{"id":17921,"date":"2020-03-09T10:10:00","date_gmt":"2020-03-09T09:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=17921"},"modified":"2020-03-09T09:46:45","modified_gmt":"2020-03-09T08:46:45","slug":"der-nabu-informiert-zehn-punkte-plan-fuer-konkrete-verbesserungen-beim-natur-und-klimaschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=17921","title":{"rendered":"Der NABU informiert &#8211; Zehn-Punkte-Plan f\u00fcr konkrete Verbesserungen beim Natur- und Klimaschutz"},"content":{"rendered":"\n<p>Der NABU berichtet \u00fcber scharfe Kritik vonseiten der Wissenschaft an den Pl\u00e4nen der EU f\u00fcr ihre k\u00fcnftige Agrarpolitik: Mehr als 3.600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterst\u00fctzen einen am heutigen Montag in der Fachzeitschrift \u201ePeople and Nature\u201c ver\u00f6ffentlichten Appell. Darin fordern 21 f\u00fchrende Forscherinnen und Forscher aus \u00d6kologie, \u00d6konomie und Agrarwissenschaften, dass die EU-Agrarpolitik (GAP) das Artensterben, die Klimakrise und die Verschlechterung der B\u00f6den nicht l\u00e4nger befeuern darf. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"420\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Getreideschlag-Ingo-Ludwichowski-8.jpg\" alt=\"Monotoner Getreideschlag - Foto: Ingo Ludwichowski, NABU\" class=\"wp-image-17922\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Getreideschlag-Ingo-Ludwichowski-8.jpg 750w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Getreideschlag-Ingo-Ludwichowski-8-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><figcaption>Monotoner Getreideschlag &#8211; Foto: Ingo Ludwichowski, NABU<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zur L\u00f6sung der Umweltprobleme in der Agrarlandschaft legen\ndie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Zehn-Punkte-Plan vor:\nnatursch\u00e4dliche Subventionen sollen gestrichen und umweltfreundliche Praktiken\nbesser honoriert werden. Mindestens zehn Prozent der Agrarfl\u00e4che sollen zudem\nals R\u00fcckzugs- und Lebensraum f\u00fcr Tiere und Pflanzen dienen \u2013 wie es bis 2008\nder Fall war.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zeitpunkt der Ver\u00f6ffentlichung ist brisant: Denn aktuell\nverhandeln die EU-Staats- und Regierungschefs den Haushalt f\u00fcr die Jahre 2021\nbis 2027. Dessen gr\u00f6\u00dfter Einzelposten ist der Agrarhaushalt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>NABU-Pr\u00e4sident J\u00f6rg-Andreas Kr\u00fcger: \u201eEine umweltsch\u00e4dliche\nAgrarpolitik k\u00f6nnen wir uns nicht mehr leisten. Unsere Steuergelder m\u00fcssen\njetzt in echte Zukunftsinvestitionen flie\u00dfen, sie m\u00fcssen gebunden werden an\neinen grundlegenden Wandel der Landwirtschaft und an wirksamen Klimaschutz.\nPassiert das nicht, gibt es f\u00fcr die milliardenschweren Agrar-Subventionen keine\nRechtfertigung mehr. Der Brexit rei\u00dft ein enormes Loch in den EU-Haushalt, das\nverbleibende Geld muss daher umso kl\u00fcger investiert werden, in \u00f6kologischer wie\n\u00f6konomischer Hinsicht. Der neue EU-Haushalt ist kein Selbstzweck. Bleiben diese\nInvestitionen in den Wandel aus, w\u00e4re es besser, das Agrar-Budget zu k\u00fcrzen und\ndie Gelder an anderer Stelle in echte Zukunftsprogramme zu investieren. Doch\nnoch hat es die EU in der Hand, die Landwirtschaft auf einen klima- und\nnaturvertr\u00e4glichen Kurs zu f\u00fchren. Der Zehn-Punkte-Plan liefert dazu einen\nkonkreten Fahrplan: mit mehr Raum f\u00fcr die Natur und punktgenauer F\u00f6rderung von\nLeistungen der Landwirte f\u00fcr Natur und Gesellschaft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hintergrund: Kernbotschaften der 3.600 Wissenschaftler<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrer Fachpublikation kritisieren die\nWissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter anderem die Pl\u00e4ne zur\nWeiterf\u00fchrung der fl\u00e4chenbezogenen Direktzahlungen, K\u00fcrzungen bei den\nProgrammen f\u00fcr die Entwicklung l\u00e4ndlicher R\u00e4ume und Defizite beim Klimaschutz.\nMit Sorge sehen sie, dass die EU den Mitgliedstaaten gro\u00dfe Flexibilit\u00e4t bei der\nUmsetzung der EU-Agrarpolitik auf nationaler Ebene zugestehen m\u00f6chte. Die\nVergangenheit habe gezeigt, dass viele Staaten flexible Vorgaben der EU wenig\nambitioniert umsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ver\u00f6ffentlichung \u201eAction needed for the EU Common\nAgricultural Policy to address sustainability challenges\u201c erscheint im\nFachmagazin \u201ePeople and Nature\u201c, welches alle Beitr\u00e4ge einem Gutachterprozess\nunterzieht (Peer Review). Unterst\u00fctzt wird das Papier von mehr als 3.600\nWissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus allen 27 EU- und 36 weiteren\nStaaten. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der NABU berichtet \u00fcber scharfe Kritik vonseiten der Wissenschaft an den Pl\u00e4nen der EU f\u00fcr ihre k\u00fcnftige Agrarpolitik: Mehr als 3.600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterst\u00fctzen einen am heutigen Montag in der Fachzeitschrift \u201ePeople and Nature\u201c ver\u00f6ffentlichten Appell. Darin fordern 21 f\u00fchrende Forscherinnen und Forscher aus \u00d6kologie, \u00d6konomie und Agrarwissenschaften, dass die EU-Agrarpolitik (GAP) das Artensterben, die Klimakrise und die Verschlechterung der B\u00f6den nicht l\u00e4nger befeuern darf.<br \/>\nZur L\u00f6sung der Umweltprobleme in der Agrarlandschaft legen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Zehn-Punkte-Plan vor: natursch\u00e4dliche Subventionen sollen gestrichen und umweltfreundliche Praktiken besser honoriert werden. Mindestens zehn Prozent der Agrarfl\u00e4che sollen zudem als R\u00fcckzugs- und Lebensraum f\u00fcr Tiere und Pflanzen dienen \u2013 wie es bis 2008 der Fall war.<br \/>\nDer Zeitpunkt der Ver\u00f6ffentlichung ist brisant: Denn aktuell verhandeln die EU-Staats- und Regierungschefs den Haushalt f\u00fcr die Jahre 2021 bis 2027. Dessen gr\u00f6\u00dfter Einzelposten ist der Agrarhaushalt.<br \/>\nKlicken Sie auf den Titel, um zum vollst\u00e4ndigen Artikel zu kommen.<\/p>\n","protected":false},"author":2077,"featured_media":17922,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1738],"tags":[8551,3360],"class_list":["post-17921","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-landwirtschaft","tag-artensterben","tag-nabu"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Getreideschlag-Ingo-Ludwichowski-8.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17921","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2077"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17921"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17921\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17923,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17921\/revisions\/17923"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/17922"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17921"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17921"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17921"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}