{"id":17244,"date":"2019-09-19T10:10:58","date_gmt":"2019-09-19T08:10:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=17244"},"modified":"2019-09-16T13:58:57","modified_gmt":"2019-09-16T11:58:57","slug":"die-slow-food-arche-des-geschmacks-erfolg-fuer-die-biokulturelle-vielfalt-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=17244","title":{"rendered":"Die Slow Food Arche des Geschmacks \u2013 Erfolg f\u00fcr die biokulturelle Vielfalt in Deutschland"},"content":{"rendered":"\n<p>&nbsp;Unter dem Motto\n\u201eEssen, was man retten will!\u201c bewahrt die Arche des Geschmacks von Slow Food\nbundesweit Lebensmittel, Nutztierrassen, Gem\u00fcse- und Obstsorten vor dem\nVergessen. Und das mit Erfolg: Einige Passagiere sind l\u00e4ngst nicht mehr so\nbedroht, wie sie es zum Zeitpunkt ihrer Aufnahme in die Arche waren. Sie haben\nsich am Markt etabliert. Dabei unterst\u00fctzen starke Netzwerke und Menschen vor\nOrt, die f\u00fcr sie Markenkern und Vertrieb aufbauen. Ebenso Verbraucherinnen und\nVerbraucher, die Regionalit\u00e4t au\u00dferhalb konventioneller Superm\u00e4rkte und\nGastronomie leben und erfahren m\u00f6chten. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"420\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Nordhessische-Ahle-Wurscht_cStefan-Abtmeyer.jpg\" alt=\"Nordhessische Ahle Wurscht - Foto: Stefan Abtmeyer\" class=\"wp-image-17245\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Nordhessische-Ahle-Wurscht_cStefan-Abtmeyer.jpg 750w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Nordhessische-Ahle-Wurscht_cStefan-Abtmeyer-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><figcaption>Nordhessische Ahle Wurscht &#8211; Foto: Stefan Abtmeyer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Was haben Alblinse, das Bamberger H\u00f6rnla und die\nNordhessische Ahle Wurscht gemeinsam? Alle wurden in den ersten Jahren des\nBestehens der Arche des Geschmacks in Deutschland, zwischen 2004 und 2007, als\nPassagiere aufgenommen. Als solche zeichnen sie sich durch individuelle\nGeschm\u00e4cker, Aromen, Farben und Formen aus, die sie Landschaft, Natur und dem\nWissen der Menschen einer Region verdanken. Und sie sind Mutmacher wenn es\ndarum geht, kaum mehr verbreitete Erzeugnisse wieder am Markt zu etablieren.\nWie das gelingt? Vor allem durch Netzwerke, bestehend aus Produzentinnen und\nProduzenten, Slow-Food-Aktiven, Gastronomen sowie Verantwortlichen aus\nTourismus- und Regionalf\u00f6rderung. Sie sind oft die Initiatorinnen und\nInitiatoren, um F\u00f6rdervereine wie dem der Ahle Wurscht und des Bamberger H\u00f6rnla\nsowie Erzeugergemeinschaften wie die der Alb-Leisa zu gr\u00fcnden. Sie st\u00e4rken das\nSelbstbewusstsein der Erzeugerinnen und Erzeuger, entwickeln Qualit\u00e4tsstandards\nf\u00fcr die Produktion und die Vermarktung der Passagiere und setzen angemessene\nPreise am Markt durch. Sie k\u00fcmmern sich darum, dass die Menschen von ihnen\nerfahren &#8211; in den Medien, auf Speisekarten, auf M\u00e4rkten, in (Hof)L\u00e4den und in\nOnlineshops. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Was haben Alblinse, das Bamberger H\u00f6rnla und die\nNordhessische Ahle Wurscht gemeinsam? Alle wurden in den ersten Jahren des\nBestehens der Arche des Geschmacks in Deutschland, zwischen 2004 und 2007, als\nPassagiere aufgenommen. Als solche zeichnen sie sich durch individuelle\nGeschm\u00e4cker, Aromen, Farben und Formen aus, die sie Landschaft, Natur und dem\nWissen der Menschen einer Region verdanken. Und sie sind Mutmacher wenn es\ndarum geht, kaum mehr verbreitete Erzeugnisse wieder am Markt zu etablieren.\nWie das gelingt? Vor allem durch Netzwerke, bestehend aus Produzentinnen und\nProduzenten, Slow-Food-Aktiven, Gastronomen sowie Verantwortlichen aus\nTourismus- und Regionalf\u00f6rderung. Sie sind oft die Initiatorinnen und\nInitiatoren, um F\u00f6rdervereine wie dem der Ahle Wurscht und des Bamberger H\u00f6rnla\nsowie Erzeugergemeinschaften wie die der Alb-Leisa zu gr\u00fcnden. Sie st\u00e4rken das\nSelbstbewusstsein der Erzeugerinnen und Erzeuger, entwickeln Qualit\u00e4tsstandards\nf\u00fcr die Produktion und die Vermarktung der Passagiere und setzen angemessene\nPreise am Markt durch. Sie k\u00fcmmern sich darum, dass die Menschen von ihnen\nerfahren &#8211; in den Medien, auf Speisekarten, auf M\u00e4rkten, in (Hof)L\u00e4den und in\nOnlineshops. <\/p>\n\n\n\n<p>Dazu Gerhard Schneider-Rose, Leiter der Arche-Kommission bei\nSlow Food Deutschland: \u201eEs ist ganz klar der Geduld und Leidenschaft dieser\nMenschen zu verdanken, dass Nutztiere, Pflanzen und Lebensmittel, die eine\nherausragende Rolle f\u00fcr die regionale Identit\u00e4t spielen, \u00fcberleben und das mit\neinem messbaren Erfolg wie bei der Ahle Wurscht. Zwischen 2010 und 2018 konnte\nihre Produktion um 31 Prozent gesteigert werden. Und die Hersteller, die\nMitglied im F\u00f6rderverein sind, haben sich auf einen Mindestpreis von 30 Euro\nbeim Verkauf des zertifizierten Qualit\u00e4tsprodukts an Verbraucher geeinigt. In\nkonventionellen Superm\u00e4rkten hingegen wird fragw\u00fcrdige Ware unter dem Namen\nAhle Wurscht f\u00fcr 18 Euro pro Kilo angeboten\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p>Lutz Mammel von dem Unternehmen Lauteracher\nAlb-Feld-Fr\u00fcchte, das den Passagier Alblinse verarbeitet und vermarktet, sieht\nin der Arche einen wichtigen Werbeeffekt und freut sich sogar \u00fcber wachsende\n\u201eKonkurrenz\u201c am Markt: \u201eImmer mehr Bauern, nicht nur in Schwaben, interessieren\nsich wieder f\u00fcr den Linsenanbau. Im Interesse der Nahrungsmittelvielfalt und\nder nachhaltigen Bodenbewirtschaftung ist es sch\u00f6n, dass wir Nachahmer gefunden\nhaben\u201c. Vernetzung und ehrenamtliche Unterst\u00fctzung allein aber reichen nicht,\num Sorten- und Rassevielfalt zu erhalten. Slow Food fordert deshalb, dass auch\ndie Politik dazu beitr\u00e4gt, ihre Marktchancen zu verbessern. F\u00fcr Weidehaltung,\nStreuobstanbau und andere Ma\u00dfnahmen zur Erhaltung genetischer Vielfalt auf\n\u00c4ckern und in G\u00e4rten m\u00fcssen F\u00f6rderprogramme aufgelegt und EU-Agrarmittel so\numgeschichtet werden, dass der besondere Aufwand rentabel wird.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.slowfood.de\/was-wir-tun\/biokulturelle_vielfalt\/arche_des_geschmacks\">Direkter\nLink zur Slow Food Arche des Geschmacks.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Motto \u201eEssen, was man retten will!\u201c bewahrt die Arche des Geschmacks von Slow Food bundesweit Lebensmittel, Nutztierrassen, Gem\u00fcse- und Obstsorten vor dem Vergessen. Und das mit Erfolg: Einige Passagiere sind l\u00e4ngst nicht mehr so bedroht, wie sie es zum Zeitpunkt ihrer Aufnahme in die Arche waren. Sie haben sich am Markt etabliert. Dabei unterst\u00fctzen starke Netzwerke und Menschen vor Ort, die f\u00fcr sie Markenkern und Vertrieb aufbauen. Ebenso Verbraucherinnen und Verbraucher, die Regionalit\u00e4t au\u00dferhalb konventioneller Superm\u00e4rkte und Gastronomie leben und erfahren m\u00f6chten.<br \/>\nWas haben Alblinse, das Bamberger H\u00f6rnla und die Nordhessische Ahle Wurscht gemeinsam? Alle wurden in den ersten Jahren des Bestehens der Arche des Geschmacks in Deutschland, zwischen 2004 und 2007, als Passagiere aufgenommen. Als solche zeichnen sie sich durch individuelle Geschm\u00e4cker, Aromen, Farben und Formen aus, die sie Landschaft, Natur und dem Wissen der Menschen einer Region verdanken. Und sie sind Mutmacher wenn es darum geht, kaum mehr verbreitete Erzeugnisse wieder am Markt zu etablieren. Wie das gelingt? Vor allem durch Netzwerke, bestehend aus Produzentinnen und Produzenten, Slow-Food-Aktiven, Gastronomen sowie Verantwortlichen aus Tourismus- und Regionalf\u00f6rderung.<br \/>\nGanzen Text lesen: Titel klicken.<\/p>\n","protected":false},"author":2077,"featured_media":17245,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1738],"tags":[8119,8122,8120,8123,8121,4866,3902,7635],"class_list":["post-17244","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-landwirtschaft","tag-alblinse","tag-arche-kommission","tag-bamberger-hoernla","tag-gerhard-schneider-rose","tag-nordhessische-ahle-wurscht","tag-regionalitaet","tag-slow-food","tag-slow-food-arche"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Nordhessische-Ahle-Wurscht_cStefan-Abtmeyer.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17244","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2077"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17244"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17244\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17246,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17244\/revisions\/17246"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/17245"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17244"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17244"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17244"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}