{"id":16263,"date":"2019-03-15T14:36:38","date_gmt":"2019-03-15T13:36:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=16263"},"modified":"2019-03-15T14:35:55","modified_gmt":"2019-03-15T13:35:55","slug":"slow-food-fordert-zum-weltverbrauchertag-mehr-klarheit-und-transparenz-beim-lebensmitteleinkauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=16263","title":{"rendered":"Slow Food fordert zum Weltverbrauchertag mehr Klarheit und Transparenz beim Lebensmitteleinkauf"},"content":{"rendered":"\n<p>Zum Weltverbrauchertag 2019 am 15. M\u00e4rz fordert Slow Food Deutschland von der Politik, Rahmenbedingungen daf\u00fcr zu schaffen, damit Verbraucherinnen und Verbraucher zwischen n\u00e4hrstoffreichen Lebensmitteln ausw\u00e4hlen k\u00f6nnen, die auf ethisch sowie \u00f6kologisch vertr\u00e4gliche Weise hergestellt und gehandelt werden. \u201eDie Politik sollte Vorbild sein und unseren Lebensmitteln ihren Stellenwert als Mittel zum Leben zur\u00fcckgeben, sie in in ihrer wahren Qualit\u00e4t und ihrem Preis aufwerten und Transparenz sicherstellen,\u201c so Ursula Hudson, die Vorsitzende von Slow Food Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"425\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Tauernroggen-Slow-Food-Archiv-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16264\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Tauernroggen-Slow-Food-Archiv-2.jpg 750w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Tauernroggen-Slow-Food-Archiv-2-300x170.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><figcaption>Trauerroggen aus der Slow Food Arche &#8211; (C) fotodienst\/Gudrun Krieger &#8211; Slow Food<br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zum Weltverbrauchertag 2019 am 15. M\u00e4rz fordert Slow Food Deutschland von der Politik, Rahmenbedingungen daf\u00fcr zu schaffen, damit Verbraucherinnen und Verbraucher zwischen n\u00e4hrstoffreichen Lebensmitteln ausw\u00e4hlen k\u00f6nnen, die auf ethisch sowie \u00f6kologisch vertr\u00e4gliche Weise hergestellt und gehandelt werden. \u201eDie Politik sollte Vorbild sein und unseren Lebensmitteln ihren Stellenwert als Mittel zum Leben zur\u00fcckgeben, sie in in ihrer wahren Qualit\u00e4t und ihrem Preis aufwerten und Transparenz sicherstellen,\u201c so Ursula Hudson, die Vorsitzende von Slow Food Deutschland. <br><br>Der Weltverbrauchertag ist ein internationaler Aktionstag, der auf die Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher aufmerksam macht. Dazu geh\u00f6rt f\u00fcr Slow Food das Recht eines jeden Menschen auf gute, saubere und faire Lebensmittel. Doch ist es um unseren Lebensmitteleinkauf inzwischen sehr komplex bestellt. Unser industrielles Lebensmittelsystem hat zur \u00dcberproduktion und zum \u00dcberangebot von zumeist n\u00e4hrstoffarmen und hochverarbeiteten Nahrungsmitteln gef\u00fchrt. Das wirkt sich negativ auf die Qualit\u00e4t und den wahren Preis von Nahrungsmitteln, auf die Gesundheit aller Lebewesen sowie den Schutz von Umwelt und Klima aus. Auf der Suche nach dem \u201aguten Lebensmittel\u2018 bewegen sich Verbraucherinnen und Verbraucher in einem Dschungel aus G\u00fctesiegeln, denen verschiedene Kriterien und Anforderungen zugrunde liegen. \u00dcber die wahre Qualit\u00e4t eines Lebensmittels im umfassenden Sinne informiert aus Slow-Food-Sicht keines davon. Auch eine N\u00e4hrwertkennzeichnung nach dem Raster Fett, Kohlehydrate, Salz und Zucker greift zu kurz. Wichtige Erkennungsmerkmale f\u00fcr Qualit\u00e4t wie Angaben zu Lieferketten, Verarbeitungsprozessen und Herkunft der Inhaltsstoffe lassen sich f\u00fcr die meisten industriellen Lebensmittel jedoch kaum abbilden. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u201eEs fehlt an einer einheitlichen und glaubw\u00fcrdigen Grundlage, auf der Verbraucherinnen und Verbraucher sozial- und umweltvertr\u00e4gliche und damit auch genussvolle Kaufentscheidungen treffen k\u00f6nnen. Daf\u00fcr m\u00fcssen sie selber unendlich gut Bescheid wissen. Und, dass inzwischen wie bei der Tierhaltung Kennzeichnungen von Staat und Handel miteinander konkurrieren, ist v\u00f6llig kontraproduktiv. Eine sinnvolle, belastbare, verst\u00e4ndliche und rechtlich verbindliche Lebensmittelkennzeichnung ist ein l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lliger Schritt im aktuellen System und muss beim Staat anstatt bei einzelnen Handelsketten liegen\u201c, kritisiert Ursula Hudson. Sie w\u00fcnscht sich von der Politik auch, den Verbraucherinnen und Verbrauchern Hilfestellung dabei zu geben, ihre Lippenbekenntnisse in verl\u00e4ssliches Handeln zu transformieren. \u201eDie vermeintliche Bereitschaft, f\u00fcr \u00f6kologisch und regional hergestellte Lebensmittel und tierische Produkte mehr zu bezahlen, spiegelt sich nicht ausreichend in den Verkaufszahlen wieder\u201c, erkl\u00e4rt Hudson. Langfristig helfe nur eine ganzheitliche Verbraucherbildung sowie die Umstellung unseres Lebensmittelsystems hin zu einer \u00f6kologischen Landwirtschaft und Fischerei, mit der wir im Rahmen der Grenzen unseres Planeten wirtschaften und ethisch korrekt handeln. Damit st\u00fcnden etwa Billigfleisch aus Massentierhaltung sowie Fisch aus \u00fcberfischten Best\u00e4nden und illegalen Fangnetzen erst gar nicht mehr zur Wahl. <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.slowfood.de\">www.slowfood.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Weltverbrauchertag 2019 am 15. 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