{"id":17099,"date":"2019-08-15T10:10:53","date_gmt":"2019-08-15T08:10:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=17099"},"modified":"2019-08-14T09:08:07","modified_gmt":"2019-08-14T07:08:07","slug":"slow-food-hoehere-mehrwertsteuern-reichen-fuer-echtes-tierwohl-nicht-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=17099","title":{"rendered":"Slow Food &#8211; H\u00f6here Mehrwertsteuern reichen f\u00fcr echtes Tierwohl nicht aus"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gr\u00fcne,\nSPD und Union fordern eine h\u00f6here Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf Fleisch.\nDie Mehreinnahmen sollen unter anderem in den Umbau auf artgerechte\nNutztierhaltung flie\u00dfen. Slow Food begr\u00fc\u00dft, dass damit der unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige\nKonsum von Fleisch erneut in den \u00f6ffentlichen Fokus r\u00fcckt. Die Logik des\nindustriellen Lebensmittelsystems, Fleisch als billige Massenware zu handeln,\ndurchbricht eine Mehrwertsteuererh\u00f6hung jedoch nicht. Slow Food fordert\nlangfristige und konsequente L\u00f6sungen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/SlowFood_Angler-Sattelschwein-c-Stefan-Abtmeyer-1024x683.jpg\" alt=\"SlowFood_- Angler Sattelschwein (c) Stefan Abtmeyer\" class=\"wp-image-17100\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/SlowFood_Angler-Sattelschwein-c-Stefan-Abtmeyer-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/SlowFood_Angler-Sattelschwein-c-Stefan-Abtmeyer-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/SlowFood_Angler-Sattelschwein-c-Stefan-Abtmeyer-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/SlowFood_Angler-Sattelschwein-c-Stefan-Abtmeyer.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>SlowFood_- Angler Sattelschwein (c) Stefan Abtmeyer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die\nj\u00fcngst geforderte Mehrwertsteuererh\u00f6hung auf Fleisch ist f\u00fcr Slow Food ein\nl\u00f6blicher Versuch, dem ma\u00dflosen Fleischkonsum Einhalt zu gebieten. Jedoch ist\nsie aus Slow-Food-Sicht zu undifferenziert und greift zu kurz. Dazu Ursula\nHudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland: \u201eUm die negativen Folgen der\nMassentierhaltung wirksam einzud\u00e4mmen und den Konsum zu regulieren, muss der\nGesetzgeber viel weitreichendere und konsequentere Ma\u00dfnahmen ergreifen. Voraussetzung\nsind die R\u00fcckkehr zu einer extensiven und vor allem bodengebundenen\nNutztierhaltung, in der die Tiere wesens- und artgerecht gehalten werden. Wir\nm\u00fcssen die Anzahl der Tiere begrenzen und sie als Mitgesch\u00f6pfe anerkennen,\nstatt sie als reine Handelsware zu betrachten. Auch das von uns seit langem\ngeforderte einheitliche und verpflichtende staatliche Tierwohllabel, das\nwirkliches Tierwohl schafft und keine Augenwischerei f\u00fcr den Verbraucher\ndarstellt, ist unausweichlich\u201c. F\u00fcr diese Systemumstellung m\u00fcsste der Staat\nGeld in die Hand nehmen, um die Landwirte bei dem Umbau auf eine solche\nartgerechte Tierhaltung zu unterst\u00fctzen. Denn diese werden ihre Mehrkosten auch\ndurch Mehrwertsteuererh\u00f6hungen sicher nicht abdecken k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Slow Food sieht es au\u00dferdem kritisch, dass eine Mehrwertsteuererh\u00f6hung Fleisch aus extensiver Nutztierhaltung im Vergleich zum industriellen Pendant unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig treffen w\u00fcrde. Es w\u00e4re kontraproduktiv, so Hudson, ausgerechnet Fleisch aus zukunftsf\u00e4higer Erzeugung zus\u00e4tzlich zu verteuern. \u201eDie Erh\u00f6hung der Mehrwertsteuer kann aus unserer Ansicht nach nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung sein, Fleisch mehr wertzusch\u00e4tzen. Dass sie zu deutlich weniger Fleischkonsum f\u00fchrt, das bezweifle ich. Die Wende dahin muss die Politik ansto\u00dfen, aber nat\u00fcrlich gemeinsam mit Erzeugern, dem Handel und Verbrauchern schultern. G\u00e4be es faire Fleischpreise m\u00fcssten wir Verbraucher zwangsl\u00e4ufig lernen, Fleisch wieder anders und weniger, aber daf\u00fcr mit deutlich mehr Genuss, zu essen&#8220;, so Hudson. <br><br><a href=\"http:\/\/www.slowfood.de\">www.slowfood.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcne, SPD und Union fordern eine h\u00f6here Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf Fleisch. Die Mehreinnahmen sollen unter anderem in den Umbau auf artgerechte Nutztierhaltung flie\u00dfen. Slow Food begr\u00fc\u00dft, dass damit der unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Konsum von Fleisch erneut in den \u00f6ffentlichen Fokus r\u00fcckt. Die Logik des industriellen Lebensmittelsystems, Fleisch als billige Massenware zu handeln, durchbricht eine Mehrwertsteuererh\u00f6hung jedoch nicht. Slow Food fordert langfristige und konsequente L\u00f6sungen.<br \/>\nDie j\u00fcngst geforderte Mehrwertsteuererh\u00f6hung auf Fleisch ist f\u00fcr Slow Food ein l\u00f6blicher Versuch, dem ma\u00dflosen Fleischkonsum Einhalt zu gebieten. Jedoch ist sie aus Slow-Food-Sicht zu undifferenziert und greift zu kurz. Dazu Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland: \u201eUm die negativen Folgen der Massentierhaltung wirksam einzud\u00e4mmen und den Konsum zu regulieren, muss der Gesetzgeber viel weitreichendere und konsequentere Ma\u00dfnahmen ergreifen. Voraussetzung sind die R\u00fcckkehr zu einer extensiven und vor allem bodengebundenen Nutztierhaltung, in der die Tiere wesens- und artgerecht gehalten werden. 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