittelbranche noch in der Tierern\u00e4hrung wegzudenken. Ihr Anbau in S\u00fcdamerika und den USA ist jedoch vor allem hierzulande oftmals mit Kritik verbunden. Ein scheinbares Dilemma, f\u00fcr das deutsche Landwirte jedoch an einer L\u00f6sung \u201eackern\u201c, denn der hiesige Anbau kommt ohne den Einsatz von gentechnisch ver\u00e4nderten Sorten aus.<br><br>Seit einigen Jahren werden Sojabohnen bereits erfolgreich in milden, sonnenverw\u00f6hnten Regionen in Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg angebaut. In anderen Regionen in der Mitte Deutschlands werden Erfahrungen mit dem Anbau gesammelt und auch hier besteht Potenzial f\u00fcr nennenswerte Fl\u00e4chenumf\u00e4nge.<br><br>Die UFOP setzt sich intensiv f\u00fcr eine Ausweitung des Anbaus ein, sprechen doch viele Gr\u00fcnde daf\u00fcr: Neben der Erzeugung von heimischem pflanzlichem Eiwei\u00df sind das vor allem die Schonung des s\u00fcdamerikanischen Regenwaldes, kurze Transportwege und die nachhaltige Produktion unter strengen deutschen Umweltauflagen und Sozialstandards, die den Sojabohnenanbau hierzulande zu einer Landbewirtschaftung mit viel Zukunftspotenzial machen. Auch die Landwirtschaft profitiert vom Anbau der H\u00fclsenfr\u00fcchte. Sojabohnen bereichern und erweitern die Fruchtfolge und tragen auf diese Weise zur Gesunderhaltung der B\u00f6den bei. Mindestens genauso wichtig ist eine Besonderheit, die Sojabohnen wie alle anderen H\u00fclsenfr\u00fcchte mit sich bringen. Sie sind sozusagen \u201epflanzliche WG-Bewohner\u201c und leben in einer Symbiose mit Kn\u00f6llchenbakterien, die sich an den Wurzeln der Pflanzen ansiedeln. Die Sojabohnen versorgen die Bakterien \u00fcber ihre Photosynthese so mit lebensnotwendigen N\u00e4hrstoffen. Die Bakterien wiederum sind in der Lage, Stickstoff aus der Luft zu binden und an die Pflanzen abzugeben. Davon profitiert nicht nur die \u201eWohngemeinschaft\u201c, sondern auch Umwelt und Landwirtschaft, denn es muss weniger Stickstoffd\u00fcnger im Ackerbau eingesetzt werden. Nach der Ernte verbleiben auch noch stickstoffreiche Pflanzenreste auf den Feldern, die den Folgekulturen wiederum als D\u00fcnger dienen.<br><br>Bereits heute ist es also m\u00f6glich, Produkte mit und aus Sojabohnen aus nachhaltiger heimischer Erzeugung einzukaufen. Das betrifft zum einen Lebensmittel, die mit Mehlen, Konzentraten oder Isolaten aus Sojabohnen hergestellt werden. Dazu z\u00e4hlen u.a. Desserts, So\u00dfen, Backwaren, Fertigmen\u00fcs, Getr\u00e4nke, Eis, Sportlernahrung oder Fleischersatz-Produkte. Zum anderen werden getrocknete Sojabohnen nat\u00fcrlich auch in ganzer Form, geschrotet oder als Mehl angeboten. F\u00fcr alle gilt: Die Herkunft macht den Unterschied. Deshalb lohnt sich beim Einkauf der Blick auf das Produktetikett.&nbsp;<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um dem steigenden Bedarf an Sojaprodukten zu entsprechen, wird auch in Deutschland immer mehr Soja angebaut. So entfallen lange Transportwege. 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