{"id":19667,"date":"2021-01-14T17:04:19","date_gmt":"2021-01-14T16:04:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=19667"},"modified":"2021-01-14T17:05:27","modified_gmt":"2021-01-14T16:05:27","slug":"schlachthof-in-neuruppin-stellt-aufgrund-brutaler-betaeubungsmethoden-den-betrieb-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=19667","title":{"rendered":"Schlachthof in Neuruppin stellt aufgrund brutaler Bet\u00e4ubungsmethoden den Betrieb ein"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Deutsche Tierschutzb\u00fcro zeigt Bilder \u00fcber brutale Bet\u00e4ubungsmethoden im Schlachthof der Firma F\u00e4rber in Neuruppin bei Berlin, welcher auch Bio-Schweine schlachtet. Die Tiere werden brutal getreten oder geworfen und teilweise mit Haken geschlagen. Auch gibt es im Bet\u00e4ubungsbereich keine M\u00f6glichkeit zum Fixieren der Tiere, so dass sie beim Durchlaufen mit der Zange bet\u00e4ubt werden, was oft nicht richtig funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DeutschesTierschutzbuero.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DeutschesTierschutzbuero-1024x683.jpg\" alt=\"Foto: DeutschesTierschutzb\u00fcro\" class=\"wp-image-19668\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DeutschesTierschutzbuero-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DeutschesTierschutzbuero-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DeutschesTierschutzbuero-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DeutschesTierschutzbuero.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Foto: Deutsches Tierschutzb\u00fcro<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDies ist Tierqu\u00e4lerei und in dieser Form nicht erlaubt&#8220; so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzb\u00fcros. Insgesamt wurden 410 Tiere an 2 Tagen im August 2020 dokumentiert. Die detaillierte Auswertung zeigt, dass bei mindestens 67 Tieren die gesetzliche Vorgabe von 20 Sekunden zwischen Bet\u00e4ubung und Entblutung \u00fcberschritten und somit nicht eingehalten wurde.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Entblutungsbereich, wo der Kehlschnitt erfolgt, wurden ca. 100 Tiere dokumentiert, die eine deutliche, zum gr\u00f6\u00dften Teil mehrfache (bis zu 12x) Schnappatmung bzw. Maulatmung aufwiesen. Einige der Tiere zeigten zudem eine deutliche Atembewegung an der Brust und Bauchwand. Mindestens 63 Tiere zeigten sehr heftige Bewegungen mit allen Extremit\u00e4ten. \u201eDie Aufnahmen zeigen immer wieder Tiere, die sich sehr heftig bewegen, nach Luft schnappen und den Kopf bewusst bewegen. Diese Tiere sind weder bet\u00e4ubt noch tot, sondern sie erleiden H\u00f6llenqualen&#8220; so Peifer. Im Entblutungsbereich wiesen viele der Tiere eine Doppelung von Anzeichen einer Fehlbet\u00e4ubung auf, hatten also z.B. Schnappatmung und klare Bewegungen mit meist allen Extremit\u00e4ten. Bei einem Teil der Tiere war eine Auswertung nicht m\u00f6glich, da die Kamerasicht verdeckt war. \u201eWir gehen insgesamt von einer Fehlbet\u00e4ubung von ca. 40 % aus, das ist mit das schlimmste, was man einem Tier antun kann&#8220; so Tierrechtler Peifer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders pikant, der Schlachthof hat auch Bio-Schweine geschlachtet und belieferte kleine und regionale Metzgereien. Auch die Bio-Company hat Fleisch aus dem Schlachthof bezogen bzw. dort schlachten lassen. Die Bioladen-Kette mit 60 Filialen in Berlin, Brandenburg, Dresden, Hamburg und Potsdam hat die Zusammenarbeit mit dem Schlachthof beendet. Dieses f\u00fchrte sicherlich mit dazu, dass der Schlachthof nun keine Tiere mehr schlachtet. Zudem hat QS den Schlachthof im QS System gesperrt, auch nimmt der Schlachthof nicht mehr an der \u201eInitiative Tierwohl&#8220; teil. \u201eDie genauen Hintergr\u00fcnde zur Schlachteinstellung uns bisher nicht bekannt, dennoch begr\u00fc\u00dfen wir diesen Schritt und sehen dies als Erfolg&#8220; so Peifer und erg\u00e4nzt \u201eJetzt m\u00fcssen die T\u00e4ter hart bestraft werden, Tierqu\u00e4lerei darf nicht folgenlos bleiben&#8220;. Basierend auf einer Strafanzeige, die das Deutsche Tierschutzb\u00fcro bereits im November gestellt hat, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft in Neuruppin (AZ 334 UJs 22891\/20) gegen den Schlachthof wegen Verst\u00f6\u00dfe gegen das Tierschutzgesetz. Auch der Schlachthof selbst hat Strafanzeige gegen einzelne Mitarbeiter gestellt und das zust\u00e4ndige Veterin\u00e4ramt bereitet selbst offenbar Strafanzeigen vor. In dem Schlachthof wurden 600-700 Schweine pro Woche geschlachtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eImmer wieder wird empfohlen bei kleinen, regionalen Betrieben zu kaufen, denn dort w\u00fcrde kein Tier gequ\u00e4lt. Unsere Bilder beweisen zum wiederholten Mal, dass dies ein Trugschluss ist&#8220; so Peifer und erg\u00e4nzt \u201eob klein, regional oder gro\u00df und weit weg, kein Tier geht freiwillig in einen Schlachthof und kein Tier will sterben&#8220;. Die Tierrechtler empfehlen den Verbrauchern die vegane Lebensweise, denn nur so ist sichergestellt, dass kein Tier leidet. Abschlie\u00dfend weist das Deutsche Tierschutzb\u00fcro darauf hin, dass dies das 14te mal in den letzten 5 Jahren ist, dass Undercover-Bildmaterial Tierqu\u00e4lerei aus deutschen Schlachth\u00f6fen aufzeigt. \u201eWie viele von den angeblichen \u201ebedauerlichen Einzelf\u00e4llen&#8220; m\u00fcssen Tierrechtler noch aufzeigen bis die Politik anerkennt, dass dringend Handlungsbedarf besteht und Schlachth\u00f6fe endlich geschlossen werden?&#8220; so Peifer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.tierschutzbuero.de\/tierqual-im-bio-schlachthof\/\">Weitere Informationen und Videoaufnahmen finden Sie hier.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Deutsche Tierschutzb\u00fcro zeigt Bilder \u00fcber brutale Bet\u00e4ubungsmethoden im Schlachthof der Firma F\u00e4rber in Neuruppin bei Berlin, welcher auch Bio-Schweine schlachtet. Die Tiere werden brutal getreten oder geworfen und teilweise mit Haken geschlagen. 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