{"id":18398,"date":"2020-06-08T13:01:00","date_gmt":"2020-06-08T11:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=18398"},"modified":"2020-06-08T11:43:47","modified_gmt":"2020-06-08T09:43:47","slug":"zum-welttag-des-meeres-nabu-fordert-wirksamen-schutz-der-meere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=18398","title":{"rendered":"Zum Welttag des Meeres &#8211; NABU fordert wirksamen Schutz der Meere"},"content":{"rendered":"\n<p>NABU-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Leif Miller fordert auf, mehr als Standard-Schutzma\u00dfnahmen anzusto\u00dfen, um wirklich nachhaltige Ver\u00e4nderungen zu bewirken. Seiner Meinung nach m\u00fcssen nicht nur spezielle Arten, sondern die komplette Nat\u00fcrlichkeit der Meere soll unter die Lupe genommen werden. Denn Fischerei sowie Schifffahrt aber auch die Offshore Windenergie gef\u00e4hrden das \u00d6kosystem der Meere, konstatiert er. Hier sieht Leif Miller auch die Bundesregierung in der Verantwortung stehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/NABU_Ostseeschweinswal-1024x682.jpg\" alt=\"Zum Welttag des Meeres - NABU fordert wirksamen Schutz der Meere - Foto: Nabu - Schweinswal im Becken im Ecomare\" class=\"wp-image-18399\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/NABU_Ostseeschweinswal-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/NABU_Ostseeschweinswal-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/NABU_Ostseeschweinswal-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/NABU_Ostseeschweinswal.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Zum Welttag des Meeres &#8211; NABU fordert wirksamen Schutz der Meere &#8211; Foto: Nabu &#8211; Schweinswal im Becken im Ecomare<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein alarmierendes Negativbeispiel sei vor diesem Hintergrund die aktuelle \u00c4nderung des Windenergie-auf-See-Gesetzes, die vergangene Woche das Bundeskabinett passierte. Die \u00c4nderung will bis 2040 eine Kapazit\u00e4t von 40 GW Offshore Wind erreichen. \u201eDamit soll die Kapazit\u00e4t f\u00fcr Offshore-Windkraft etwa verf\u00fcnffacht werden, wissend um massive ungel\u00f6ste Naturschutzkonflikte. Wie soll das gehen, wenn unsere Meere heute schon v\u00f6llig \u00fcberlastet sind?,\u201c fragt Kim Detloff, NABU-Meeresschutzexperte. Der eigentlich bis 2020 von der EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie geforderte \u201aGute Umweltzustand\u2018 w\u00fcrde dadurch verfehlt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Ein Drittel der Arten in Nord- und Ostsee stehe auf der Roten Liste, der bereits 1992 in der europ\u00e4ischen FFH-Richtlinie verabredete \u201aG\u00fcnstige Erhaltungszustand\u2018 wird in der Ostsee f\u00fcr alle Lebensraumtypen und Arten verfehlt, in der Nordsee sieht es kaum besser aus. Dazu Kim Detloff weiter: \u201eAlle Fakten mahnen uns vor der Zerst\u00f6rung unserer Meere direkt vor unserer Haust\u00fcr. Wie kann es sein, dass diese Alarmzeichen ignoriert werden und die Naturvertr\u00e4glichkeit von Energiegewinnung, Fischerei und Schiffsverkehr ausgeblendet wird? Wir m\u00fcssen damit aufh\u00f6ren unsere Meere \u00fcberzustrapazieren, ansonsten verlieren wir nicht nur sch\u00fctzenswerte Arten, sondern auch unersetzliche Ressourcen und klimarelevante \u00d6kosystemleistungen.\u201c Hoffnung setzt der NABU in die aktuell laufende Fortschreibung der Meeresraumordnung. In dem vom Bundesamt f\u00fcr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) koordinierten Verfahren sollen bis Mitte 2021 Nutzung und Schutz der Meere ausgehandelt und abgestimmt werden. Die Raumordnung schafft wichtige Voraussetzungen, um die europarechtlich vorgegebenen Ziele der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie sowie der FFH- und Vogelschutz-Richtlinie zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Weltklimarat habe in seinem Ozean-Bericht im letzten Jahr eindringlich darauf hingewiesen, wie stark die Meere unser Klima regulieren. Beispielsweise Seegraswiesen und Mangroven entziehen der Atmosph\u00e4re gro\u00dfe Mengen CO\u2082. Insbesondere Salz- und Seegraswiesen sollten deshalb auch in Nord- und Ostsee verst\u00e4rkt renaturiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;ie Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Artenvielfalt im Meer die Existenz von weltweit drei Milliarden Menschen sichert. Kim Detloff: \u201eDas zeigt, Meere sind viel mehr als ein Wirtschaftsraum oder als ein Erschlie\u00dfungsgebiet f\u00fcr Offshore Windparks. Neben der naturvertr\u00e4glichen Nutzung sind deshalb gut gemanagte Meeresschutzgebiete&nbsp; eine wichtige Voraussetzung gesunder Meere.\u201c Doch bislang wird der Schutz in Deutschlands Meeresschutzgebieten nicht umgesetzt, obwohl die Gebiete bereits vor 16 Jahren an die Europ\u00e4ische Kommission gemeldet wurden. \u201eWir appellieren an die Ministerien f\u00fcr Umwelt, Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft, eine Einigung zu erreichen und die H\u00e4lfte der ausgewiesenen Schutzgebietsfl\u00e4chen im Meer aus der Nutzung zu nehmen. Das unterst\u00fctzt im \u00dcbrigen auch die neue Biodiversit\u00e4tsstrategie der EU, sowie neue Notfallma\u00dfnahmen des internationalen Rates f\u00fcr Meeresforschung f\u00fcr den Ostseeschweinswal. Wir brauchen eine echte Schutz-Offensive f\u00fcr die Meere und starke Umsetzungstrukturen,\u201c so Detloff.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NABU-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Leif Miller fordert auf, mehr als Standard-Schutzma\u00dfnahmen anzusto\u00dfen, um wirklich nachhaltige Ver\u00e4nderungen zu bewirken. Seiner Meinung nach m\u00fcssen nicht nur spezielle Arten, sondern die komplette Nat\u00fcrlichkeit der Meere soll unter die Lupe genommen werden. Denn Fischerei sowie Schifffahrt aber auch die Offshore Windenergie gef\u00e4hrden das \u00d6kosystem der Meere, konstatiert er. 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